American Odyssey (Originalversion)

Sergeant Odelle Ballard (Anna Friel) ist mit ihrem US Special Operations Team auf einer Mission in Mali, als sie über stark verschlüsselte Daten stolpert, die einen großen amerikanische Konzern der Terrorismusfinanzierung überführen.
Kurze Zeit später wird Ballards Team angegriffen und sie ist die einzige, die überlebt. Auf sich allein gestellt versucht sie nun, sich nach Amerika durchzuschlagen.
Zur gleichen Zeit wird der ehemalige Staatsanwalt Peter Decker (Peter Facinelli) auf schwere Fälle von Korruption bei seiner neuen Firma aufmerksam und dem politischen Aktivist Harrison Walters (Jake Robinson) werden von einem Hacker mails von Odelle Ballard zugespielt, die eine Vertuschungsaktion innerhalb des amerikanischen Militärs belegen…

Als ‚American Odyssey‚ von der BBC gezeigt wurde, war ich vor allem neugierig auf Anna Friel, die gerade mit einem meiner Lieblingsschauspieler einen Film drehte und von der ich bis dahin so gut wie nichts gesehen hatte.
Aber da ich von Haus aus Serien über Verschwörungen, Terrorismus, etc. schaue, wäre ich vermutlich sowieso irgendwann auch über diese Serie gestolpert.
Spannend fand ich hier besonders die drei verschiedenen Handlungsebenen, die dem Zuschauer das Geschehen aus Odelles, Peters und Harrisons Sicht vermitteln.
Dabei war Odelles Erzählstrang definitiv der spannendste für mich, weil bei ihr einfach am meisten passierte.
Peters Teil der Geschichte ging mir ehrlich gesagt ein wenig auf die Nerven, was aber zumindest teilweise auch an Peter Facinellis Darstellung lag, die ich ein wenig blass und eindimensional fand, weil der Mann gefühlt nur drei Gesichtsausdrücke drauf hat.
Harrison Walters ist als Figur relativ spannend und Jake Robinson liefert meiner Meinung nach eine solide schauspielerische Leistung ab.
Von Anna Friel war ich leider eher enttäuscht als begeistert. Erstens fand ich sie für diese Rolle nicht unbedingt passend, wobei sie die zähe Soldatin schon halbwegs glaubhaft spielt. Zweitens fand ich auch ihre Art der Darstellung leicht eindimensional. Natürlich steht ihre Figur unter einer Menge Anspannung, fürchtet um ihr Leben und versucht alles, um nach Hause zu ihrer Familie zu kommen.
Sie weiß ganz genau, daß sie von Killern verfolgt wird und vorsichtig sein muss und ich hätte erwartet, daß das eine Menge Emotionen hervorruft, die ich in ihrer Darstellung entweder gar nicht gesehen oder teilweise nicht wirklich gut dargestellt fand. Dabei kann ich aber nicht ermessen, ob das am Drehbuch, an den Verantwortlichen hinter der Kamera oder tatsächlich an Friel selber liegt.
Die Landschaftsaufnahmen waren manchmal sehr beeindruckend, auch wenn hier natürlich nicht das Hauptaugenmerk lag und in Nebenrollen waren einige bekannte Fernsehgesichter aus den USA und Großbritannien zu sehen.
Die Geschichte an sich, fand ich in Ordnung, wenn auch nicht besonders innovativ.
Natürlich kommt keine amerikanische Serie, die sich in Militärkreisen bewegt, ohne Klischees, Patriotismus, Heldenverehrung und allgemeiner Schwarz-und-Weiß-Malerei aus, aber das war hier nicht so schlimm, daß es mich sehr gestört hätte.
Das Ende ist so konzipiert, daß die Möglichkeit einer weiteren Staffel gegeben gewesen wäre, allerdings ist das Ende nicht so offen, daß es irgendwie unbefriedigend ist, denn mittlerweile ist die Serie nach den ersten 13 Folgen eingestellt worden.

‚American Odyssey‘ bei NBC
‚Odyssey‘ bei RTLcrime
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

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