Als unsere Herzen fliegen lernten von Iona Grey

England, 2011:
Jess, eine junge Frau aus problematischer Familie, flieht vor ihrem gewalttätigen Freund und rettet sich in ein altes, leer stehendes Haus.
Dort findet sie eine Schachtel voller alter Briefe, die ein Mann namens Dan an eine Frau namens Stella geschrieben hat.
Gebannt beginnt Jess zu lesen und kann sich von der Liebesgeschichte, die sich vor vor ihr ausbreitet und vor dem Hintergrund des 2. Weltkriegs abspielte, kaum noch losreißen.
Gab es für Stella und Dan ein Happy End? Und wird es Jess gelingen, wieder auf die Beine zu kommen, ohne sich ständig vor ihrem Freund verstecken zu müssen?

Eigentlich suche ich mir meine Lektüre nicht nach dem Cover aus, aber beim Debütroman von Iona Grey fand ich den Umschlag so schön, daß ich es einfach lesen mußte.
Zum Glück sprach mich letztendlich auch der Inhalt an und es war auch mal wieder an der Zeit für einen schönen Liebesroman.
Die Autorin hat einen gut lesbaren, flüssigen Schreibstil, der es mir sehr einfach machte, in die Geschichte zu finden.
An ein paar Stellen im Buch hätte ich mir vielleicht einen etwas weniger ausschweifenden Stil gewünscht, aber zum Glück driftete Iona Grey für meinen Geschmack nie wirklich in Geschwätzigkeit ab.
Sie erzählt ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen, 2011 und 1943/44, wobei der historische Erzählstrang etwas mehr Raum einnimmt.
Daher hatte ich am Anfang zu Stella und Dan auch etwas mehr Bezug, aber bis zum Ende des Buchs habe ich auch Jess ins Herz geschlossen.
Als Leser merkt man sehr früh, daß sich Stella in eine Situation hineinmanövriert hat, die eigentlich nicht glücklich enden kann und ich habe mich wirklich sehr für die sympathische junge Frau gefreut, als sie durch Zufall den G.I. Dan kennen- und lieben lernt, der fast zu gut ist, um wahr zu sein.
Und natürlich gibt es auch eine beste Freundin, deren Charakter nicht ganz so gut ist, wie der von Stella und einen Bösewicht namens Charles, den man als Leser richtig gut hassen kann.
Wie man an diesen Ausführungen merken kann, sind die Figuren vielleicht ein wenig stereotyp gezeichnet, aber das machen sie durch Sympathie beziehungsweise Antipathie wieder wett. Das gilt auch für Jess und Will, der Jess helfend unter die Arme greift.
Die Hintergrundinformationen zum 2. Weltkrieg beziehungsweise die Stimmung, die in Stellas Umgebung bei den Bombenangriffen und den Kriegszuständen allgemein herrschen, hat Grey meiner Meinung nach ganz gut hinbekommen, allerdings steht ganz klar die Beziehungsgeschichten im Vordergrund, daher sollte man, was das angeht, nicht zu viel erwarten.
Zur Handlung möchte ich gar nicht viel mehr verraten, weil man sonst möglicherweise ungewollt gespoilert wird.
Am Ende habe ich jedenfalls sogar ein paar Tränchen verdrückt und ich kann ‚Als unsere Herzen fliegen lernten‚ als Unterhaltungslektüre fürs Herz trotz kleiner Vorhersehbarkeiten im Plot auf jeden Fall empfehlen – egal ob für den Sommerurlaub oder für einen nass-kalten Sonntag auf dem Sofa!

Iona Grey bei RandomHouse
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