Als ich mal ein *like* von Herrn Z. bekam – Gastbeitrag von cRAmerry

Das Gemeinschaftsprojekt von Herba und Co. lautet: „Mach was mit Schnee“.
Die ganze Zeit beäuge ich schon diese Gemeinschaftsaktion aus sicherer Distanz und bin immer wieder verblüfft, was den Leuten hier so alles zu den verschiedensten Themenkreisen einfällt.
Bisher hat es mich auch nicht wirklich gejuckt, meinen Senf dazu abzugeben.
Offensichtlich braucht es bei mir immer wieder mal den persönlichen Schubs, um Dinge in Bewegung zu bringen. Jeder hat halt seinen ganz persönlichen Trigger 🙂

Also jetzt „Mach was mit Schnee“.
Ich mache üblicherweise nichts mit Schnee. In der Regel macht der Schnee was mit mir. Treibt mich raus zum Schippen z.B..
Schnee ist mir am Liebsten hoch auf dem Berg oder aber wenn schon in den niederen Gefilden, dann in schön sortiertem und organisiertem Zustand, will sagen: geräumte Wege und Straßen. Dann nehme ich das gerne hin.
Schneemänner bauen war nie so meine Leidenschaft. Dafür sahen die Jungs immer deutlich zu stümperhaft aus und nach dem Hochwuchten der 2. Kugel hatte ich meist das Interesse verloren und die Handschuhe waren sowieso patschnass. Dass die Möhrennase nicht halten wollte und wir auch glücklicherweise nicht zu den armen Leuten gehörten, die ihren Herd mit Kohle feuerten, war auch die Fertigstellung immer gefährdet (so ich denn die dritte Kugel doch noch gewuchtet bekam).
In diesem Jahr war das Thema Winter hier in Deutschland sowieso recht unterrepräsentiert. Zum Glück!
Von anderswo dagegen erreichten uns in den letzten Tagen Bilder, auf denen man vor lauter Schneemassen fast gar nichts mehr sah. Ich denke an den Time Square in New York oder an Brooklyn.
Und auf diesem Weg twitterte mir ein Bild aus dem verschneiten Washington DC. aufs iphone. Aufgenommen aus der Haustür mit Blick auf den komplett verschneiten Eingang über die Treppe hinab bis auf die Straße.

Like1

Üblicherweise bremse ich mich (außerhalb der mir vertrauten Kreise) mit direkten Ansprachen (jaaaa, ehrlich, ich versuche es tapfer 😉 ). Wissen wir doch alle, dass es einfach nur ein Blöken ins off ist, eine Kakophonie von Texten, die üblicherweise ungehört verhallen. Außer, man hat es geschafft, sich irgendwie ein Netzwerk aus „Freunden“ aufzubauen, die immer mal wieder reagieren und tatsächlich antworten.
Na, jedenfalls juckte es mich, und ich dachte, „Mach was mit Schnee“ und habe einen Spruch zur Abfahrtssituation vor der besagen Haustür abgesondert.
Was soll ich sagen, nach 3 min. wurde ich *geliked* :).

Like

Ich muss gestehen, dass ich dann sofort eifersüchtig die weiteren Reaktionen des Accountinhabers verprobt habe und darf mich glücklich schätzen, dass ich die Einzige war, die sich eine abgeholt hatte. Für mich, die im absoluten Twitter-Kleinstbereich unterwegs ist (64 Follower/41 folge ich), war das schon sehr ungewohnt, von jemandem mit 19K virtuell gestreichelt zu werden.
Mir ist natürlich klar, dass das nur so eine Begebenheit aus dem Bereich „Ein blindes Huhn…“ ist, aber so war das, als ich ein *like* von Herrn Z. bekam. 🙂

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17 Antworten zu Als ich mal ein *like* von Herrn Z. bekam – Gastbeitrag von cRAmerry

  1. CraMERRY schreibt:

    Update: ich habe jetzt den 65. Follower. Und nein, es ist nicht Herr Z. 😝

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  2. Guylty schreibt:

    LOL – schön, mal die Innensicht der Tweeterin zu bekommen. Und interessant, wie ein „Like“ zu einem monumentalen Großereignis wird. Nun stelle sich mal einer vor, was wäre, wenn ein gewisser Jemand, der über 140k Follower verfügt, was „liken“ würde… Da könnte man dann eigentlich gleich mit dem Tweeten aufhören, besser wird’s nicht mehr.

