Glutenfreie Scones

Ich habe schon vor ewiger Zeit ein Rezept für glutenfreie Scones bekommen (danke M!) und nie ausprobiert.
Erst fehlte mir das Xantham Gum, dann hatte ich Manschetten davor ein englisches Rezept zu übersetzen und auszuprobieren und schlussendlich hatte ich nie Muße etwas Neues zu backen.
Aber heute morgen war ich früh wach, alle Zutaten waren im Haus, das Rezept war mittlerweile auch übersetzt und los gings!

Zutaten:
1 bemehltes Backblech
250g Reismehl (gibts zum Beispiel von Schneekoppe bei Rewe)
2 Teelöffel Xanthan Gum (hab ich bei Amazon bestellt)
5 Teelöffel glutenfreies Backpulver
4 Esslöffel Puderzucker
50g Butter (Raumtemperatur)
300ml Naturjoghurt

Zubereitung:
1. Den Ofen auf 200C vorheizen
2. Reismehl, Xanthan, Backpulver und Puderzucker zusammenmischen
3. Mit den Fingerspitzen die Butter hineinkneten
4. Den Joghurt unterrühren bis ein nachgiebiger Teig entsteht
5. Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und mit der Hand ausbreiten, so dass die Masse circa 2 cm dick ist
6. Mit einem circa 7 cm runden Form Scones ausstechen, den restlichen Teig wieder verkneten und weitere Scones ausstechen, bis nichts mehr übrig ist
7. Die Scones auf dem bemehlten Backblech platzieren
8. Die Oberseite mit Wasser bestreichen
9. Circa 20 Minuten lang backen
10. Mit Marmelade (und Schlagsahne) servieren

Der Teig war sehr klebrig, daher habe ich die Arbeitsfläche und das Backblech wirklich gut eingemehlt.
Leider gehen glutenfreie Backwerke meist nicht so gut auf, wie ihre glutenhaltigen Pendants, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut und so bin ich mit meinen ersten selbstgebackenen Scones, die es heute zum Frühstück mit einer schönen Tasse Irish Breakfast Tea gab, mehr als zufrieden!

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31 Antworten zu Glutenfreie Scones

  1. Guylty schreibt:

    Lecker!!! Sehen gut aus. Und dann auch noch mit Irish Breakfast Tea. That makes me smile 🙂 Btw – scones sind „im wahren Leben“ eigentlich auch nicht fluffig, sondern eher kompakt und krümelig.
    Ach, und dann wollte ich noch mal fragen – sag mal, ist in Dinkelmehl auch Gluten drin? Eine Freundin von mir brachte zu unseren Kaffeeklatschen immer mit Dinkelmehl gebackenes Gebäck mit, und das schmeckte genauso wie herkömmliches Mehl und ging außerdem hervorragend auf. Sie war allerdings keine Zöliakerin (hä, wie heißt denn bitte das Wort für „coeliac“ auf Deutsch??)

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  2. cRAmerry schreibt:

    @guylty: *reinhäng* Habe meine Große jahrelang auf Dinkelbasis großgezogen und m.W. geht das Gluten darin gegen Null. Was eben die Krümeligkeit ausmacht. Es fehlt halt der Klebstoff Gluten.
    Und Scones sind nach meiner Erfahrung auch eher was für den kleinen Hunger. Also locker leicht trifft es nicht wirklich. Muss gerade an die ausgezeichneten Exemplare vor Castle-„wie hießdasnochgleich?“ denken 🙂

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  3. Guylty schreibt:

    Ah, I see. Also, das Gebäck von meiner Freundin war irgendwie nicht von normalen Backwaren zu unterscheiden, egal ob Kuchen, Muffins oder Kekse. Vielleicht hat sie gelogen 😉
    Ashford Castle. Und ja, an genau die Scones musste ich auch denken!

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  4. cRAmerry schreibt:

    Nein, das merkst du auch kaum. Also bloß die Profis 😉
    Die Brötchen, Brote und Kuchen gehen problemlos damit. Ich fand immer Muffins und Kekse am Besten. Das ist dann nicht so Hardcore wie Vollkorn, aber hat einen ähnlich gesundem Effekt.

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  5. suzy schreibt:

    und Butter und Marmelade dazu? @cramerry @guylty ja die Scones und v.a. die Gesellschaft waren hrvorragend! ❤

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  6. Allalbavincero schreibt:

    Dein Rewe hat Schneekoppe? Menno, meiner hat kaum was an glutenfreien Dingen, ich muss immer in den Bioladen düsen. Danke für das Rezept, das klingt echt gut und sehr ausprobierenswert! 🙂
    Ich bin übrigens ein echter Fan von Buchweizenmehl geworden, da muss man nicht so rumhantieren mit „brauch ich mehr Flüssigkeit, wenn ja wieviel“ etc. 😉 Allerdings schmeckt das auch etwas kräftiger und passt nicht zu allem.

    @Guilty: Doch, Dinkel ist glutenhaltig. Menschen mit Zöliakie (leider gibt es da im deutschen keinen entsprechenden Ausdruck für „I’m coeliac“) sollten das streng vermeiden. Ich kann mir aber vorstellen, dass Leute mit „nur“ einer Glutenunverträglichkeit o.ä. Dinkel vertragen können.

