Madame Mallory und der Duft von Curry

Die indische Familie Kadam verläßt ihre Heimat, nachdem das familieneigene Restaurant während bürgerkriegsähnlichen Unruhen abbrannte und die Ehefrau (Juhi Chawla) von Papa Kadam (Om Puri) in den Flammen umkam.
Über England kommt die Familie in eine kleine französische Stadt und Papa Kadam entschließt sich dort ein Haus zu kaufen und ein neues indisches Restaurant zu eröffnen.
Davon sind weder die Dorfbewohner noch Madame Mallory (Helen Mirren), die Besitzerin des französischen Restaurants, das genau gegenüber liegt, besonders begeistert.
Um die Familie Kadam wieder zu vertreiben, versucht Madame Mallory die Eröffnung zu verhindern und sabotiert zum Beispiel den Einkauf auf dem Markt.
Trotzdem muss auch die streitbare Dame bald einsehen, daß Hassan (Manish Dayal), ein Sohn der Familie einer der begabtesten Köche ist, die ihr jemals untergekommen sind.
Werden die beiden Restaurants nun auf Dauer nebeneinander existieren können?

Ich hatte von ‚Madame Mallory und der Duft von Curry‚ eigentlich recht wenig erwartet. Filme übers Kochen sind nämlich nicht unbedingt mein Fall, aber da ich Helen Mirren sehr schätze und für einen verregneten Nachmittag einen Wohlfühlfilm suchte, ist die DVD dann doch auf meiner Leihliste gelandet.
Zum Glück muss ich sagen, denn der Film hat mir wirklich unterhaltsame 122 Minuten bereitet.
Die Geschichte der Familie Kadam, die sich eigentlich daheim in Indien sehr wohl fühlt und durch einen Schicksalsschlag dazu gezwungen wird, nach Europa zu gehen, geht sehr ans Herz. Aber ‚Madame Mallory…‘ ist kein trübsinniger Film.
Ganz im Gegenteil, ich habe sehr viel gelacht. Über Papa Kadam, der seine Kinder kurzentschlossen in einen Kleinbus verfrachtet, sein Glück in Frankreich sucht und dabei vor allem die beiden Ältesten fast in den Wahnsinn treibt mit seiner Sturheit.
Aber auch Helen Mirren als strenge, verbissene Gastronomien, mit dem Hang zu meckern und zu zetern war stellenweise urkomisch.
Manish Dayal bietet dazu den gefühlvollen Gegenpart des höflichen, begabten Jungkochs, der für diesen beruf geboren zu sein scheint und der dafür lebt, seine innovativen neuen Ideen ausprobieren zu können.
Natürlich gibt es auch eine kleine Lovestory innerhalb des Films und nach einigen Irrungen und Wirrungen ist am Ende für alle alles gut, so wie es bei dieser Art von Film einfach sein sollte!
Ich kann Kritiker verstehen, die diesen Film für zu vorhersehbar, weichgespült und kitschig finden, aber mir hat gerade die Mischung aus Humor, Integrationsgeschichte, lebe Deinen Traum, Bollywood trifft auf Europa und Ende-gut-alles-gut-Märchen gefallen und daher kann ich ‚Madame Mallory….‘ auch auf jeden Fall für einen regnerischen Tag auf dem Sofa empfehlen!

Der deutsche Trailer

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