Weinberg

Ein junger Mann (Friedrich Mücke) wacht in einem Weinberg auf. Ihm tropft etwas ins Gesicht und er kann sich an nichts erinnern, noch nicht einmal an seinen Namen.
Über ihm hängt eine junge tote Frau in den Reben und das, was ihm ins Gesicht tropfte, ist ihr Blut.
Verstört macht er sich auf den Weg, um Hilfe zu suchen und stößt dabei auf ein Dorf am Fuß des Weinbergs, wo er den Leichenfund beim Bürgermeister (Arved Birnbaum) und Besitzer des Dorfgasthofs meldet.
Die Dorfbewohner suchen gemeinsam die Umgebung ab, doch es läßt sich keine Leiche finden. Immer noch verwirrt bleibt der Mann im Dorf und nimmt am Weinfest teil, wo er auch die junge Weinkönigin Sophia (Sinha Melina Gierke) kennenlernt und als die Leiche vom Weinberg identifiziert.
Woher kommen die Visionen des Mannes, wieso hat er sein Gedächtnis verloren und was will ihm der Junge (Jonah Rausch) sagen, der ihm auf dem Weinberg begegnet ist, als er dort aufwachte?

Es war mal wieder Zeit mich an einer deutschen Serie zu versuchen und da für ‚Weinberg‚ gerade relativ viel Werbung gemacht wurde und ich den Hauptdarsteller ganz nett finde, habe ich mir die sechs Folgen der Mysterie-Serie zu Gemüte geführt.
Noch vor zwei Jahren hätte ich vermutlich geurteilt, daß das Beste an der Serie der nakte Hintern von Friedrich Mücke war, den der Zuschauer schon in der ersten Folge in Action präsentiert bekommt, aber entweder werde ich mit zunehmendem Alter milder oder ich gebe mir mehr Mühe, um eine etwas differenzierte Meinung auf meinem Blog wiederzugeben, von daher fällt das Fazit doch etwas positiver aus.
Allerdings fand ich gerade die drei ersten Folgen schwierig anzuschauen, weil mir die Art Spannung zu erzeugen etwas auf den Keks ging und für mich auch nicht wirklich funktioniert hat.
Denn dauerhafter Nebel, der pseudogeheimnisvoll durchs Bild wabbert und Figuren, die sich bedeutungsschwangere oder verstörte Blicke zuwerfen, bringen eben nur sehr bedingt Dramatik in eine Geschichte.
Und die Hintergrundmusik, die mir als Zuschauer quasi per Holzhammermethode suggerierte, daß ich überspitzt gesagt doch bitte jetzt mit dem Nägelkauen anfangen soll, war auch recht übertrieben.
Außerdem fand ich die Einführung der einzelnen Figuren relativ langatmig und auch ein wenig unübersichtlich.
Erst ab der vierten Folge hatte ich den Eindruck, daß das alles etwas besser wurde oder es setzte ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, auf jeden Fall fiel es mir weniger negativ auf und zum Ende hin, kam dann wirklich mal echte Spannung bei mir auf, auch wenn ich mittlerweile erahnte, wie des Rätsels Lösung aussehen könnte.
Friedrich Mücke ist meiner Meinung nach ein guter Schauspieler, wirkte hier allerdings über weite Stellen (mal wieder) etwas unterfordert.
Antje Traue, die die junge Frau des Bürgermeisters spielt und die ich aus ‚Der Fall Barschel‚, ‚Mordkommission Berlin‚ und ‚Berlin Station‚ kenne, scheint mir gerade auf Rollen als kapriziöse, leicht nervöse und verruchte Dame festgelegt zu sein und spielt das mit der nötigen Zickigkeit.
Jonah Rausch und Sinha Melina Gierke haben mir gut gefallen und vor allem Rausch macht seine Sache wirklich sehr gut!
Der restliche Cast ist gut gewählt, aber die Figuren waren mir alle so unsympathisch, dass sich das ein wenig auf die Schauspieler übertragen hat, daher sage ich lieber nichts zu jedem Einzelnen.
Die Story war definitiv gut und wußte mich in der zweitel Hälfte zu fesseln, aber bei der Umsetzung haperte es meiner Meinung nach stellenweise doch sehr.
Trotzdem finde ich es lobenswert, daß sich ein deutscher Sender an so ein ambitioniertes Projekt, das sich etwas vom Einheitsbrei deutscher Serien absetzt, herangewagt hat!
Insgesamt kann man sich ‚Weinberg‘ also durchaus anschauen, auch wenn die Serie mit internationalen Topserien nicht ganz mithalten kann.

Der Trailer zur Serie

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