Das Mona-Lisa-Virus von Tibor Rode

Die Kandidatinnen zur Wahl der Miss America werden in ihrem Trainingscamp in Mexiko entführt. In Leipzig sprengen Unbekannte den Turm des Rathauses.
Gleichzeitig beginnt weltweit ein besorgniserregendes Bienensterben und ein agressives Computervirus breitet sich aus, das Bilder bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.
Doch was hat all das mit der amerikanischen Wissenschaftlerin Helen Morgan zu tun, deren Tochter aus einer psychologischen Klinik verschwindet und scheinbar irgendwie in die Geschehnisse verstrickt ist?

Nach „Das Rad der Ewigkeit“ war „Das Mona-Lisa-Virus“ das zweite Buch von Tibor Rode. Von ersterem war ich ja nicht sonderlich begeistert, aber die Beschreibung des Thrillers klang so interessant, daß ich es einfach gewagt habe.
Zum Glück ist der Schreibstil hier weit ansprechender und man ist gleich mitten im Geschehen.
Rode erzählt die Geschichte von ziemlich vielen unterschiedlichen Orten beziehungsweise aus ziemlich vielen unterschiedlichen Perspektiven. Das wirkt manchmal ein bißchen verwirrend, aber ich konnte der Geschichte trotzdem ganz gut folgen.
Den Hauptplot eines Thrillers um das Thema Schönheit kreisen zu lassen, fand ich sehr, sehr interessant, vor allem weil die Welt in der wir leben immer oberflächlicher zu werden scheint und die Auswirkungen der Zerstörung der Schönheit auf die Gesellschaft spannend sein kann. Außerdem habe ich gelernt, wie genau der goldene Schnitt funktioniert.
Helen und der FBI-Agent Greg haben das Zeug zu sympathischen Hauptfiguren, die eine Geschichte tragen können.
Leider kratzt der Autor bei der Entwicklung nur an der Oberfläche und die Beiden bleiben sehr blass, wenn auch sympathisch.
Sehr schade ist auch, daß die Geschichte ab einem bestimmten Zeitpunkt sehr vorhersehbar wurde und die Auflösung des mittelalterlichen Handlungsstrangs, der sich um Leonardo da Vinci und seine Mona Lisa rankt, fand ich sehr, sehr unbefriedigend, weil ich nicht ausmachen konnte, was mir der Autor damit sagen wollte.
Insgesamt war ‚Das Mona-Lisa-Virus‘ für mich unterhaltsamer als das andere Buch, das ich von Rode kenne, bleibt aber im Vergleich zu anderen Thrillern leider nur Durchschnitt.

Tibor Rode bei Luebbe
Die Homepage des Autors

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