Musik am Samstag, die Achtundfünfzigste

Diese Woche habe ich relativ viel über die deutsche Sprache an sich und über meinen Dialekt im Besonderen nachgedacht und auch so manche Unterhaltung deswegen geführt.
Und vorgestern bei einem 85. Geburtstag, wo seit langer Zeit mal wieder ganz viel reiner Dialekt, wie er heute immer seltener wird und der mich an meine Kindheit erinnert, gesprochen wurde, habe ich mal wieder gemerkt wie wohl ich mich dabei fühle.
Da stellt sich einfach sofort ein Gefühl von Nachhausekommen ein und ich bin ein bißchen traurig, daß die Fähigkeit Dialekt zu sprechen immer weniger wird und irgendwann vermutlich ganz ausstirbt.

Eine weitere Erkenntnis der Woche ist, daß die meisten Menschen belastbarer sind, als sie denken und man mit mehr zurechtkommen kann, als man je dachte (und wollte). Und von daher paßt das neueste Video der ‚Welthits auf Hessisch‘, über die ich hier schon einmal berichtet hatte, wunderbar.

Habt alle ein schönes WE und laßt euch nicht nass regnen!

Isch werd’s überlebe – Welthits auf Hessisch

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21 Antworten zu Musik am Samstag, die Achtundfünfzigste

  1. CraMERRY schreibt:

    Isch will dei Fress hiar nimma sehn…. 😂
    Schönes WE!

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  2. Guylty schreibt:

    Genau die Textzeile wollte ich auch gerade zitieren, CraMERRY, un-ge-lo-gen!!! 😂 das ist doch tatsächlich das Lieblingslied des Töchterleins. Ob sie wohl mit dem Hessisch klarkommt? Ich habs ihr mal weitergeleitet.
    Und ansonsten – ich habe diese Woche einiges über Sprache nachgedacht. Gestern habe ich mal die Probe aufs Exempel gemacht und den englisch muttersprachlichen Gatten ein paar ausgewählte Testsätze sprechen lassen. Darunter „Verdammt, was hast du getan“ und etliche Male „Auguststraße 40“. Er hat das ausgesprochen gut gemeistert. Es *ist* also möglich *grins*.
    Das mit dem Dialekt finde ich übrigens auch so. Ha, dabei spreche ich nicht mal Dialekt, sondern habe nur einen Akzent. Wenn ich nach langen Unterbrechungen dann wieder nach Norddeutschland komme, ist es immer ein wahres Vergnügen, die vertrauten Töne um mich zu hören. Ja, das hat was von Wohlfühlen und Heimat. Es ist tief in uns verankert, und selbst die Distanz kann einem so etwas nicht nehmen. Schade, dass das die Jugend der Zukunft so nicht mehr erleben wird…

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  3. CraMERRY schreibt:

    @Guylty: Mich wundert das kein Stück. Es bestätigt die „gleiche Welle“ aufs Schönste 😆
    So, eingecheckt ✈️

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  4. Elanor schreibt:

    Isch weds ibberleebe… GENIAL!
    Das beschreibt auch etwas meine Woche. Ich hoffe es geht dir gut und wünsche dir ein angenehmes Wochenende. 🙂

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  5. Guylty schreibt:

    Cool – ich auch, schon gestern. Muss nun noch was zu Ende arbeiten und dann noch was einkaufen für morgen. Immer dieser Stress.

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  6. CraMERRY schreibt:

    @Guylty: und ich schaue meiner Wäsche noch beim Trocknen zu. Habe gerade meine Kind genötigt, den Koffer zu leeren 😁

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  7. Guylty schreibt:

    Wie war es denn? Die Woche hier war ja extrem kurz! 😦

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  8. CraMERRY schreibt:

    Hat ihr nach dem stressigen Einstieg gut gefallen. Waren im Ashford House untergebracht und dort war es nur eng. Die Lage extrem zentral: vorne Strasse hinten Baustelle. Überhaupt fand sie, ganz Dublin sei eine solche. Trinity College hat sie schwer beeindruckt und vorgestern sind sie auf Howth rumgetigert. Dachen, sie schaffen die Umrundung, haben sich dann aber ein wenig verschätzt 😂 Und hatten abends dann noch so einen Tanzabend, der höllisch Spass gemacht hat. Sie meinte gestern 2-3 Tage mehr wären schön gewesen. Dann hätte man alles etwas entspannter angehen können. Das Guiness hat ihr jedenfalls geschmeckt.
    Ach, da fällt mir ein: ich bin vielleicht doof: SIE hätte mir ja den Tee mitbringen können. Ich werde langsam auch weich in der Birne….. 😂

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  9. Guylty schreibt:

    Oh scheiße, gut dass du den Tee erwähnst. Den muss ich noch holen. Was war das jetzt? Twinings English Breakfast in Beuteln?
    Und ja, derzeit ist Dublin absolut grauenhaft. Die bauen hier eine Straßenbahnverbindung MITTEN durch die Innenstadt. Hässlich, staubig, laut. Ich mag schon gar nicht mehr in die Stadt gehen.