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  3. CraMERRY schreibt:

    Stimmt. Nur sterben wäre schöner….. 🙂
    Aber wenigstens muss ich nicht befürchten, dass mir irgendwelche missgünstigen Damen die Augen auskratzen! Belassen wir es bei dieser Freude auf niedrigem Niveau 😀

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  4. Guylty schreibt:

    Absolut korrekt. Ich bin ja auch sehr zufrieden mit dem Einbahnstraßen-Prinzip, das der Herr ansonsten fährt. Nicht auszudenken, was im Hühnerstall dann los wäre…

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  5. suzy schreibt:

    wirklich prominente Likes! Da können wir normal twitterer nicht mithalten 🙂

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  6. CraMERRY schreibt:

    Ab einer gewissen Größenordnung ist das wohl auch nicht mehr handlebar. Und wer soll das denn alles lesen, wenn es fast ausschließlich zu 99,9% aus Zustimmung und Segenswünschen besteht…..

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  7. Guylty schreibt:

    Jou. Zudem zu viel Austausch auch Gefahren birgt – wie man jetzt bei Michelle Forbes sehen konnte. Da kommen dann doch evtl. die Moral- oder politische Einstellungen hervor, und damit werden Leser abgestoßen. Clevere Social Media-Promi-Nutzer lassen sich darauf nicht ein, sondern tweeten nur unverfänglich…

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  8. Servetus schreibt:

    Cool!

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  9. Herba schreibt:

    @CraMERRY: Da siehst Du mal, was so ein bißchen Werbung ausmachen kann 😉
    Danke fürs Mitmachen!!!

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  10. Herba schreibt:

    @Guylty: Wahrscheinlich würde C dann dauerhaft für mindestens zwei Wochen einen halben Meter über dem Boden schweben…oder über die zwei Meter hinauswachsen ;)))

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  11. Herba schreibt:

    @CraMERRY: Weiß mans? Wehe wenn die Frau Z. den/das Like entdeckt 😉

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  12. Herba schreibt:

    @Guylty: Och, Ausfälle gab es auch da schon. Ich erinnere mich an die Dame vom kanadischen Flughafen, die unzufrieden mit dem angebotenen Fanservice war, bei Twitter permanent Laut gab und der er dann auch folgte…
    Weiß allerdings gar nicht, ob er das noch tut, ich schau mir das nie so genau an -was ich nicht weiß, kann mich im Zweifelsfall auch nicht aufregen 😉

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  13. Herba schreibt:

    @CraMERRY: An einem schlechten Tag kann man das vielleicht als Egopolitur benutzen und sich quer durch die Beweihräucherungen lesen 😉

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  14. Herba schreibt:

    @Guylty: Wobei es auch da sicher Promis gibt, denen das wurscht ist und die lieber öffentlich Kante zeigen. Das muss halt wie bei den Normalos auch jeder selber wissen

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  15. Guylty schreibt:

    Stimmt – und genau da sah man ja dann, was passiert… warnendes Beispiel. *schauder*

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  16. Guylty schreibt:

    Da hast du auch wieder Recht… ist wohl ne Persönlichkeitssache.

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  17. Hariclea schreibt:

    toll, eh und gut gemacht, also schnell und masterspruchlich 🙂 Und auch gutes Recht sich zu freuen 🙂 Bei mir schlagt auch das Herz mal hoher wenn meine Liebslingsballettanzer was mogen oder re-tweeten oder sogar antworten 😉 Haben aber wohl noch keine 150k+ Folger :-p

    Gefällt 2 Personen

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