Lock & Mori (Lock & Mori, #1) von Heather W. Petty

Bei einem Feueralarm in der Schule trifft die hochintelligente 16-jährige James ‚Mori‘ Moriarty den 17-jährige Sherlock Holmes.
Als im Regent’s Park eine Leiche gefunden wird und die Polizei sich nicht gerade ein bein ausreißt, um den Täter zu finden, läßt sich Mori leicht genervt von Sherlocks Besserwisserei auf ein Spiel mit ihm ein, bei dem der gewinnt, der zuerst den Mord aufklärt.
Dabei gibt es nur eine Regel: Alle Hinweise müssen miteinander geteilt werden. Doch als Mori durch Zufall einen Zusammenhang zwischen dem Toten und ihrer Familie entdeckt, bricht sie diese Regel.
Werden die beiden trotzdem erfolgreich zusammen einen Mörder zur Strecke bringen?

Als ich durch die Ankündigung der deutschen Übersetzung (My Dear Sherlock – Wie alles begann) auf ‚Lock & Mori‚ aufmerksam geworden bin, war mein erster Gedanke: Noch jemand, der auf den Sherlock-Zug aufspringt und die Kuh melken will!
Neugierig hatte mich die Buchinfo trotzdem gemacht und nach ein wenig innerem Hin und Her landete das englische ebook auf meinem Sherlock – schließlich hat Frau ja noch nicht genug ungelesene Bücher zur Verfügung…

Ich fand den Ansatz der Autorin in ihrem Erstling zu erklären wie sich Sherlock und Moriarty kennengelernt haben könnten, total gelungen, denn sie verbindet in anschaulicher Weise Ursprungsmaterial von Conan Doyle mit einem modernen Setting und der Prämisse, daß Mori ein Mädchen ist.
Genau wie Andrew Lane in seiner Jugendbuchreihe hat auch Pettys Sherlock schon einige Eigenschaften, die den erwachsenen Detektiv so unverwechselbar machen.
Allerdings steht hier ganz klar Mori im Vordergrund, aus deren Sicht das Buch auch erzählt wird.
Und das intelligente junge Mädchen hat so einiges am Hals, was man keinem Teenager auf der Welt wünscht.
Trotz einem gewissen Einzelgängertum schafft es Mori sich Sherlock zu öffnen, was ich sehr schön fand.
Und umso tragischer fand ich den Hintergedanken beim Lesen, daß diese Harmonie vermutlich nicht lange anhalten wird, denn wie jeder weiß sind Holmes und Moriarty Gegner, was sicher auch Heather Getty beibehalten und in ihrer Trilogie verarbeiten wird.
Von Sherlock erfährt man als Leser eigentlich gar nicht so viel, außer daß er super-intelligent ist, eine kranke Mutter und einen Bruder hat, der auch mehrfach auftaucht und mir, genau wie Sherlock recht sympathisch war und daß er sich sehr um Mori bemüht und alles tut, um ihr zu helfen.
Die Mordermittlung war spannend und sehr rund beschrieben, London bildet die gewohnte Holmes-Kulisse, wenn auch ohne wirklich viel EIndruck zu hinterlassen und darüber, daß selbst Watson einen kurzen Auftritt hat, mußte ich doch sehr schmunzeln!
Insgesamt war ‚Lock und Mori‘ für mich ein überraschend kurzweiliges Lesevergnügen und ich kann es kaum abwarten, wie es mit dem beiden im zweiten Band der Reihe, der auf Englisch im Herbst 2016 erscheinen soll, weitergeht!

Die Homepage der Autorin
Heather W. Petty bei RandomHouse

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