Lottery Boy von Michael Byrne

Der 12-jährige Bully lebt seit dem Tod seiner Mutter mit seiner Hündin Jack(y) auf der Straße.
Als er in seiner Jackentasche einen fast sechs Monate alten Lottoschein findet, denkt er sich noch nicht viel dabei, aber wie sich herausstellt, hat Bully den Jackpot geknackt und sehr viel Geld gewonnen.
Nun hat er nur noch wenige Zeit sich bei der Lottogesellschaft zu melden, damit sein Gewinn nicht verfällt und es gibt ein Problem:
Bully ist zu jung zum Lotto spielen und braucht nun dringend einen ehrlichen Erwachsenen, der ihm den Schein einlöst.
Wird es ihm rechtzeitig gelingen gemanden zu finden, dem er vertrauen kann?

Das Erstlingswerk von Michael Byrne ist flüssig geschrieben und läßt sich gut lesen.
Die ganz eigenen Ausdrücke, die Bully verwendet und die in die Sprache des Romans wie selbstverständlich einfließen, fand ich interessant und vom Autor wirklich gut gemacht.
Bully hat mir als ‚Held‘ der Geschichte sehr gut gefallen.
Er hat in seinem Alter schon einiges erlebt und gibt sich relativ tough, aber man merkt ihm immer wieder an, dass er eben doch erst 12 Jahre alt ist und nicht gezwungen sein sollte, für sich selbst zu sorgen!
Besonders gerührt hat es mich, wie er sich um seinen Hund kümmert und seine Naivität bei der Suche nach einem vertrauenswürdigen Erwachsenen, der ihm hilft.
Als erwachsener Leser habe ich mir oft gedacht, daß man doch so naiv gar nicht sein kann, aber natürlich machen Bullys Taten für ihn als Kind schon Sinn.
Ich habe wirklich mit Bully auf seinem Weg durch London mitgefiebert, Angst um Jack gehabt und auf ein Happy End gehofft.
Mehr kann man sich, glaube ich von einem guten Jugendbuch nicht erhoffen und ich würde ‚Lottery Boy‚ jederzeit weiterempfehlen.
Allerdings Vorsicht beim Alter, falls man das Buch verschenken will!
Es gibt doch ein paar gewalttätige Szenen und man sollte genau abschätzen, ob der Leser wirklich schon reif genug ist!

Michael Byrne bei RandomHouse
Michael Byrne bei Chandlewick

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2 Antworten zu Lottery Boy von Michael Byrne

  1. suzy schreibt:

    Jetzt wüsste ich ja zu gerne ob es ein Happy end gibt. Da bräuchte ich bestimmt wieder ein Taschentuch 🙂

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  2. Herba schreibt:

    @Suzy: Also, ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, daß mir das Ende gefallen hat 🙂

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