Arte zeigt ab heute (16.10.) die US-Serie „Rectify“

Daniel Holden (Aden Young) saß 19 Jahre in der Todeszelle, weil er als 18jähriger für die Vergewaltigung und den Mord an seiner 16jährigen Freundin Hanna zum Tode verurteilt wurde.
Nun wurde durch einen neuen DNA-Test festgestellt, daß das sichergestellte Sperma nicht von Daniel stammt und er kommt vorläufig frei bis die Staatsanwaltschaft entschieden hat, ob sie ihm erneut den Prozess machen.
Daniel kehrt in seine Heimatstadt Paulie in Georgia zurück und versucht in ein normales Leben zurückzufinden…

‚Rectify‘ ist eine kritische, sehr langsam erzählte Serie, mit ruhiger Hintergrundmusik und ansehnlichen Landschaftsaufnahmen und vielleicht geht sie gerade daher so unter die Haut.
Sie beschreibt nicht nur, wie es Daniel Holden im Gefängnis erging und wie er versucht nach 19 Jahren in der Todeszelle ein Gespür für das ’normale‘ Leben zu finden, sondern auch wie seine Mutter, sein Bruder und seine Schwester unter der Situation leiden und wie sein Stiefvater und -bruder damit fertig werden müssen, daß nun ein Fremder zur Familie gehört, der sich irgendwie merkwürdig benimmt.
Allein diese Handlungsstränge würden für eine Serie vollauf genügen, aber es wird auch Kritik an den Menschen geübt, die die Ermittlungen leiteten, die zu Daniels Verhaftung geführt haben, die nun alles versuchen, um ihn wieder ins Gefängnis zu stecken und denen es dabei fast egal zu sein scheint, ob er nun schuldig ist oder nicht.
Und ob Daniel schuldig ist oder nicht, weiß man nicht so genau, denn auch hier haben die Macher der Serie es meisterhaft verstanden, immer wieder neue Fragen zur Tat aufzuwerfen und dem Zuschauer erst einmal selbst überlassen, was er daraus macht.
Daher wird aus Rectify auch keine Serie, die mit erhobenem Zeigefinger daherkommt, sondern die kritisiert und zum Denken anregt.
Und natürlich gibt es noch die Einwohner von Paulie, die nicht gerade begeistert darüber sind, daß ein Todeszellenkandidat in ihrer Stadt lebt.
Der religöse Aspekt der Geschichte geht mir stellenweise etwas zu weit, aber zum Glück wird nie der Punkt überschritten, wo es mich zum Abschalten bewegt hätte.
Der Cast ist durch die Bank weg hervorragend ausgewählt und harmoniert sehr gut miteinander, wobei mir Aden Young und Abigail Spencer am besten gefallen haben.
Insgesamt ist ‚Rectify‘ für mich eine lohnenswerte Serie, auf die man sich einlassen muss und die man nicht einfach so nebenher schauen kann, weil sie aufwühlt und sich nicht nur mit Todesstrafe sondern auch mit zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt.

‚Rectify‘ bei Arte
‚Rectify‘ beim Sundance Channel
‚Rectify‘ im deutschen Fernsehen – Termine

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Eine Antwort zu Arte zeigt ab heute (16.10.) die US-Serie „Rectify“

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