Pandablues (Charlotte Sander #2) von Britta Sabbag

Charlottes Leben könnte gerade eigentlich nicht besser sein. Sie hat endlich wieder einen Job, einen tollen Partner und gute Freundinnen.
Leider füllt die Arbeit im Zoo Charlotte nicht wirklich aus, ihr Freund Eric scheint plötzlich Geheimnisse zu haben und ihre besten Freundinnen Mona und Trine sind ganz mit sich und ihren Leben beschäftigt.
Kann die chaotische Charlotte trotz Katastrophen am laufenden Band ihr Leben wieder in den Griff bekommen?

Bevor ich zu meinem Leseeindruck komme, möchte ich erst einmal etwas in Richtung Verlag loswerden:
Lieber Bastei Luebbe Verlag,
vielen Dank, daß ihr diesen Titel als kostenloses ebook zur Verfügung gestellt habt! Wirklich eine sehr nette Geste!
Aber wäre es wirklich zu viel verlangt, irgendwo einen Hinweis anzubringen, daß es sich bei diesem Band um den zweiten Teil einer Reihe handelt???
Ich weiß, ich weiß, alles eine Frage der Verkaufsstrategie. Schließlich greift der Leser sonst vielleicht nicht zu und kauft dann nach Feststellung der Reihen-Geschichte dann auch noch den Rest der Reihe oder zumindest wenigstens die Vorgängerbände.
Und schließlich ist ‚Pandablues‘ ja eine abgeschlossene Geschichte, für deren Verständnis man den ersten Teil nicht unbedingt braucht.
Tja, dazu kann ich nur sagen: Man braucht ihn vielleicht nicht, aber ICH hätte ihn vielleicht doch ganz gern gelesen und zwar VOR Band 2 und nein, ich werde ihn nun nicht mehr kaufen, ich bin nämlich genervt – SO! Das mußte mal raus!

Ich bin auf ‚Pandablues‚ im Zuge einer Kostenlos-ebook-Aktion aufmerksam geworden und hatte es als hoffentlich unterhaltsames Buch für zwischendurch auf meinem Guy geparkt.
Der öffentliche Nahverkehr und kein WiFi to go machen es möglich: Ich saß am Bahnhof fest, hatte mein bis dato aktuelles Buch fertig und das einzige deutsche Buch auf meinem Reader war das von Britta Sabbag.
Eine Viertelstunde später schmunzelte ich über die chaotische Charlotte, die scheinbar ein Händchen dafür hat, anderen Menschen wirklich gute Ratschläge zu erteilen und selbst alles in kürzester Zeit in ein absolutes Chaos zu verwandeln, zumindest, wenn es um ihr Privatleben geht.
Gefallen hat mir auch ihr Job im Zoo bei den Pinguinen, die total knuffig sind, aber leider nicht wirklich oft vorkommen und recht schnell im ersten Drittel des Buchs von der Zoo-eigenen Nacktmullkolonie (Nacktmulle – oder heißen die Nacktmulletten? – sind zur Zeit aus meinem Blog irgendwie nicht mehr wegzudenken irre ) abgelöst werden, die sich nach dem Tod ihrer Königin gegenseitig massakrieren.
Charlotte muss einschreiten, weil der Zoodirektor kein Blut sehen kann und spätestens als sie die Tierchen beherzt in Eimer verfrachtet, hatte ich feuchte Augen, weil ich mir das Lachen verkneifen mußte.
Charlotte als Figur war mir schon sehr sympathisch und ihre bissigen Kommentare könnten teilweise auch von mir kommen, allerdings kann ich persönlich wiederum so gar nicht nachvollziehen, wieso sie ihre Freundin Trine noch nicht erwürgt hat.
Die Frau ist nämlich wirklich anstrengend und spätestens nach der Geburt ihres zweiten Kindes hätte ich ihr an Charlottes Stelle die Freundschaft gekündigt (oder sie in Omas Grünkohlbeet verbuddelt!).
Britta Sabbag hat einen gut lesbaren Schreibstil, allerdings ist sie mit ihrer Geschichte für meinen Geschmack manchmal etwas zu sehr bemüht lustig.
Insgesamt war ‚Pandablues‘ (bei Veröffentlichung dieses Posts übrigens immer noch als kostenloses ebook z.B. hier erhältlich) für mich ein kurzweiliges Lesevergnügen für zwischendurch.

Die Sander-Reihe in chronologischer Reihenfolge:
Pinguinwetter
Pandablues

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12 Antworten zu Pandablues (Charlotte Sander #2) von Britta Sabbag

  1. cRAmerry schreibt:

    Tatsächlich Nacktmulle? Wenn das kein Zeichen ist. Und bevor du fragst: nein, ich weiss nicht wofür das ein Zeichen sein soll 🙂
    Brille ist da, Durchblick erschreckend klar 😦

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  2. Herba schreibt:

    Ja, wirklich. Ne ganze Kolonie. Erst im Blutrausch und dann im Eimer 😉
    Das ist ein Zeichen dafür, daß wir die Nacktmulls/mulle/mulletten hier nie wieder aus dem Hinterkopf kriegen 😉
    Ach, an den Durchblick gewöhnst Du dich schnell wieder und zur Not einfach nur einmal die Woche putzen 😉

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  3. cRAmerry schreibt:

    Ahhhh, putzen…. Ob es wohl daran lag? *grübel*

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  4. Herba schreibt:

    Also, wenn Du bei nem guten Optiker warst, wäre der auf die Idee mit dem Putzen gekommen, bevor er DIr was Neues andreht 😉

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  5. cRAmerry schreibt:

    Er war sicher ein guter Geschäftsmann 😉
    Ne, paßt schon. Ich unterstütze das heimische Optikerfachgeschäft.

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  6. Herba schreibt:

    Sehr vorbildlich die Dame! 😀

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  7. Tja das Thema Nacktmull werden wir wohl nie wieder los, allerdings hoffe ich, dass uns der Anblick im Kino erspart belibt…..

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  8. Herba schreibt:

    Ich denke da haben wir gute Karten – wer dreht schon nen Film mit oder über nen Nacktmull :mrgreen: 😉

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  9. cRAmerry schreibt:

    Filme über Nackmule gibts höchstens im Discovery Channel. Alles andere ist reine Assoziation….. 😉

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  10. Bei Nacktmull hatten wir doch kürzlich eine ganz andere Assoziation als einen haarlosen Vierbeiner…. 😉

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  11. cRAmerry schreibt:

    Das genau meinte ich mit Assoziation 😉
    Urspünglich sind das nämlich vollkommen unspektakuläre Viecher….

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  12. Herba schreibt:

    Unspektakulär würde ich die hässlichen Biester nun aber nicht gerade nennen 😉

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