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  7. Guylty schreibt:

    @Allalbavincero – ah, alles klar. Danke für die Info! Ich glaube, meine Bekannte litt nicht unter Zöliakie, deswegen also dann wohl der hemmungslose Dinkelfimmel 😉 Eigentlich wollte ich selber auch schon längst auf Dinkel umsteigen, weil das ja allgemein besser verträglich sein soll als das chemisch aufbereitete Weizenmehl, das man sich ansonsten so reinzieht. Re. Buchweizenmehl – ist das eigentlich etwas dunkler in der Farbe? Und noch besser verträglich, oder?

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  8. suzy schreibt:

    Buchweizenmehl schmeckt auch nussiger und ist super bspw. für Waffeln……

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  9. Hedgehogess schreibt:

    *auch noch reinhäng* 😉

    Dinkel ist eng mit dem Weizen verwandt, ist aber noch nicht so überzüchtet wie heutiger Weizen. Dem ist der hohe Glutengehalt nämlich angezüchtet. Wirklich „ursprünglich“ ist Dinkel aber auch nicht mehr.

    Ich weiß nicht, wie man anderswo mit Getreide umgeht, aber zumindest in Deutschland ist „chemische Aufbereitung“ (was auch immer du damit meinst, Guylty) kein Teil des Mahl-Prozesses. 😉

    Prinzipiell kann Abwechslung in der Ernährung nicht schaden. Wenn du andere Mehlsorten ausprobieren willst – tu’s.

    Tipp am Rande: Wenn du beim Backen die B-Vitamine nicht meucheln, sondern erhalten willst, solltest du kein handelsübliches Backpulver verwenden, wie es in Deutschland verwendet wird.

    Allgemein: Es gibt – nach heutigem Stand – *keinen* wissenschaftlichen Nachweis, dass Gluten in irgendeiner Weise schlecht für einen gesunden Menschen ist. (Bevor mir einer die logische Stolperstelle unter di Nase hält: Nein, ich weiß nicht, wie genau das untersucht wurde.)
    „Glutenfrei“ hat vor allem gutes Marketing und genug Anhänger, die *glauben*, sich damit etwas besonders Gutes zu tun. Wer nicht gerade Zöliaker/in ist (funktioniert doch gut als Begriff), darf sich bei der Auswahl des Getreides und des bevorzugten Feinheitsgrads aber nach heutigem Wissenstand getrost weiterhin am persönlichen Geschmack und/oder am persönlichen Eindruck bezüglich der Verträglichkeit orientieren.
    Über die Existenz von Glutensensibilität (Unverträglichkeit) wird übrigens noch gestritten – ausschließen will ich aber nicht, dass manche Menschen auf Weizen mit seinem hohen Glutengehalt überempfindlich reagieren und es schlechter vertragen als andere Getreidesorten.

    Sorry für den Vortrag. Immerhin: Isch habe fertisch. 😉

    *dem Unkräutlein ein paar Scones klau* Danke, schmeckt bestimmt auch zum Kaffee. 😀

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  10. Servetus schreibt:

    Sie sehen jedenfalls überzeugend aus.

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  11. Die Poe schreibt:

    Boah, Scones wollte ich letztens auch machen, dann siegte die Faulheit und jetzt läuft mir hier grad das Wasser im mund zusammen. Muss ich unbedingt am Wochenende machen!!!!! Jamjam!

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  12. Guylty schreibt:

    @ Hedgie – Ich meinte damit die Hochzüchtung, Manipulation und chemische Unkrautvernichtung beim Anbau von Getreide – hab ich irgendwo was vom Mahlen geschrieben? Aber ich kenn mich damit nicht aus, sondern wiederhole nur das, was meine Dinkelfreundin mir per Gehirnwäsche eingebleut hat 😉

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  13. Esther schreibt:

    Ich liebe Scones! Weiss jedoch nicht, ob ich jeh glutenfreie gegessen habe… Haben die Scones geschmeckt?

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  14. Hariclea schreibt:

    sehen sehr gut aus, sehr wie das real thing eigentlich. Die sind auch eher dichter 🙂 Und sehr butterig 😉 Mit etwas Marmelade und Tee ausgezeichnet 🙂

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  15. Hedgehoges schreibt:

    @ Guylty, du hattest halt von „chemisch behandeltem WeizenMEHL“ gesprochen (hast es aber – im Gegensatz zu mir – geschafft, die Umschalttaste nicht zu drücken 😉 ), und mir war beim besten Willen nicht klar, was du meinen könntest.
    Das ganze chemische Zeug, das auf Felder gespritzt wird, wird jedenfalls auf Dinkelfeldern ebenso verwendet wie auf anderen. Wenn du das vermeiden willst, musst du Bio nehmen – und da gibt’s dann die Geschichten von den Feldern direkt am Autobahnkreuz. 😦

    Kurz: Ich würde empfehlen, das zu machen, womit du dich gut fühlst (und die Familie auch, klar) – ohne sklavisch irgendwelchen „Glaubensbekenntnissen“ 😉 nachzulaufen und dir ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn du mal sündigst.

