So viel mehr

Robin Williams war so viel mehr als der Schauspieler, den so viele Menschen kannten.

Er war Sohn, Ehemann, Vater, Freund, Comedian, Philantrop, Hobbysportler, Suchtkranker…

Von seinen vielen Filmen kenne ich nur ein paar, aber vor allem mit ‚Mrs. Doubtfire‚ hat er mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Mit ‚Der Club der toten Dichter‚ hat er eindrucksvoll bewiesen, daß er nicht nur Komiker, sondern auch ein großartiger Schauspieler war, der Menschen nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken und zum Weinen bringen konnte.

Seit der Nachricht von seinem Selbstmord haben wahnsinnig viele Menschen ihre Betroffenheit und Trauer zum Ausdruck gebracht und es gibt Stimmen die fragen: ‚Wie kann man um einen fremden Menschen trauern?‘

Tja, eine wirkliche Antwort dazu habe ich auch nicht, aber ich denke, daß wir vor allem bei Schauspielern, die wir regelmäßig in Filmen und Serien anschauen, das Gefühl bekommen, daß wir sie eben doch ein klein wenig kennen, weil wir mit ihnen lachen und mit ihnen weinen.
Und so wird der Tod eines einzelnen Menschen irgendwie greifbarer, als zum Beispiel die vielen tausend Menschen, die gerade irgendwo auf unsrem Planeten sterben – weil sie krank sind, oder alt oder weil Krieg herrscht…

Ich bin auch traurig. Traurig darüber, daß die Welt einen Menschen verloren hat, den so viele, die ihn kannten, als guten Kerl beschreiben.
Ich bin traurig darüber, daß ihm niemand helfen konnte und er so krank und verzweifelt gewesen sein muss, dass er keinen anderen Ausweg als Selbstmord mehr sah.

Und ich würde mir wünschen, dass überall auf der Welt die Menschen die Botschaft aus einem seiner Filme beherzigen und mal auf einen Tisch steigen, um ihre Perspektive zu ändern.
Vielleicht hören dann die vielen Kriege auf unserem Planeten wenigstens für eine Weile auf und niemand fühlt sich mehr genötigt einen anderen wegen seiner Religion, seiner Hautfarbe, seiner Rasse seiner sexuellen Orientierung oder wegen was auch immer zu ermorden!

O Captain! My Captain!

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20 Antworten zu So viel mehr

  1. cRAmerry schreibt:

    Ahhhhh, dieses Finale. Gänsehautkino. Ich war damals glaube ich 3x im Kino und immer wieder hin und weg. Und dann diese stimmige Filmmusik von Maurice Jarre. Meine Güte war Ethan Hawke jung damals. Werde mir das dringend mal wieder ansehen. War sonst kein spezieller Freund von R.Williams, aber dieser Film hat mich nachhaltig beeindruckt. Sehr traurig, dass er offensichtlich am Leben gescheitert ist. Er war schon ein Grosser.

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  2. Servetus schreibt:

    It’s amazing how many people will tell you they were inspired to become teachers by that film.

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  3. Herba schreibt:

    Nicht nur Ethan Hawke war damals jung, die meisten Herren hatten noch die Eierschalen hinter den Ohren 🙂
    Ich bin eigentlich kein Fan dieses Films (wegen dem was mit Neil passiert), aber mit dieser letzten Szene kriegen sie mich dann doch immer wieder *seufz*

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  4. Herba schreibt:

    Really? I wish I’ve had a teacher like that 🙂

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  5. cRAmerry schreibt:

    Also mich hat das auch jedesmal geflasht, gerade das Elend mit Neill. Hölle, war der Junge verzweifelt! Meine Freundin hat mir damals sogar ein Buch mit Gedichten von Walt Withman geschenkt. Habs nie gelesen, aber vielleicht schau ich jetzt mal rein 😀

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  6. Herba schreibt:

    Na ja, ich bin halt ein Happy End Junkie, da kommt so ein Drama nicht so gut und ich war vermutlich auch noch ein bißchen jung um alle Aspekte richtig zu erfassen…
    Andererseits wußte ich damals schon Herren mit markanten Nasen die schauspielern können zu schätzen 😎

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  7. cRAmerry schreibt:

    Ich war ja auch lange bekennender Happyend-Fan. Aber wie du schon sagst, manchmal wird man dann doch eines Besseren belehrt. Anscheinend hat mich damals schon irgendwas in der Vorschau angesprochen (Musik/Atmosphäre) sonst wäre ich da nicht reingegangen.

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  8. Herba schreibt:

    Es ist ja auch wirklich ein toller und bewegender Film, mit so viel talentierten Leuten. Ich fand es nur damals schon mehr als traurig, daß jemand keinen anderen Weg sah, als seinem Leben ein Ende zu setzen 😦

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  9. cRAmerry schreibt:

    Unwidersprochen! Die 50er waren da schon eine eklige Zeit.

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  10. Herba schreibt:

    …und die Betonköpfe sterben leider nie aus 😦

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  11. cRAmerry schreibt:

    Wohl war. Es gibt immer wieder Felder, wo Dinge zwanghaft betrachtet werden und Individualismus keinen Raum hat.

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  12. Herba schreibt:

    Schön sind auch immer Sätze, wie: Das war schon immer so, daher muss das auch weiterhin so sein!

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  13. cRAmerry schreibt:

    Das gehört definitiv in den Klassiker-Bereich. Und wird gerne in beamten- und/oder öffentl.rechtl. Arbeitsumfeld angewandt 😦
    Und am schlimmsten ist es, wenn dann schon junge Leute (unter 30) so gestrickt sind. Habe die Erfahrung gemacht, dass das im Typ angelegt ist und solche Leute ihre Sicherheit eben aus diesen betonierten Weisheiten beziehen. Flexibilität geht anders.

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  14. Herba schreibt:

    Oh ja, wem sagst Du das…bei jüngeren Leuten ist das in der Tat besonders gruselig!!!

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  15. cRAmerry schreibt:

    Und genau deshalb hört das irgendwie nie auf 😦

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  16. silke lion schreibt:

    Danke-Du sprichst mir aus dem Herzen.

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  17. nettebuecherkiste schreibt:

    Die Oh Captain, my captain-Szene war die erste, bei der ich im Kino wirklich knochenhart geheult habe. War ein sehr wichtiger Film für mich. Der andere große Film für mich: Good morning, Vietnam. Mrs Doubtfire habe ich nie gesehen, das ist glaube ich nicht so mein Ding.

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  18. Herba schreibt:

    Good Morning Vietnam hab ich noch nie gesehen, aber eigentlich nur, weil es noch nie gepaßt hat. Irgendwann hole ich das definitiv mal nach!

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