Die schwarze Orchidee (Lady Jane, #2) von Annis Bell

Achtung, dieser Beitrag enthält Spoiler zu ‚Die Tote von Rosewood Hall‚, dem ersten Teil der Lady-Jane-Reihe!

Obwohl Lady Jane und Captain David Wescott mittlerweile gefühle für einander entwickelt haben, ist Jane nicht bereit den geschlossenen Ehevertrag und ihre Unabhängigkeit aufzugeben.
Daher zögert sie auch nicht lange, als ihre hochschwangere Freundin Lady Alison sie per Brief um Hilfe bittet und sie zu ihrer Cousine Lady Charlotte in ein düsteres Herrenhaus in Northumbria einläd.
Dort scheinen merkwürdige Dinge vorzugehen und als ein Dienstmädchen tot im Moor gefunden wird, ist Alison außer sich vor Angst und unterstützt Jane bei ihren Ermittlungen.
Doch auch Captain Wescott in London hat alle Hände voll zu tun, um den Fall eines toten Orchideenhändlers aufzuklären…

Nachdem mich der erste Teil der historischen Buchreihe so begeistert hatte, habe ich mich sehr gefreut, daß die Reihe mit ‚Die schwarze Orchidee‚ so schnell fortgesetzt wurde.
Jane ist nach wie vor die sympathische Hauptfigur, die in Band Eins so tapfer einen Mord aufklärte und auch noch genauso stur.
Damit macht sie es ihrem Ehemann David nicht einfach. Allerdings sollte der auch einfach mal mit seiner Frau sprechen, statt von ihr zu erwarten sich wie eine ganz normale Ehefrau zu verhalten, die sie nun einmal nicht ist. Schließlich hat er sie wegen ihres ungewöhnlichen Wesens geheiratet!
Hier bin ich auch gleich bei einem kleinen Kritikpunkt, den ich an Band Zwei habe: ich hätte mir einen größeren Fokus auf der Entwicklung der Beziehung zwischen Jane und David gewünscht!
Stattdessen verbringen sie den Großteil der Handlung getrennt und es wird abwechselnd aus Janes und Davids Sicht in Northumbria beziehungsweise London erzählt.
Diese wechselnde Erzählweise, die durch Briefe eines Orchideenjägers aus Südamerika unterbrochen werden, hat mir trotzdem gut gefallen, weil der Spannungsbogen dadurch schön gespannt wird und ein schöner Kontrast zwischen Stadt- und Landleben gezeichnet wird.
Und wenn Jane und David sich treffen, spürt man als Leser definitiv die Gefühle und gegenseitige Anziehung der Beiden.
Auch die Nebenfiguren hat die Autorin meiner Meinung nach wieder ansprechend kreiert, vor allem Hetty, die Zofe habe ich mittlerweile sehr ins Herz geschlossen!
Den Krimihandlungsstrang fand ich sehr spannend, vor allem weil mir vorher nicht bewußt war, daß Orchideen im 19. Jahrhundert so eine große und vor allem teure Sache waren und man tatsächlich Jagd auf sie gemacht hat.
Insgesamt hat mich auch ‚Die schwarze Orchidee‘ wieder großartig unterhalten und ich freue mich schon sehr auf eine (hoffentlich) baldige Fortsetzung von Lady Janes Geschichte!!!

Die Bücher der Reihe in chronologischer Reihenfolge:
Die Tote von Rosewood Hall
Die schwarze Orchidee
Die Orlow-Diamanten

Die Homepage von Annis Bell

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2 Antworten zu Die schwarze Orchidee (Lady Jane, #2) von Annis Bell

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