    Essen sollst du genießen, nicht dir Stress damit machen. 🙂

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  16. Allalbavincero schreibt:

    @Hedgehogess: Danke, danke, danke! Das müsste in den Medien auch mal ankommen. Allerdings profitieren wirklich Glutenintolerante schon von dem Hype, das ist ein (und vermutlich auch der einzige) Vorteil.

    @Guylty (sorry, vorhin hab ich dich falsch geschrieben…): Buchweizenmehl ist tatsächlich etwas dunkler, aber nicht so dunkel wie beispielsweise Roggenmehl. Zur Verträglichkeit kann ich als Zöliakiebetroffene dir da wenig sagen, außer dass Buchweizen trotz seines Namens glutenfrei ist. 😉

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  17. Hedgehoges schreibt:

    @ Allalbavincero, ich würde sagen, dass ist ein sehr großer Vorteil! 🙂
    Einschränkungen habt ihr Zöliakiebetroffene ja leider immer noch genug. :-/

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  18. Allalbavincero schreibt:

    Ja, das mit dem Vorteil stimmt schon. Aber mich fasziniert es immer noch und immer wieder, wie sehr Deutschland da hinterherhinkt im internationalen Vergleich. Und es regt mich immer wieder auf, wenn ich aus dem entspannten Urlaub nach Hause komme und denke – in Land XY hat’s doch wunderbar geklappt, warum zum Teufel nicht auch hier? Woanders sind die Einschränkungen nämlich deutlich geringer, zumindest die, die ich so als Urlauberin mitbekomme. *frust*

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  19. Herba schreibt:

    @Guylty: Ich liiiiebe Bewleys Irish Breakfast Tea!!!
    Fluffig wollte ich sie gar nicht, aber aufgehen hätten sie gerne noch ein bißchen mehr dürfen. Glutenfreie Backwaren werden schnell mal zu pfannkuchenartigen Gebilden, wenn man nicht aufpaßt 😉
    Dinkel enthält weniger Gluten als zum Beispiel Weizen ist für Zölis aber auch ungeeignet, weil nicht komplett glutenfrei.

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  20. Herba schreibt:

    @cRAmerry: Stimmt, aber leider nicht genug gegen Null, um Dinkel Zöliakie-kompatibel zu machen.

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  21. Herba schreibt:

    @Suzy: jap, bei mir gab es Butter und Marillenmarmelade dazu – sehr lecker!

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  22. Herba schreibt:

    @Allalbavincero: Ja, ich denke, das ist noch ein Überbleibsel aus den Zeiten, als das Rewecenter bei uns noch ein Toom war. Seit das letztes Jahr umgestellt wurde und die auch die Eigenmarke von Rewe (frei von) verkaufen, warte ich eigentlich wöchentlich drauf, daß Schneekoppe verschwindet, aber noch sind die Produkte da – zum Glück, ich liebe das Beerenmüsli von denen!

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  23. Herba schreibt:

    @Hedgehogess: Jo und genau wegen diesen Anhängern und der Propaganda, daß man abnimmt und gesünder lebt, wenn man sich glutenfrei ernährt, sitzt man dann als Zöli immer mal wieder im Restaurant und wird als Spinner abgetan *schimpf*

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  24. Herba schreibt:

    @Serv: Und sie haben sogar den Nicht-Zölis im Haus geschmeckt – gerade bei meiner Schwester will das was heißen!

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  25. Herba schreibt:

    @Poe: Ran an die Scones!!!! Ich hab vom Backen allerdings nun erstmal die Nase voll. Hab am Sonntag noch was anderes ausprobiert, das war allerdings für die Tonne :/

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  26. Herba schreibt:

    @Esther: Ja danke, sie waren sehr, sehr lecker. Die letzten beiden habe ich gestern noch verputzt und auch einen Tag alt konnte man sie noch sehr gut essen!

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  27. Herba schreibt:

    @Hari: Ja, bei mir gibts die jetzt definitiv auch öfter 🙂

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  28. Die Poe schreibt:

    Bei Dir ist das aber auch eine größere Herausforderung. Aber nicht entmutigen lassen!!!

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  29. Herba schreibt:

    @Poe: Nee, das wird irgendwann nochmal ausprobiert, aber nun brauch ich mal ne Backpause 🙂

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  30. Allalbavincero schreibt:

    Ich bin heute auf einen Kurzbeitrag im WDR aufmerksam gemacht worden, in dem Glutenfreiheit als Lifestyle thematisiert wird:
    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/markt/videomarktscannergluten100_size-L.html?autostart=true#banner
    Ich finde den Beitrag wirklich gut, aber über einige Leute könnt ich mich gepflegt aufregen.

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  31. Herba schreibt:

    @Allalbavincero: Danke für den Link.
    Mir geht es genauso wie Dir: gut gemachter Beitrag, aber einige Leute, die zu Wort kommen, könnte ich aus Sicht des Zölis gerade mal schütteln!

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