Tante Poldi und die sizilianischen Löwen von Mario Giordano

Die sechzigjährige Münchnerin Poldi, die vom Leben gebeutelt wurde, beschließt nach Sizilien in die Nähe der Familie ihres toten Exmanns zu ziehen und sich dort tot zu trinken.
Doch ihre drei Exschwägerinnen versuchen alles, um genau das zu verhindern und als dann Poldis junger Aushilfsgärtner Valentino spurlos verschwindet, ist ihr Spürsinn geweckt und der Selbstmordplan auf Raten vergessen.
Wird es Poldi gelingen, Valentino aufzuspüren?

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen‚ war mein erstes Buch des Autors Mario Giordano und ich war gespannt, wie sich seine Münchnerin in Sizilien schlagen würde.
Da ich Sizilien noch nie besucht habe, kann ich nicht sagen, ob der Autor das Flair dieses besonderen Landstrichs wirklich gut eingefangen hat, aber mich hat er eigentlich überzeugt, auch wenn es mir schon so vorkam, als hätte Giordano einige Klischees verwendet.
Tante Poldi ist eine durchaus sympathische Hauptfigur, über deren Vergangenheit man stellenweise im Dunkeln gelassen wird, um vielleicht Stoff für noch mehr Krimis zu liefern?
Mir war das manchmal etwwas zu viel Mysterium und Poldi ist mir an manchen Stellen auch etwas zu aufgedreht und zu gewollt bayerisch, aber das ist sicher Geschmackssache.
Der Kriminalfall war ganz gut zum Miträtseln, aber eher durchschnittlich spannend und der italienische Commisario Montana, der in Poldis Kielwasser ermittelt hat mir zwar als Person gefallen, aber seine Rolle insgesamt fand ich persönlich nicht so toll, da wäre mir ein etwas anderes Szenario lieber gewesen.
Weiter erwähnenswert ist vielleicht noch, daß Poldi stellenweise in ihrem Dialekt sprechen darf, den ich allerdings recht gut verstanden habe, der mir aber manchmal etwas auf den Zeiger ging.
Insgesamt war dieser Krimi nette Sommerunterhaltung ohne sich größer in mein Lesegedächtnis einzubrennen.

Die Homepage von Mario Giordano
Mario Giordano bei Bastei Lübbe

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