The Chemist – Die Spezialistin von Stephenie Meyer

Dr. Juliana Fortis ist Chemikerin und arbeitete als Verhörspezialistin für eine geheime amerikanische Regierungsbehörde, bis genau diese Behörde versucht Juliana umzubringen.
Als der Anschlag auf ihr Leben misslingt, taucht Juliana unter und ist auf der Flucht und hat seitdem drei weitere Anschläge überlebt.
Doch als sie ein viertes Mal aufgespürt wird, bekommt sie ein Angebot gemacht.
Die knallharte Spezialistin soll noch einen letzten Auftrag erledigen und sich damit ihre Freiheit erkaufen. Wird sie das Angebot annehmen und danach endlich frei sein?

Ich hatte bisher noch kein einziges Buch von Stephenie Meyer gelesen und dachte, daß ‚The Chemist – Die Spezialistin‚ eine gute Gelegenheit wäre, um diese ‚Bildungslücke‘ zu schließen.
Der Schreibstil der Autorin ist relativ angenehm zu lesen und das erste Drittel des Buches legt eine spannungsvolle Grundlage für eine gelungen Geschichte, auch wenn die wissenschaftlichen Details ruhig weniger detailiert hätten beschrieben werden können!
Juliana, die innerhalb der Handlung öfter mal den Namen wechselt, wirkt zwar etwas spröde, war aber doch sympathisch genug, um mit ihr mitzufiebern, auch wenn mir ihre Fähigkeiten teilweise ein wenig übermenschlich erschienen.
Leider fällt der Spannungsbogen extrem ab, als Juliana das Angebot bekommt, noch einen letzten Auftrag zu erfüllen und sich damit frei zu kaufen. Es gibt zwar bis zum Ende des Buches immer wieder eingestreute Actionszenen, aber die verlieren sich meiner Meinung nach in den zwischenmenschlichen Strängen der Handlung und wirklich mitfiebern konnte ich selbst beim letzten Showdown nicht mehr.
Außerdem konnte ich die Wandlung, die Juliana durchmacht nicht ganz nachvollziehen, weil sie quasi von jetzt auf gleich vonstatten geht.
Die anderen Figuren wirkten auf mich stellenweise stark überzeichnet beziehungsweise sehr klischeehaft, was sie nicht unsympathisch, aber eben unreal erscheinen läßt.
Pluspunkte des Buches sind für mich definitiv die vorkommenden Hunde und die ein oder andere humorige Stelle.
Insgesamt hätte es dem Buch meiner Meinung nach gut getan, wenn man es um gute 100 Seiten gekürzt und die Spannung besser gehalten hätte. So bin ich ein klein wenig enttäuscht und hake es unter ‚kann man lesen, muss man aber nicht‘ ab.

Die Homepage der Autorin
Stephenie Meyer bei Fischer

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24 Antworten zu The Chemist – Die Spezialistin von Stephenie Meyer

  1. Sarah schreibt:

    Interessantes Review. Ich habe das Buch dezent ignoriert, da ich den Hype um Twilight und Seelen erlebt hab und die Bücher damals sogar gelesen. Es klingt fast ein bisschen wie die Wandlung von bella zu der „Damsell in Distress“ zum „Super-Vampir“ – gibts auch wieder den jesusähnlichen Männlichen Part?

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  2. CraMERRY schreibt:

    Mir kam es aktuelle als Hörbuch unter und ich habe auch sofort panisch das Genick eingezogen, als ich Stephanie Meyer las 😆

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  3. Herba schreibt:

    @Sarah: Ich kann da wie gesagt überhaupt nicht mitreden, weil ich weder die Bücher noch die Filme kenne 🙂
    Wie würdest du jesusähnlich definieren?

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  4. Herba schreibt:

    @CraMERRY: *lol* Die Idee an sich war schon ganz interessant, aber an der Umsetzung gab es noch einiges zu verbessern, um ein wirklich großartiges Buch in Händen zu halten.
    Und so kann ich nun wenigstens sagen, daß ich mal was von Stephenie Meyer gelesen habe :mrgreen:

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  5. Sarah schreibt:

    Musst du auch nicht. Die Bücher haben mir als Teenager damals gut gefallen, bevor der Hype um die Filme ausbrach – danach hab ich sie gehasst!
    Na ja bei kommt meistens ein Typus Mann vor, vorzugsweise war das immer die männliche Hauptfigur die moralisch sehr integer wirkte mit einer fast antiquierten Moral und meistens sehr schön – eben so ein Popkultur-Jesus. Bei Twilight war es Edward und in Seelen hieß der Typ Ian.

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  6. Tintenhain schreibt:

    Ich hab das Buch nach 80 Seiten abgebrochen – etwas, was ich selten tue. Ich fand es furchtbar langweilig. Und die Protagonistin ging mir tierisch auf die Nerven. 🙂

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  7. linnetmoss schreibt:

    She’s the one who wrote the „Twilight“ books, right? I read a couple of those and enjoyed the romance elements, but there’s not much depth.

