Saint Falls: Märchen aus der Welt des Verbrechens – ein Kurzgeschichtenroman

Saint Falls ist eine ganz Stadt, die vom organisierten Verbrechen kontrolliert wird.
Mord, Drogenmissbrauch und Diebstahl sind an der Tagesordnung, wenn sich die beiden rivalisierenden Syndikate unter der Leitung von Wolf und Beast bekriegen.
Und ganz nebenbei tummeln sich märchenhafte Wesen in der Stadt. Prinzessinen arbeiten in Stripclubs, Feen dealen mit verbotenen Substanzen und Hase und Igel liefern sich illegale Autorennen.
Als dann auch noch ein mächtiges Drachenei auftaucht, das den Teufel im Schlepptau hat, eskaliert die Situation…

Als Blogger, der ab und an über Bücher bloggt, macht man sich automatisch Gedanken, wie man mit Rezensionsexemplaren umgeht und ich habe für mich irgendwann mal beschlossen, daß ich zwar im Prinzip für alles offen bin, aber nie über Bücher von Autoren, die ich persönlich kenne, schreiben möchte – neva eva – egal ob als Rezensionsexemplar oder selbst gekauft!

Bisher war das auch nie ein Problem, aber dann saß ich mit einer Freundin im Kino, um gemeinsam einen Märchenfilm anzuschauen und sie erzählte mir ganz begeistert von einem Buchprojekt, daß sie mit fünf anderen Autoren gerade fertig gestellt hatte.
Ich hörte interessiert zu, hielt mich ansonsten aber zurück.
Als mir dann ein paar Tage später eine mail von ihr ins Haus flatterte, in der sie mir eben dieses Buchprojekt als Rezensionsexemplar anbot, wand ich mich ein bißchen, schlief eine Nacht drüber und entschied mich dann doch dafür das Buch zu lesen, obwohl mir einer der Autoren wie gesagt bekannt ist und ich eigentlich auch mit Kurzgeschichten nicht wirklich viel anfangen kann.

Die Idee einen gemeinsamen Kurzgeschichtenroman mit durchgehendem roten Faden zu schreiben, begeisterte mich nämlich, auch das Thema Märchen fand ich gut und der Warnung unter dem Klappentext, daß das Buch Spuren von Sex, Gewalt ud Feenstaub enthalten könnte, brachte mich zum Grinsen und zum entgültigen Ja-Sagen.
Kurze Zeit später flatterte mir dann nette Buchpost von Maria Engels persönlich ins Haus – an dieser Stelle noch einmal DANKE SCHÖN dafür! – und ich begann auch recht schnell mit dem Lesen.

Saint Falls‚ enthält 19 Kurzgeschichten und einen Epilog und wenn ich mich nicht verkuckt habe, hat jeder Autor mindestens zwei Geschichten beigesteuert.
Saint Falls ist eine interessante Kulisse, die an unsere Welt angelehnt ist, aber mit vielen Märchenfiguren aufwarten kann.
Nicht jede Figur kann man sofort identifizieren, aber das Rätseln wen man nun gerade vor sich hat, hat durchaus seinen Reiz.
Die einzelnen Schreibstile der Autoren sind durchaus unterschiedlich, harmonieren aber trotzdem und lassen sich allesamt gut lesen.
Besonders begeistert hat mich die Geschichte vom Hasen und vom Igel und das Frau H. einen regen Handel mit Schnee betreibt – wenn das die Gebrüder Grimm wüßten!
Auch der Bandenkrieg zwischen Wolf und Beast als roter Faden, der die einzelnen Geschichten verbindet, funktionierte sehr gut.

Ein bißchen dünn fand ich stellenweise die einzelnen Personen beschrieben.
Außerdem mußte ich wegen der Fülle der Personen mehr als einmal im Personenregister, das es dankenswerterweise gibt, nachschlagen, wer nun nochmal Penelope alias Schneewittchen war und für wen James, die Fee gleich wieder arbeitet.
Das mag ich eigentlich nicht so gerne, weil ich mich dann schnell in meinem Lesefluss gestört fühle.
Aber insgesamt kann ich gut mit diesen kleinen Schwächen leben, weil ‚Saint Falls‘ einfach gute Fantasy-Unterhaltung bietet und ich den Band wirklich gern gelesen habe!
Deshalb auch nochmal ein dickes DANKE an Cat Lewis, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, daß ich in diese Welt der Märchen eingetaucht bin.

Die Autoren:
David Michel Rohlmann bei Facebook
Maria Engels bei Facebook
Jenny Wood bei Facebook
Die Homepage von Cat Lewis
David Knospe bei Facebook
Zu Jonas F. Rohlmann läßt sich leider nichts finden

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2 Antworten zu Saint Falls: Märchen aus der Welt des Verbrechens – ein Kurzgeschichtenroman

  1. meikesbuntewelt schreibt:

    ich habe jetzt wirklich eine Weile über die „neva eva“ nachdenken müssen … 🙂

    Gefällt mir

  2. Herba schreibt:

    @Meike: *lachen* das war mal geschrieben wie gesprochen 🙂

    Gefällt 1 Person

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