Das Leuchten meiner Welt von Sophia Khan

Irenie, Tochter eines amerikanischen Professors und einer pakistanischen Hochschulangehörigen ist zehn Jahre als, als ihre Mutter Yasmeen plötzlich verschwindet und Irenie mit einem Vater zu dem sie keine rechte Bindung entwickelt hat, allein läßt.
Fünf Jahre später findet Irenie eine Kiste mit alten Briefen, die ein gewisser Ahmed an Yasmeen geschrieben hat und von denen Irenie sich Aufklärung über das Schicksal ihrer Mutter erhofft.
Wird es ihr gelingen herauszufinden, wieso ihre geliebte Mutter verschwand und was mit ihr passierte?

Das Leuchten meiner Welt‚ ist Sophia Khans Debütroman und ich bin durch den Klappentext, der recht spannedn klang und das für mich ansprechende Cover darauf aufmerksam geworden.
Khans Schreibstil fand ich etwas sperrig und auch mit ihren Protagonisten hatte ich so meine Schwierigkeiten. Irenie ist ein leicht seltsames Kind, das sich in den ersten zehn Lebensjahren ganz fest an die Mutter klammert und es nach ihrem Verschwinden nicht schafft, sich ihrem Vater James anzunähern.
James wiederum ist ein kauziger Professor, der eine viel jüngere Frau geheiratet hat und eigentlich nie Kinder wollte. Er weiß nichts mit Irenie anzufangen und kümmert sich nach dem Verschwinden seiner Frau mehr schlecht als recht um seine Tochter.
Die Beiden vollführen einen richtigen Eiertanz um einander, was zwar sicher nicht ganz realitätsfern ist, mir aber irgendwann etwas auf die Nerven gefallen ist.
Gefallen hat mir allerdings, daß die Geschichte abwechselnd aus Irenies und James Perspektive erzählt wurde, weil man so einen beseren Eindruck davon bekommt, was vorgeht.
Von Yasmeen bekommt man beim Lesen nur sehr langsam ein Bild und je mehr ich über sie erfahren habe, desto weniger mochte ich sie. Leider kann ich das nicht näher begründen, ohne zu viel der Handlung vorweg zu nehmen, aber es sei gesagt, daß sie weder als Person, noch als Ehefrau, noch als Mutter bei mir irgendwelche Sympathien wecken konnte.
Gut gefallen hat mir der Szenenwechsel, wenn Irenie von den USA zu ihren Großeltern nach Pakistan reist. Sofort passiert etwas mehr, die Szenerie wird bunter und die Schilderungen des für mich fremdländischen Lebens fand ich sehr interessant.
Das Ende hat mich dann auch noch leicht ratlos zurückgelassen, weil ich mich unweigerlich fragen mußte: DESWEGEN so viel Leid???? und das dann auch noch verteilt auf 480 Seiten.
Leider macht das den Roman für mich insgesamt zu einer kleinen Enttäuschung, weil ich etwas ganz anderes erwartet hatte und das tatsächliche Buch mich zu keiner Zeit überzeugen oder wirklich unterhalten konnte, auch wenn die Handlungsidee an sich keine schlechte war.

Sophia Khan bei RandomHouse
Sophia Khan bei der Susijn Angency

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