Der Fall Jane Eyre (Thursday Next, #1) von Jasper Fforde

1985:
In einer Parallelwelt, in der Literatur eine große Rolle spielt und siet Jahrzehnten ein Krieg auf der Krim zwischen Russland und England tobt, arbeitet die Kriegsveteranien Thursday Next als LiteraturAgentin (LitAg) für die Abteilung SO-27 des Special Operation Networks in London und ermittelt mit ihrem Team, als das Originalmanuskript von Charles Dickens Roman ‚Martin Chuzzlewit‘. S
chnell wird klar, daß der Superkriminelle Acheron Hades hinter dem Diebstahl steckt. Als Thursdays Team ihn stellt, gerät der Einsatz zum Fiasko, einige Teammitglieder sterben und Thurday überlebt nur mit knapper Not. Als sie wieder fit ist, läßt sie sich in ihre Heimatstadt Swindon versetzen und sucht fieberhaft nach Hades, der es nun auf ‚Jane Eyre‘ abgesehen hat…

Der Fall Jane Eyre‚ wurde mir mehrfach empfohlen und nie hatte ich Zeit oder Gelegenheit das Buch in die Hand zu nehmen, aber nach der letzten Empfehlung war es dann endlich so weit.
Jasper Fforde schreibt eingängig und mitreißend. Trotzdem hatte ich im ersten Drittel einige Probleme in die Geschichte hineinzufinden.
Das lag vermutlich komplett an der Parallelwelt, die unserer Welt einerseits so ähnlich ist und dann doch sehr, sehr phantastisch anmutet.
Je mehr Informationen ich beim Lesen über diese andere Welt bekommen habe und die Unterschiede immer klarer wurden, umso besser konnte ich mich in die Geschichte einfinden, auch wenn manche Details mir vielleicht ein klein wenig zu abgedreht waren; die Zeit wird angehalten, Menschen gehen in Büchern spazieren, es gibt Werwölfe und Vampire und auf der Krim tobt seit Jahrzehnten ein Krieg, der relativ sinnlos erscheint.
Thursday ist eine sympathische Hauptfigur, die in ihrem Leben schon einiges mitgemacht hat und mit der man unweigerlich mitfiebert, wenn sie auf den Superschurken Hades Jagd macht.
Hades ist nicht nur unsympathisch, sondern auch der Alptraum für jeden Literaturliebhaber, denn wer möchte sich schon gerne vorstellen, daß jemand Figuren aus geliebten Büchern kidnappt, sie sogar umbringt und damit die literarische Welt vollkommen verändert.
Wahnsinnig imponiert hat mir die augenscheinliche Kenntnis von literarischen Werken, die der Autor besitzen muss, um Anspielungen zu machen, Handlungsstränge und Figuren aus diesen Werken einzubauen und schließlich die eigene Heldin zum Teil eines weltbekannten Romans wie ‚Jane Eyre‘ zu machen.
Das ist auch der Hauptgrund, das ich die Romanreihe um Thursday Next weiterverfolgen werde, auch wenn es mir wie gesagt manchmal ein klein wenig zu phantastisch wurde.
Und Literaturliebhabern mit einem Faible für Fantasyliteratur kann ich die Bücher von Jasper Fforde auf jeden Fall wärmstens ans Herz legen!

Die Thursday-Next-Reihe:
Der Fall Jane Eyre
In einem anderen Buch
Im Brunnen der Manuskripte
Es ist was faul
Irgendwo ganz anders
Wo ist Thursday Next?
The Woman Who Died a Lot

Jasper Fforde bei dtv
Die Homepage von Jasper Fforde

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