Boston (Originalversion)

Boston‚ versucht den Anschlag auf den Boston Marathon am 15. April 2013 (= der alljährliche Patriot’s Day) und die darauf folgende Suche nach den Tätern zu rekonstruieren.
Dabei steht der fiktive Polizist Tommy Saunders (Mark Wahlberg) im Fokus, der als einer von vielen Sicherheitskräften die Marathonstrecke bewacht und ganz in der Nähe ist, als eine der beiden Bomben explodiert…

Ich finde, daß immer einige Zeit vergehen sollte, bis sich Filme oder Serien mit historischen Begebenheiten auseinandersetzten und ich bin nicht ganz sicher, ob im Fall von ‚Boston‘ die Zeit schon reif war, denn es sind nur knapp drei Jahre vergangen.
Aber sei es drum. Es gibt den Film und ich habe ihn gesehen.
Die Nachrichtenbilder rund um den Anschlag und die Täter hatte ich noch recht gut im Kopf, allerdings hatte ich mir im Vorfeld keinen Trailer zum Film angeschaut und mich auch sonst nicht weiter über den Ansatz des Films informiert.
Von daher fand ich das Geschehen schon relativ überzeugend dargestellt, auch wenn ich natürlich mittlerweile weiß, daß Tommy Saunders nicht existiert.
Die Szenen nach dem Anschlag sind teilweise blutig, aber zum Glück nicht effektheischend oder zu überzogen und auch die Actionszenen, die aus der Verfolgung der beiden Verdächtigen resultieren, driften nie zu sehr ins Actiongenre ab.
Schauspielerisch liefert der ganze Cast eine solide Leistung ab, aber herausragend agiert keiner, auch wenn ja teilweise sehr bekannte Schauspieler wie John Goodman, Michelle Monaghan, Michael Beach und Kevin Bacon beteiligt sind.
Positiv überrascht hat mich der sparsame Einsatz von Pathos im Film, der zwar nicht gänzlich fehlt (alles andere hätte mich aber auch wirklich sehr, sehr überrascht!), aber eher zurückhaltend eingesetzt wird.
Auch von der Filmmusik habe ich mich nicht erschlagen gefühlt und die allgemeine Inszenierung der Szenerie fand ich gelungen.
Insgesamt ist ‚Boston‘ für mich ein Film, den man anschauen kann, den man aber nicht gesehen haben muss!

Kleine Randnotiz: Als wir aus dem Kino kamen, haben wir darüber diskutiert, wie es kommt, daß wir uns an die Namen der Täter, nicht aber an die der Opfer erinnern können und wie falsch sich das eigentlich anfühlt.
Da im Film die drei Todesopfer des Anschlags Krystle Campbell, Lü Lingzi und Martin Richard nicht namentlich erwähnt werden, habe ich in diesem Post bewußt auf die Namen der beiden Täter verzichtet.

Ein englischer Trailer

Ein deutscher Trailer

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6 Antworten zu Boston (Originalversion)

  1. Servetus schreibt:

    yes. Let their names be forgotten.

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  2. linnetmoss schreibt:

    It is hard to watch this kind of show…knowing that it isn’t fiction, or at least that the sadness behind it is real.

    Gefällt mir

  3. Herba schreibt:

    @linnetmoss: Yes, absolutely!!!

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  4. Hariclea schreibt:

    hm.. na dann zur Ende der Reihe, erstmal will ich Logan sehen , hoffe ich komme dazu und ein paar andere, Trainspotting 2 habe ich verpasst aber werde es auch amazon prime nachholen wenn es da ist 🙂

    Gefällt 1 Person

  5. Esther schreibt:

    Ok, also nicht ein übertriebener, über emotinaler „USA is the best country in the world“ Film? Da kann ich es mir vielleicht auch Mal ansehen… 😉 Schön, dass Du die Namen der Täter nicht nennst!

    Gefällt 1 Person

  6. Herba schreibt:

    @Esther: Nein, so kam es bei mir nicht an. Da bin ich von amerikanischen Filmen weit schlimmeres gewöhnt!

    Gefällt 1 Person

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