Arte zeigt heute Abend (04.06.) die englische Miniserie ‚Zwei Familien, ein Leben‘

1996 werden bei einem Bombenanschlag der IRA über 200 Menschen verletzt und die Innenstadt von Manchester schwer beschädigt.
Zu diesem Zeitpunkt trifft sich Unternehmer Daniel (Philip Glenister) gerade mit seinem Adoptivvater Samuel (Bernard Hill) und seinem Adoptivbruder Robbo (Steven Mackintosh), dem schwarzen Schaf der Familie in einem Pub.
Alle drei werden nur leicht verletzt und Daniel rettet die junge Putzkraft Joanne (Liz White) aus dem Pub. Seit diesem Tag hat sich Daniel verändert und obwohl er glücklich mit seiner Frau Clare (Saskia Reeves) zusammenlebt, beginnt er eine Affäre mit Joanne.
Wird diese Affäre auf die Dauer zu verheimlichen sein?

Zwei Familien, ein Leben‚ (im Original ‚From there to here‘) erzählt relativ unaufgeregt und in eher leisen Tönen die Geschichte des mittelalten Daniel, der eigentlich alles hat und durch ein unerwartetes Ereignis vollkommen aus der Bahn geworfen wird.
Philip Glenister ist perfekt für die Rolle des Daniel, weil er dessen Verwirrt- und Zerrisenheit gekonnt darstellt.
Als Zuschauer habe ich mich die halbe Zeit gefragt ‚Was zum Kuckuck macht der da?‘ und man nimmt ihm ab, dass er das eigentlich selber gar nicht genau weiß.
Und obwohl ihm bewußt ist, daß er falsch handelt, kann er einfach nicht aufhören aus seinem Leben auszubrechen.
Besonders gut gefallen haben mir auch Bernard Hill als Patriarch der Familie, der ständig an seinem Sohn Daniel herumnörgelt und Steven Mackintosh als Robbo, der sein Leben einfach nicht in den Griff bekommt und der bei seinem Vater vollkommen unten durch ist.
Die Dialoge zwischen diesen Drei waren teilweise sehr unterhaltsam und einiges erkennt der ein oder andere Zuschauer vielleicht auch aus seinem eigenen Familienleben wieder.
Den Frauenfiguren wird in der Geschichte weniger Szenen eingeräumt, aber sie alle spielen zentrale Rollen in der Geschichte, die erzählt wird und sowohl Reeves, als auch White, als auch Morven Christie, die Daniels erwachsene Tochter Louise spielt, machen ihre Sache hervorragend!
Neben den Schauspielern wird auch Manchester wundervoll in Szene gesetzt und die Machern haben immer wieder Luftaufnahmen der Stadt eingestreut, die sehr schön anzusehen sind.
Ansonsten steht aber ganz klar die Familiengeschichte im Fordergrund und selbst mit Hintergrundmusik wird sehr sparsam umgegangen.
In den ersten beiden Folgen war mir die Handlung an manchen Punkten zu langsam erzählt und ich hätte mir für manche Szenen auch die Gedanken und Reaktionen von Clare und Joanne dazu gewünscht, aber insgesamt ist ‚Zwei Familien, ein Leben‘ ein unterhaltsame und nachdenklich machende Miniserie, die ich nicht nur Fans von Glenister und Mackintosh empfehlen kann!

Die Serie bei Arte
Die Serie bei der BBC
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

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2 Antworten zu Arte zeigt heute Abend (04.06.) die englische Miniserie ‚Zwei Familien, ein Leben‘

  1. suzy schreibt:

    Philip Glenister mag ich sehr gerne dank „Ashes to Ashes“. Und Liz White hat ja in „Life on Mars“ mitgespielt…..
    Leider bin ich heute Abend nicht da aber ich werde es aufnehmen, bin schon sehr gespannt! Schönen Feiertag!

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  2. Herba schreibt:

    @Suzy: Die beiden Serien hab ich nie gesehen, aber ich sehe die Glenister-Brüder auch immer total gerne!
    Ich hoffe Du hattest einen schönen Tag!?!

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