Böse Lügen von Sharon Bolton

Catrin Quinn, eine Meeresbiologin, die auf den Falklandinseln lebt, hat drei Jahre zuvor bei einem Unfall ihre beiden Söhne verloren.
Ihre Ehe zerbrach an diesem Unglück und Catrin scheint nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein.
Als nun der dritte kleine Junge in Folge verschwindet, gerät Catrin in einen Sog aus Misstrauen und Anschuldigungen und die Welt der kleinen Inselgemeinschaft gerät aus den Fugen.
Ist die trauernde Mutter wirklich für das Verschwinden der Kinder verantwortlich?

Böse Lügen‚ ist nicht mein erstes Buch von Sharon Bolton, also hätte ich eigentlich darauf vorbereitet sein müssen, daß ich immer erstmal ein paar kleine Schwierigkeiten habe, mit ihren Geschichten und Figuren warm zu werden.
Das Buch ist in drei Teile untergliedert und wird zuerst aus Catrins Sicht, dann aus der Sicht des ehemaligen Soldaten Callum und dann aus der Sicht von Catrins ehemals bester Freundin Rachel erzählt.
Catrins Gedanken und somit fast das komplette erste Drittel des Buchs fand ich stellenweise sehr wirr, schwer durchschaubar aber andererseits dann auch wieder nachvollziehbar.
Catrins Leben wurde durch den Unfall, bei dem ihre beiden kleinen Söhne gestorben sind, komplett zerstört und sie kann sich einfach nicht von der Trauer und dem Schmerz frei machen. Allerdings empfindet sie auch wahnsinnig viel Hass auf den Mensch, der den Unfall verursacht hat und ich habe mich beim Lesen sehr oft gefragt, ob sie wirklich diesem Hass nachgeben wird.
Sehr gelungen fand ich über das ganze Buch hinweg die Beschreibung der Falklandinseln und deren Bewohner, das hat die Autorin sehr atmosphärisch hinbekommen.
Und ebenso gut gefallen haben mir die historischen bezüge zum Falklandkrieg, durch die ich wieder einiges an historischem Wissen dazugewonnen habe.
Mit dem Wechsel der Erzählperspektive wird einiges klarer und ich kam in einen besseren Lesefluss.
Und Rachels Erzählperspektive bildet den absoluten Höhe- bzw. Spannungspunkt und sorgt für eine gelungene Auflösung des Rätsels.
Das geht so weit, daß ich das letzte Stück drei Mal lesen mußte, weil ich gedanklich schon durch war und mit der allerletzten Offenbarung nun so gar nicht mehr gerechnet hatte – wirklich klasse gemacht!
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, auch wenn ich anfänglich kleine Schwierigkeiten hatte.

Die Homepage von Sharon Bolton
Sharon Bolton bei RandomHouse

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