Feuerprobe (Everflame, #1) von Josephine Angelini

Die siebzehnjährige Lily Proctor ist hochgradig gegen alles mögliche allergisch, kann daher nicht an den typischen Aktivitäten der Highschool von Salem teilnehmen und ist daher ein krasser Aussenseiter.
Nur Tristan, Lilys bester Freund steht ihr bei. Als der gutaussehende Typ ihr jedoch das Herz bricht, wünscht sich Lily weit weg und findet sich tatsächlich in einem Salem wieder, das komplett anders ist, als ihre Heimatstadt.
Hier herrschen mächtige Hexen und kämpfen gegen die Bewohner der sogenannten Aussenwelt. Die mächtigste Hexe heißt Lilian und sieht Lily zum Verwechseln ähnlich.
Wird es Lily gelingen herauszufinde, was mit ihr passiert ist und wie sie wieder nach Hause kommt?

Nachdem ich in diesem Sommer in einem Theatersaal nach Salem entführt wurde, hat mich die Hexenthematik gedanklich auch im Herbst beschäftigt.
Da ich nicht wirklich gerne Sachbücher lese, blieb es bei der gedanklichen Beschäftigung, aber als mir dann ‚Feuerprobe‘ in die Hände gefallen ist und ich im Klappentext den Namen Proctor entdeckt habe, konnte ich nicht wiederstehen und mußte das Buch einfach lesen – ohne mich weiter mit dem genauen Inhalt zu beschäftigen.
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Hauptfigur aus der Jetztzeit in die Zeit der Hexenprozesse reist und war etwas erstaunt, als Lily in einer Parallelwelt landete, die sich stark von unserer Welt unterscheidet.
Im Salem, dass von der mächtigen Hexe Lilian regiert wird, werden Wissenschaftler verfolgt und die sogenannten Crucible versorgen die normalen Menschen anhand ihrer magischen Fähigkeiten mit allem , was benötigt wird, zum Beispiel Energie, Nahrung, Kleidung und Medizin.
Diese Idee fand ich definitiv interessant, aber an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Information dazu gewünscht.
Lily war mir eigentlich von Anfang an sympathisch, auch wenn mir ihre Wandlung vom totkranken Mädchen zur Heldin innerhalb der Geschichte ein klein wenig zu schnell ging.
Ihr Ebenbild Lilian scheint das genaue Gegenteil zu sein, und wird als skupelloser Bösewicht beschrieben, der gerne auch mal über Leichen geht.
Tristan, den es auch in beiden Welten gibt, ist immer ein Weiberheld aber auch ein treuer Freund.
Aber natürlich muss es auch einen dunklen Held geben, an der sich die Heldin reiben kann und der ihr trotzdem zur Seite steht.
Dafür hat die Autorin den Heiler Rowan vorgesehen, der einst Lilian diente und ihr nun erbittert Widerstand leistet. Die Kabbeleien zwischen Lily und Rowan fand ich ganz schön, auch wenn sie vielleicht ein klein wenig vorhersehbar waren.
Das Buch ist in einem gut lesbaren und flüssigen Schreibstil verfaßt und ich war eigentlich recht schnell mitten im Geschehen.
Und auch wenn die Geschichte anders war, als ich erwartet hatte und mir manchmal etwas zu sehr ins Klischee abdriftete (Lily hat zum Beispiel rote Haare und grüne Augen, wie sich das für eine Hexe gehört) bin ich gespannt wie es weitergeht und freue mich auf den zweiten Teil der Trilogie, der hoffentlich nächstes Jahr erscheint.

Die Everflame-Trilogie:
Feuerprobe (Trial by Fire)
Trail of Tears
Traitor’s Pyre

Josephine Angelini bei Dressler
Josephine Angelinis Homepage

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