SuperRTL zeigt ab 14.06. die kurzlebige US-Medical-Serie „Monday Mornings“

Am fiktiven Chelsea General Hospital in Portland, Oregon arbeiten die besten Chirurgen des Landes, denen der zuschauer bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen darf.
Regelmäßig (meist am Montagmorgen) findet die sogenannte ‚Morbidity and mortality conference‘ statt, bei der die Erfolge und Misserfolge der Ärzte von Dr. Harding Hooten (Alfred Molina), dem Chef der Klinik unter die Lupe genommen werden…

Braucht man wirklich eine weitere Krankenhausserie? Das amerikanische Publikum meinte 2013 nein und so wurde ‚Monday Mornings‚ schon nach einer Staffel mit nur 10 Folgen wieder eingestellt.
Ich habe mir die erste Folge trotzdem angeschaut, weil Jamie Bamber Dr. Tyler Wilson spielt, der in seinen blauen Artklamotten und mit der Wuschelfrisur einfach zum Anbeißen ausschaut.
Die weiteren neun Folgen habe ich angesehen, weil ich das Team der Ärzte sehr mochte, von denen ich mir nach nur 10 Folgen ein besseres Bild machen konnte, als es bei so mancher langlebigen Serie der Fall ist.
Im Zentrum stehen auch hier ganz klar, die medizinischen Fälle, aber es werden so viele kleinen privaten Dinge eingeflochten, daß jede Figur mehrdimensional und nicht flach erscheint.
So spielt zum Beispiel Bamber den begnadeten Chirurg, der weiß wie gut er ist und gerne auch mal etwas riskiert, der aber auch vom Tod seines Vaters verfolgt wird und seinen Kollegen beisteht, wenn es hart auf hart kommt.
Gefallen hat mir ausserdem, daß die Serie auch Humor zu bieten hat. Was habe ich stellenweise über Keong Sim als Dr. Sung Park gelacht, der eher kühl und im Telegrammstil mit seinen Patienten redet (Patient: Doctor, what’s the worst case scenario?‘ Dr. Park: ‚Dead!‘). Nicht, daß ICH gerne so einem Arzt in Wirklichkeit begegnen wollen würde, aber in der Serie war das wirklich lustig und ich hoffe, daß die Synchronisation das nicht schluckt!
Sehr amüsant ist auch Sarayu Blue als Dr. Sydney Napur, die grundsätzlich mit einem Patient in der Notaufnahme landet, wenn sie mit einem Mann zum Essen geht.
Allgemein sind die Dialoge zwischendurch lustig, sarkastisch und mit viel schwarzem Humor gespickt, aber das typische Drama einer Krankenhausserie kommt natürlich nicht zu kurz, wobei in ‚Monday Mornings‘ weitgehend auf Stilmittel wie überdramatische Musik oder extreme Hektik beim medizinischen Personal verzichtet.
Stattdessen wird das Leid der Patienten eher leise, aber eindringlich dargestellt und auch die Konferenzen, bei denen Molinas Dr. Hooten seine untergebenen Ärzte teilweise regelrecht zerpflückt, werden düster und ohne viel Schnickschnack, aber eben sehr eindringlich dargestellt und ich als Zuschauer mußte einfach mitleiden.
Die Fälle der Woche sind stellenweise schon ziemlich ungewöhnlich, aber ich fand sie nun auch nicht zu unvorstellbar. Gerade wenn es um das menschliche Gehirn geht, wissen Ärzte ja nach wie vor relativ gesehen sehr wenig.
Und als dann in einer Folge auch noch Ioan Gruffudd einen Gastauftritt hinlegte, war mein Glück eigentlich perfekt und ich bin mehr als traurig, daß es von dieser Serie nur 10 Folgen gibt, denn ich hätte gerne noch viel länger Jamie Bamber angeschmachtet mehr vom Chelsea General Hospital gesehen!

‚Monday Mornings‘ bei SuperRTL
‚Monday Mornings‘ bei Serienjunkies.de
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

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