Meinen Hass bekommt ihr nicht von Antoine Leiris

Am 13. November 2015 wird Luna-Hélène Muyal mit 88 anderen Konzertbesuchern im Bataclan in Paris von islamistisch motivierten Attentätern erschossen.
Hélène läßt neben Eltern und Geschwistern ihren Mann Antoine und ihren siebzehn Monate alten Sohn Melvil zurück.
In diesem Buch beschreibt Antoine die Tage nach dem Attentat, seine Trauer und den neuen Alltag allein mit seinem Sohn…

Am 16. November veröffentlicht Antoine, nachdem er aus der Rechtsmedizin kommt, wo er sich von seiner toten Frau verabschiedet hat, einen offenen Brief an die Attentäter und bekräftigt darin:
‚Am Freitagabend habt ihr das Leben der Liebe meines Lebens geraubt, aber meinen Hass und den Hass meines Sohnes bekommt ihr nicht!‘.
In seinem Buch ‚Meinen Hass bekommt ihr nicht‚ bekräftigt Leiris diese Botschaft und setzt Hélène außerdem in fast schon poetischen Worten ein wunderschönes Denkmal. Eindringlich beschreibt er darin den Abend des 13. Novembers als er noch hofft, daß es seiner Frau gut geht.
Er schildert den neuen Alltag mit seinem Sohn und die große Lücke, die der Mord an Melvils Mutter in ihrem Leben hinterlassen hat. Antoine beschreibt seine Frau, die er so unendlich geliebt hat, die Beerdigung und den ersten Besuch mit Melvil auf dem Friedhof, der das Buch abschließt.
Und auf jeder der 140 Seiten bekräftigt er den Titel des Buches, denn die Attentäter spielen keine Rolle in dieser Lebensbeschreibung und dafür kann ich den Mann einfach nur bewundern.
Er hat mich mit seinen Worten zu Tränen gerührt, aber eben auch positiv berührt.
Ich wünsche ihm und seinem Sohn alles, alles Gute und kann dieses kleine Büchlein wirklich empfehlen!!!

Der Originalpost von Antoine Leiris auf Facebook
Die deutsche Übersetzung bei Süddeutsche.de
Antoine Leiris bei RandomHouse

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