Ist das Leben nicht schön?

George Bailey (James Stewart) ist eigentlich ein positiver und pflichtbewußter Mensch, tut viel für andere und führt die Bausparkasse, die sein Vater (Samuel S. Hinds) gegründet hat, mit viel Herz und Güte.
Doch als ausgerechnet am Weihnachtsabend 8000 Dollar, die Georges Onkel und Mitarbeiter Billy (Thomas Mitchell) zur Bank bringen sollte, verschwinden und das Unternehmen vor der Pleite steht, verliert George seinen Lebensmut und will sich das Leben nehmen.
Da naht Hilfe in Form des Engel Clarence (Henry Travers), der sich mit der Rettung von George endlich seine lang ersehnten Flügel verdienen möchte. Clarence zeigt dem verzweifelten Mann, was aus der Welt geworden wäre, wenn es ihn nicht gegeben hätte.
Wird das George seinen Lebensmut zurückgeben?

Ist das Leben nicht schön?‚ ist mittlerweile so etwas wie ein Weihnachtsklassiker, obwohl er bei Erscheinen 1946 zum kommerziellen Flop wurde.
Ich war eigentlich der Meinung, daß ich diesen Film noch nie gesehen habe und diese Bildungslücke dringend mal schließen müßte, aber als ich vor ein paar Tagen die DVD in den Player schob, kamen rudimentäre Erinnerungen an so manche Szene auf und es wurde klar: Den Film kenne ich doch!
Wieso ich den wunderbaren George Bailey, die zumeist zauberhaften Bewohner von Bedford Falls und den scrooge-igen Mr. Potter (Lionel Barrymore) vergessen habe, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel…
George ist eine Figur, die wirklich zu gut für die Welt ist. Mit zwölf rettet er seinen kleinen bruder vorm Ertrinken und verliert dabei das Gehör auf einem Ohr.
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, sagt er seine lang ersehnte Weltreise ab und führt die Geschäfte weiter und als sein kleiner Bruder nach dem Collegeabschluss nicht wie geplant das Familiengeschäft übernimmt, begräbt George seine Träume vom College und Studium und bleibt in der Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist.
Dabei bleibt er so heroisch tapfer, das er mir beim Zuschauen wirklich leid tat!
James Stewart spielt diese Figur aber auch mit so viel Sympathie, daß man ihn einfach gern haben muss.
Gut gefallen hat mir auch Donna Reed, als George’s spätere Frau Mary.
Und am meisten gelacht habe ich vermutlich über Onkel Billy und Clarence, den Engel, der mich ein wenig an Droopy, den Cartoon-Hund erinnert.
Der Film ist schon kitschig, aber er ist eben auch humorvoll, ironisch und er verbreitet so viel optimistischen Glauben an das Gute im Menschen, daß man ihn einfach mögen muss.
Ich jedenfalls mag ihn sehr, werde ihn nun sicher in mein traditionelles Weihnachtsfilm-Repertoire aufnehmen und definitiv nicht mehr vergessen, daß ich ihn kenne!

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6 Antworten zu Ist das Leben nicht schön?

  1. Servetus schreibt:

    LOL, zu kitschig für mich, man kann es hier aber zu dieser Jahreszeit nicht vermeiden. Fröhliche Weihnachten dennoch!

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  2. tarlucy schreibt:

    Einer meiner Lieblingsfilme…Ich liebe James Stewart…Und weihnachten muss es irgendwie kitschig sein…schöne Feiertage…LG

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  3. Herba schreibt:

    @Serv: Hier hätte man den Film dieses Jahr auch zwei oder drei Mal im Fernsehen schauen können – in der nachkolorierten Fassung.
    Danke schön :*

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  4. Herba schreibt:

    @Tarlucy: Ich habe auch sonst ab und zu nichts gegen Kitsch 🙂
    Danke, die wünsche ich Dir auch!!!

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  5. tarlucy schreibt:

    Das stimmt…so manchmal braucht man einfach mal eine gesunde Portion Kitsch.LG 🙂

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  6. Esther schreibt:

    Manchmal braucht man eben Kitsch im Leben… ja, ich mag diesen Film auch sehr gerne! 🙂

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