Holy Island (DCI Ryan Mysteries, #1) von L.J. Ross

Auf Lindisfarne, einer englischen Insel vor der Küste Northumbrias, wird eine junge Frau ermordet aufgefunden.
Da es keine eigene Polizeistation auf der Insel gibt, springt Detective Chief Inspector Maxwell Ryan ein, der nach einem schwierigen Fall dazu gezwungen wurde Urlaub zu nehmen, bis er wieder diensttauglich ist, und beginnt zu ermitteln.
Über Dr. Anna Taylor, die ihm als psychologische Beraterin zur Seite gestellt wird, ist Ryan nicht besonders glücklich und daß Anna ursprünglich von der Insel kommt und viele der Menschen dort persönlich kennt, gefällt ihm genauso wenig, doch wenn er weiter ermitteln will, muss er sich mit der jungen Medizinerin abfinden.
Als die nächste Leiche gefunden wird, wird die Suche nach dem Mörder immer dringlicher…

Ich war der Meinung, daß ich auf Servetus Blog auf ‚Holy Island‚ von L.J. Ross aufmerksam wurde, weil die Autorin nach eigener Aussage Richard Armitage als Inspiration für ihren Inspector Ryan benutzt hat, aber ich finde den Post gerade nicht wieder.
Mein Interesse war jedenfalls geweckt und ich fand es schön, daß manche Mechanismen des Fangirlens noch funktionieren, auch wenn das Fangirlen an sich zur Zeit eher wenig funktioniert.
Dabei hat aber durchaus auch geholfen, daß man mich mit englischen Krimis sowieso ganz gut hinter dem Ofen vorholen kann.
Die Insel Lindisfarne war mir aus einem anderen literarischen Umfeld bekannt und ich denke, daß die Autorin den Lokalkolorit gut hinbekommen hat.
Mir haben die Beschreibungen der Insel, der Bewohner und der äußeren Umstände jedenfalls gut gefallen.
Maxwell Ryan erschien mir zuerst einer dieser schwermütigen, britischen Ermittler zu sein, die nach einem Fall in den sie zu tief hineingezogen wurden, kurz vor der Säuferleber und/oder dem Selbstmord stehen.
Zum Glück hat sich das nicht ganz bewahrheitet!
Ryan hat zwar einen schwierigen Verlust zu verarbeiten, der auch mit seiner Arbeit zusammenhängt, aber man bekommt als Leser die ersten Schritte in ein etwas normaleres Leben mit und kann sich durchaus vorstellen, daß der Inspektor nicht schwermütig und allein endet.
Was sein Aussehen angeht, hatte ich, dank der Beschreibung der Autorin, wirklich Mr. Armitage vor Augen, was beim Lesen sicher nicht schaden kann.
Anna konnte ich anfangs schwer einordnen, aber je mehr ich über sie erfahren habe, desto mehr mochte ich sie. Sie ist kein Superweib, steht aber ihren Mann und kann ziemlich hartnäckig werden, wenn sie das Gefühl hat, daß sie aufgrund ihres Geschlechts in Watte gepackt werden soll.
Zusammen mit Ryan gibt sie ein gutes Ermittlergespann ab und L.J. Ross hat es geschafft mich auf weitere Krimis mit dem Duo neugierig zu machen!
Der Schreibstil der Autorin ist auch für mich als Nicht-Muttersprachlerin angenehm zu lesen und die Krimihandlung fand ich sowohl spannend als auch stellenweise wirklich überraschend.
Daher kann ich diesen englischen Krimi, den es unter dem Titel ‚Ein gefährlicher Kult‚ mittlerweile auch auf deutsch zu lesen gibt, durchaus weiterempfehlen und ich werde definitiv irgendwann auch den zweiten Teil der Reihe lesen!

