Das ZDF zeigt ab heute (23.4.) die erste Staffel der englische Serie ‚The Missing‘

Der Brite Tony Hughes (James Nesbitt) macht zusammen mit seiner Frau Emily (Frances O’Connor) und seinem fünfjährigen Sohn Oliver (Oliver Hunt) während der Fußball-WM 2006 Urlaub in Nordfrankreich.
Wegen einer Autopanne muss die Familie einen ungeplanten Stop in einem kleinen Dorf einlegen und nach einem Ausflug ins nahegelegene Schwimmbad verschwindet Oliver spurlos.
Trotz umfangreichen Ermittlungen und dem Einsatz von Julien Baptiste (Tchéky Karyo), einer der besten Ermittler Frankreichs, gibt es keine Spur und auch acht Jahre später wird Oliver noch vermißt.
Doch Tony hat die Hoffnung nie aufgegeben und ermittelt auf eigene Faust weiter…

Wenn in einer britischen Krimiserie zwei Schauspieler mitspielen, die ich durch den Hobbit kennen und schätzen gelernt habe, dann muss ich die Serie früher oder später einfach anschauen.
Im Fall von ‚The Missing‚ sind das James Nesbitt und Ken Stott. Trotzdem bin ich 2014, als die BBC die Serie ausstrahlte, nie über die ersten 30 Minuten hinweggekommen, vor allem, weil die kleinteilige Erzählweise auf zwei verschiedenen Zeitebenen nicht fesseln konnte.
Zur deutschen Erstausstrahlung habe ich dem Ganzen noch einmal eine Chance gegeben und kam besser damit zurecht, daß teilweise sehr stark zwischen einzelnen Personen und Erzählsträngen hin und her gesprungen wird und daß die Übergänge zwischen den zwei beziehungsweise drei verschiedenen Zeitebenen sehr, sehr fließend sind.
Nesbitt hat mir als Tony Hughes sehr gut gefallen, weil er den verzweifelten Vater glaubhaft darstellt und auch die Tiefen, die die Figur durchaus besitzt auszuloten weiß.
O’Connor als Emily fand ich stellenweise etwas anstrengend, aber auch sie spielt ihre Rolle glaubhaft.
Ken Stott spielt hier einen leicht zwielichtigen Charakter, dem man die selbstlose Hilfe, die er dem verzweifelten Ehepaar anbietet nicht ganz abnimmt. Da ich mit Stott nach wie vor hauptsächlich den weisen Zwerg Balin aus dem Hobbit verbinde, fällt es mir immer schwer ihn in einer weniger netten Rolle zu sehen, vermutlich, weil er beides so großartig darstellt.
Gut gefallen hat mir auch Tchéky Karyo als französischer Ermittler. Er ist ein gutes Beispiel dafür, daß alle Figuren in dieser Prouktion nicht schwarz-weiß, sondern mit vielen Graustufen angelegt sind.
Alle Figuren sind nicht nur gut oder böse, niemand kann man als Zuschauer ganz vertrauen und keiner kann als Verdächtiger ausgeschlossen werden.
Das ist für mich die ganz große Stärke dieser Produktion und deswegen fallen kleine Schwächen wie der teilweise nervige Einsatz von Hintergrundmusik oder die für mich etwas enttäuschende Auflösung des Falles nicht so stark ins Gewicht und ich kann sie durchaus als gelungene Fernsehunterhaltung empfehlen, die außerdem durch die Tragik der Geschichte zu berühren weiß.
Allerdings habe ich das Ganze im Original angeschaut und kann nicht beurteilen, wie gut die Synchronisation ist.

‚The Missing‘ bei der BBC
‚The Missing‘ beim ZDF
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

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