Immer montags beste Freunde von Laura Schroff und Alex Tresniowski

Mit Mitte Dreißig ist Laura Schroff eine erfolgreiche Marketingspezialistin in New York, als ihr eines Tages der elfjährige Obdachlose Maurice über den Weg läuft und sie nach Kleingeld anbettelt.
Zuerst läßt Laura den Jungen stehen, doch an der nächsten Straßenecke besinnt sie sich, geht zurück und läd das Kind zum Essen ein.
Nun treffen sich die beiden die nächsten Jahre im montags zum Essen und lernen viel voneinander…

Die Autorin erzählt mit ihrem Co-Autor zusammen in ‚Immer montags beste Freunde: Der Junge, der mein Leben veränderte‚ ihre eigene Geschichte. Sie formuliert dabei in flüssigem Stil, dem sich sehr gut folgen läßt.
Die Freundschaft zwischen ihr und Maurice ist teilweise sehr bewegend.
Laura ist der erste Mensch, der Maurice zuhört, ihm Rituale und Manieren beibringt und ihm das Gefühl von Geborgenheit gibt.
Dadurch verändert sich Maurice, glaubt an sich selbst und möchte versuchen etwas aus seinem Leben zu machen.
Maurice Lebensunstände als Kind sind mehr als erschreckend; bei diesen Schilderungen hatte ich Gänsehaut.
Und auch Laura hatte keine einfache Kindheit, wenn sie auch nicht ganz so schrecklich wie die von Maurice war.
Bei den Schilderungen von Maurice und Lauras Leben und ihren Treffen habe ich mich zwischendurch immer mal wieder gefragt, was denn nun so besonders an dieser Freundschaft ist, wenn man mal vom Offensichtlichen absieht (Karrierefrau kümmert sich um Straßenjungen).
Darauf habe ich ehrlich gesagt bis zum Schluss des Buchs keine Antwort erhalten.
Vielleicht kann ich auch einfach nicht ermessen, was Laura für Maurice bedeutet hat und immer noch bedeutet, denn die Beiden haben immer noch Kontakt…
Was mich wirklich geärgert hat, ist die Tatsache, daß Maurice und Laura zwischendurch für fast drei Jahre den Kontakt verloren hatten und Laura rein gar nichts tut, um diesen wiederherzustellen.
Gut, sie hat keine Adresse und auch keine Telefonnummer von Maurice, aber sie forscht auch nicht nach.
Sie macht einfach mit ihrem Leben weiter und hofft, daß der Junge sich wieder meldet.
Für mich klingt das nicht nach besonderer Freundschaft, sondern einfach nach einer reichen Frau, die mittlerweile verheiratet ist und Maurice zwar vermisst, aber ihn nicht unbedingt zum Glücklichsein braucht…
So kann ich zwar anerkennen, daß Laura etwas Bemerkenswertes getan hat, als sie anfing sich mit Maurice zu treffen und ihn ihrer Familie vorzustellen, aber ganz so euphorisch wie der Klappentext das Buch verkauft, kann ich die Geschichte nicht sehen.
Trotzdem habe ich sie gerne gelesen und bin sehr froh, daß Maurice seinen Traum von einer eigenen, stabilen Familie verwirklichen konnte!

Laura Schroff bei RandomHouse
Die englische Homepage zum Buch

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