Bestechung von John Grisham

Lacy Stoltz ist Anwältin und arbeitet für eine Behörde, die die Richter in Florida überwacht und immer dann tätig wird, wenn sich ein Richter im Amt falsch verhalten hat.
Eines Tages nimmt eine anonyme Quelle mit Lacy Kontakt auf und berichtet von einem Richter, der sich seit Jahren im großen Stil bestechen läßt.
Als Lacy zu ermitteln beginnt, verstrickt sie sich sehr schnell in ein gefährliches Netz aus Berufs- und Gelegenheitsverbrechern.
Wird es ihr trotzdem gelingen, Licht ins Dunkel der ganzen Affäre zu bringen, ohne ernsthaft verletzt zu werden?

Ich kann mich noch gut an eine Zeit in den Neunzigern erinnern, als gefühlt ständig ein neues Buch von Grisham auf deutsch erschien und genauso oft eine Verfilmung seiner Romane in die Kinos kam.
In dieser Zeit habe ich auch einige von Grishams Bücher gelesen und bin für ‚Die Jury‚ oder ‚Die Firma‚ ins Kino gepilgert.
Aber irgendwann reichte es dann. Die Verfilmungen wurden eher schlechter und bei den Büchern überkam mich das Gefühl von ‚Kennst Du einen Grisham, kennst Du alle!‘.
Daher ist ‚Bestechung‚ seit langem auch der erste Grisham, der bei mir zum Lesen einziehen durfte.
Und ich habe mich gleich wieder daheim gefühlt mit Grishams Schreibstil, der eher nüchtern als effektheischend daherkommt; seinen Figuren, die zwar an die verschiedenen Geschichten angepaßt werden, aber doch nach immer gleichen Schablonen kreiert zu sein scheinen und mit dem bekannten juristischen Umfeld, das der ehemalige Anwalt und Politiker Grisham so gekonnt beschreibt.
Lacy Stoltz ist durchaus eine Figur mit der ich mitleiden konnte, aber eigentlich ist die Handlung hier der Star des Ganzen.
Was mich bei diesem Buch wirklich begeistert hat, ist die Erkenntnis am Ende, daß Grisham es versteht Spannung zu erzeugen, obwohl man die Guten und die Bösen eigentlich von Anfang an kennt, es keine riesigen Actionszenen gibt und es auch keine megamäßigen Wendungen innerhalb der Geschichte gibt.
Außerdem wurde mir auch bei den juristischen Vorgängen beziehungsweise Erklärungen nie langweilig.
Von daher bin ich froh, daß ich endlich mal wieder einen Grisham gelesen habe und kann das Buch als unaufgeregte Unterhaltung durchaus empfehlen!

Die Homepage des Autors
John Grisham bei RandomHouse

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2 Antworten zu Bestechung von John Grisham

  1. Hihi, da geht es mir ähnlich. Die frühen Grishams habe ich alle verschlungen, aber dann war es wirklich genug. Vielleicht gebe ich ihm nach deiner Rezension doch auch noch mal eine Chance. Danke!

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  2. Herba schreibt:

    @Stephfanny: Sehr gerne!

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