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  10. CraMERRY schreibt:

    Ja, genau der. Ich glaube, da sind 100 Säckchen drin. Aber nur, wenn du eh nochmal weg musst bitte.

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  11. Guylty schreibt:

    Ja, ich muss sowieso noch mal los. Muss dringend was kaufen. Und bin glücklicherweise gerade mit meiner Arbeit fertig geworden. Puh.

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  12. Camassia schreibt:

    Ups, jetzt bin ich heute schon zum zweiten Mal hier…!
    Aber bei diesem Musiktipp konnte ich nicht widerstehen, das ist klasse! „Jetzt mach disch abb…“, das ist wirklich aus dem hessischen Leben gegriffen. Vielen Dank!

    In meinem Wohnort sprechen noch viele südhessischen Dialekt, auch die Jüngeren, und durch Traditionen wie Kerb wird das auch noch richtig kultiviert. Ich schaue mir das eher von außen an, habe nie so richtig Platt gesprochen, da meine Eltern aus Baden zugezogen sind. Aber dennoch ist das Heimat für mich, merkt man aber erst „in der Fremde“. Habe mal ein paar Jahre im schönen Oberschwaben gewohnt und hatte ein paar Arbeitskollegen, mit denen ich mich ganz normal unterhalten konnte. Erst nach einer Weile fand ich heraus, dass sie aus Hanau/Frankfurt kommen, war also kein Wunder. Dieses Vertraute, Gewohnte inmitten von einem anderen, sehr präsenten Dialekt, war irgendwie das Erweckungserlebnis für mich: ich bin eine Hessin!

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  13. Herba schreibt:

    @CraMERRY: Danke, Dir wünsche ich eine wundervolle Ferienwoche!!!

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  14. Herba schreibt:

    @Guylty: Das zeigt vermutlich, daß Du und CraMERRY sehr stark auf einer Welle schwimmt!
    Hihi, erzähl dann mal, was Töchterlein dazu gesagt hat 🙂 Davon, daß Dein Mann das relativ gut meistert, wäre ich jetzt ungeschützt ausgegangen, einfach weil er ja vermutlich öfter mal Deutsch im Ohr hat und es dann besser reproduzieren kann?
    Ja, um den Niedergang des Dialekts traure ich wie gesagt auch und leider ist es auch hier wie in anderen Bereichen: Die, auf die man am leichtesten verzichten könnte, halten sich am hartnäckigsten 😉

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  15. Herba schreibt:

    @Elanor: Oh je, vielleicht lag die Seuchenwoche am aufkommenden Vollmond? Ach klar, Unkraut vergeht nicht 😉 Ich hatte nur eine ziemlich ungute Situation am Arbeitsplatz, die immer noch nicht gelöst ist und mache mir etwas Sorgen um ein Mitglied der Verwandtschaft, das gerade harte Zeiten durchmacht….
    Danke, ich hoffe, Du konntest dich gut erholen und bist gut in die neue Woche gestartet!?!

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  16. Herba schreibt:

    @Camassia: HA! Noch jemand, der weiß wovon ich rede 🙂

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  17. Elanor schreibt:

    Danke der Nachfrage. Ich bin heute recht gut gestartet, hänge aber jetzt (wegen der Zahn-OP) eine Woche hinter den anderen her… Zum Glück gehe ich eigentlich sehr gerne zur Arbeit, also alles gut. Bei sagt man: “ I hebbs iwwerschdona.“ 🙂 „Awwa ball schätzt niemand me so.“ 😦

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  18. Herba schreibt:

    @Elanor: Das freut mich! Ist denn mit der Zahn-OP jetzt wenigstens alles gut, oder mußt Du nochmal zum Zahnklemptner deswegen?

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  19. Esther schreibt:

    Ha! Wunnerbar!! 🙂

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  20. Elanor schreibt:

    @ Herba: Oh, ich fürchte noch ganz oft. Heute zum Beispiel 😉

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  21. Herba schreibt:

    @Elanor: Oh je, dann hoffe ich mal, daß Dein Arzt nett und kompetent ist und Du keine Angst vor Besuchen bei ihm hast!

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