Die DCI-Ryan-Krimireihe:
Holy Island (Ein gefährlicher Kult)
Sycamore Gap
Heavenfield
Angel
High Force

Die Homepage der Autorin
Die Autorin bei Facebook

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Bücher, Krimi abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Antworten zu Holy Island (DCI Ryan Mysteries, #1) von L.J. Ross

  1. Servetus schreibt:

    Funny. I remember that, too, now that you mention it. My library page shows I searched for the title and didn’t find it in our library. Now I definitely want to read it, too!

    Gefällt mir

  2. Guylty schreibt:

    Klingt wieder mal nach einer guten Empfehlung von dir. Ich sollte mehr lesen…

    Gefällt mir

  3. Hariclea schreibt:

    Downloaded aufm Kindle 😊 bin mal gespannt

    Gefällt mir

  4. Herba schreibt:

    @Servetus: Ich hätte wirklich schwören können, daß ich das bei Dir gelesen hatte….

    Gefällt 1 Person

  5. Herba schreibt:

    @Guylty: Lesen ist immer gut, besonders wenn man RAs Stimme im Ohr hat, wenn zum Beispiel das Wort ‚Lindisfarne‘ vorkommt :mrgreen:

    Gefällt mir

  6. Herba schreibt:

    @Hari: Kannst ja mal berichten, ob das Kopfkino beim lesen funktioniert hat

    Gefällt mir

  7. Guylty schreibt:

    Oh, wo hat er das gesagt? In Lords of the North?
    Sitze am Flughafen und habe mir gerade sage uns schreibe zwei Bücher gekauft. Hab schon ewig nicht mehr richtig gelesen. Ich freu mich richtig…

    Gefällt mir

  8. Herba schreibt:

    @Guylty: Ja, da kommt das Kloster öfter mal vor.
    Na, da wünsche ich schonmal viel Spaß beim Lesen!!! (Bücher kaufen ist bei mir nie das Problem, nur das Lesen 😉 )

    Gefällt mir

  9. Guylty schreibt:

    Hab gestern sofort mit einem der gekauften Bücher losgelegt. Liest sich so gut, dass ich am liebsten jetzt weiterlesen würde, statt hier doof zu arbeiten…

    Gefällt mir

  10. Herba schreibt:

    @Guylty: Oh, das klingt gut. Was ist es denn, wenn ich fragen darf?

    Gefällt mir

  11. Guylty schreibt:

    Och, totales Entertainment: „Nice Work“ von Celia Imrie. Klang irgendwie amüsant und leicht – und ist es auch 😉 Dann hab ich noch Graham Nortons Debütroman mit, und als Kontrastprogramm: Julie Zeh „Corpus Delicti“. Ich war etwas optimistisch, was die Zeit zum Lesen angeht. Sieht jetzt so aus, als würde ich mehr arbeiten müssen…

    Gefällt mir

  12. Herba schreibt:

    @Guylty: Klingt gut!
    ‚Holding‘ von Graham Norton?
    Von Julie Zeh hab ich seit einiger Zeit ‚Unterleuten‘ auf meinem Kindle, aber ich hab mich noch nicht rangetraut….
    Oh, das ist doof! Hoffentlich kommst Du trotzdem noch ein wenig zum Ausspannen!

    Gefällt mir

  13. Guylty schreibt:

    Ja, Holding. Bin zwar gestern auf dem Flug gleich halb durch die Celia Imrie-Schmonzette durchgekommen, aber hab Norton noch nicht angefangen. Julie Zeh könnte auch etwas schwieriger werden…

    Gefällt mir

  14. Herba schreibt:

    @Guylty: Das will ich demnächst auch mal lesen. Ich mag den Mann 🙂
    Zum Glück werden Bücher ja nicht schlecht, aber wenn man sich auf eins freut und nicht dazu kommt, ist das immer frustrierend :/

    Gefällt mir

  15. Guylty schreibt:

    ja, leider. Aber immerhin ist es auch wieder gut, wenn ich mal wieder Lust aufs Lesen habe… Ist schon lange her, dass ich mal ein Buch zur Hand genommen hatte…

    Gefällt 1 Person

  16. Pingback: Montagsfrage: Das bisherige Lesehighlight des Jahres? | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s