Die Tote von Rosewood Hall (Lady Jane, #1) von Annis Bell

England 1860:
Der schwerkranke Lord Henry Pembroke richtet auf seinem Anwesen Rosewood Hall einen letzten Ball für seine Nichte Lady Jane aus, die er nach dem Tod ihrer Eltern als Kind aufgenommen und groß gezogen hat.
Auf der Gästeliste stehen viele begeehrte Junggesellen und der Lord hofft, daß seine unabhängige Nichte einen Mann findet, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen kann.
Doch als Jane am Ballabend ein Mädchen in armseligen Kleidern und schwer verletzt im Garten des Anwesens findet, werden die Pläne des Lords durchkreuzt. Mit ihrem letzten Atemzug bittet die Unbekannte Jane nach ihrer Freundin Mary, die in Gefahr ist, zu suchen.
Wird Jane diese Bitte erfüllen können? Und welchen Plan verfolgt Captain Wescott, der Jane am Ballabend zur Seite steht?

Bei all den Krimis und Thrillern, die ich lese, brauche ich zwischendurch immer mal etwas Unblutiges mit Herz und bei der Suche nach dieser Abwechslung bin ich auf ‚Die Tote von Rosewood Hall‚ gestoßen.
Die Beschreibung des ebooks klang nach einer interessanten Mischung aus historischem Krimi und Liebesgeschichte, denn eine junge Dame aus dieser Zeit kann unmöglich ohne Ehemann leben, daher ja auch der Ball für Jane.
Annis Bell hat einen gut lesbaren Schreibstill und beschreibt Lady Jane so, dass ich sie auf Anhieb gern hatte. Sie ist eine junge, gebildete Frau, die mehr vom Leben möchte, als auf Bälle zu gehen, Kinder zu bekommen und alles das zu tun, was ihr Vormund oder Ehemann möchte.
Sie interessiert sich wirklich für andere Menschen, fühlt mit und wenn sei von Mißständen weiß, möchte sie diese gerne ändern.
Allerdings ist sie auch ziemlich stur, schießt in ihrem Freiheitsdrang gern auch mal übers Ziel hinaus und bringt damit Captain Wescott mehr als einmal auf die Palme.
Der Captain ist ebenfalls eine interessante Figur, allerdings auch sehr geheimnisvoll, was dazu führt, daß man nur langsam mehr über ihn erfährt.
Die Autorin hat auch Nebenfiguren so bildlich beschrieben, daß ich es als Leser sehr einfach damit hatte meine Sympathien zu verteilen und manche Figuren nicht zu mögen.
Das Geheimnis rund um das sterbende Mädchen fand ich interessant und ein Stück weit auch gesellschaftskritisch, so weit man das eben in einem Unterhaltungsroman erwarten kann und darf.
Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich diesen für mich unterhaltsamen, herzerwärmenden, amüsanten Roman in einem Rutsch fertig gelesen und nun kann ich es kaum erwarten, bis der zweite Teil veröffentlicht wird und ich erfahre, wie es mit Lady Jane weitergeht!

Die Bücher der Reihe in chronologischer Reihenfolge:
Die Tote von Rosewood Hall
Die schwarze Orchidee

Die Homepage von Annis Bell

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Eine Antwort zu Die Tote von Rosewood Hall (Lady Jane, #1) von Annis Bell

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