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  8. Servetus schreibt:

    I would have been interested in the comparison also. After two Twilight novels and two films consumed for the sake of being able to make culturally literate remarks to my students, I was so done. But she has a gift for the cliffhanger, I thought (not unlike Dan Brown).

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  9. CraMERRY schreibt:

    @Serv: Leiden im Namen der Pädagogik. Du bist wahrlich tapfer 😆

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  10. Servetus schreibt:

    I noticed how useful it was when I could make Harry Potter allusions — but that was sort of wearing off and Twilight seemed like the next thing. But HP was worthwhile. Twilight .. not so much 🙂

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  11. CraMERRY schreibt:

    @Serv: ich habe mich lange gegen HP gesträubt, weil ich den Hype unter den Erwachsenen so blöd fand. Für mich war es ein Jugendbuch und ich war ja schon „erwachsen“. Nichtsdestotrotz ist es klasse geschrieben. Wenn auch für Kinder/Jugendliche 😉

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  12. Servetus schreibt:

    I taught a lot of religious history — it was useful for discussing that (e.g., what is the difference between religion, magic/witchcraft, and science?). Also there are a few really useful, quotable lines. The other issues with Twilight was that it was mostly a girl thing; only the women got the allusions if I made them. In the end, though, the generation where every single kid was reading the books eventually graduated from university. It’s still useful but not as comprehensively. Twilight, though — I had the impression that it disappeared from relevance rather quickly. When I asked my last group of students, they couldn’t really a cite a book that everyone had read or a tv show everyone had watched. Maybe the Marvel films.

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  13. Herba schreibt:

    @Sarah: Ah, okay. Den gibt es in dem Buch auch. Lehrer, Sportcoach, fährt regelmäßig nach Mexiko, um dort humanitäre Hilfe zu leisten, verliebt sich auf den ersten Blick in die Spezialistin, obwohl sie kein absoluter Hingucker ist und will mit ihr bis an den Rest ihrer Tage zusammen sein. Außerdem hat er quasi für alles, was sie tut Verständnis, auch wenn er ansonsten Gewalt verabscheut…seinen Namen hab ich leider vergessen, aber Jesus war’s nicht 😉

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  14. Herba schreibt:

    @Tintenhain: Das kann ich gut nachvollziehen, auch wenn es bei mir nicht ganz so schlimm war 🙂

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  15. Herba schreibt:

    @linnetmoss: Yes, that’s her

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  16. Herba schreibt:

    @Serv: what a cool teacher!!!

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  17. Sarah schreibt:

    Ja! Gleiches Muster wie bei Edward Cullen oder Ian aus The Host

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  18. Herba schreibt:

    @Sarah; Sehr, sehr unrealistisch. Und ob man als Frau so nen Typ längerfristig an seiner Seite haben wollte, lasse ich nun auch mal dahingestellt 🙂

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  19. Sarah schreibt:

    Für die Damen ist es dann gleich die ganz große Liebe xD Wobei ich gestehen muss das ich Ian und Wanda in The Host sogar ganz niedlich zusammen fand =)

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  20. Herba schreibt:

    @Sarah: Die Dame in dem Buch ist erstmal ziemlich skeptisch, weil sie sich selbst für nicht besonders liebenswert hält, aber weil der gute so hartnäckig ist, läßt sie sich überzeugen 🙂

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  21. Sarah schreibt:

    Och das sind die Immer. bella hat auch immer diesen Riesenminderwertigkeitskomplex und Wanda ist als Außerirdische >Seele< immer mit diesem ganzen "Ich bin ein Parasit"-Komplex behaftet. Da sind die Herren dann immer hartnäckig.

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  22. Herba schreibt:

    @Sarah: Klingt nach einer Schablone, in die die Autorin alle ihre Geschichten preßt. Im Fall von ‚The Chemist‘ ist das wirklich schade, weil die Idee des Buches durchaus Potential hat

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  23. Sarah schreibt:

    Durchaus – nun ja sie hatte mit genau diesem Konzept bei Twilight Erfolg, bei The Host bekam sie schon Kritik und hat sich bisweilen wie ein zänkisches kleines Kind verhalten – besonders, das vieles in The Host an einen SiFi-Film aus den 50er Jahren erinnerte. Da wundert es mich, dass sie jetzt wieder mal was geschrieben hat. Zumal sie ja ihre eigenen Buchverfilmungen Produziert hat.

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  24. Herba schreibt:

    @Sarah: Schade, wenn sich erfolgreiche Schriftsteller so gar nicht weiterentwickeln können. Aber ich schätze, wenn die Fanbase groß genug ist, verkaufen sich die Bücher trotzdem erstmal gut.

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