Gone Girl – Das perfekte Opfer von Gillian Flynn

Das Ehepaar Amy und Nick lebt in New York City und beide arbeiten für Zeitschriften.
Als sie nacheinander arbeitslos werden, ist das für beide nicht weiter bedrohlich, da Amy über ein ansehnliches Treuhandvermögen verfügt, dass sie von ihren Eltern, einem erfolgreichen Autorenehepaar, bekommen hat.
Doch als Amy fast ihr gesamtes Geld an ihre Eltern verleiht und sie zusammen mit Nick in seine Heimatstadt in Missouri zieht, um sich dort um Nicks kranke Eltern zu kümmern, fängt ihre Beziehung an langsam schwierig zu werden.
Schließlich verschwindet Amy an ihrem 5. Hochzeitstag und eine fieberhafte Suche nach ihr beginnt. Wird Amy wohlbehalten zu Nick zurückkehren?

Gone Girl‚ ist eins der Bücher, um die ich einen großen Bogen gemacht habe, weil der Hype so groß war.
Aber da nun der erste Trailer zur Romanverfilmung erschienen ist, wollte ich das Buch dann doch endlich mal in die Hand nehmen und mir eine eigene Meinung bilden.
Da ich kein unbedingter Freund von Ben Affleck bin und Rosamund Pike überhaupt nicht mag, war es nicht unbedingt gut die beiden beim Lesen als Nick und Amy vor meinem geistigen Auge zu haben, aber denn nachdem ich den Roman beendet habe, muss ich sagen:
Hut ab, die beiden sind für die jeweilige Rolle hervorragend gecasted.
Und da sind wir auch schon bei meinem ‚Problem‘ mit diesem Buch.
Sowohl Nick als auch Amy sind sowas von unsympathisch, dass ich kurz davor war, das Buch einfach in die Ecke zu werfen und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Nur meine Neugier im Bezug darauf, ob ich recht habe was das Ende angeht, haben mich durchhalten lassen. Uuuund das gute Zureden von Pö, die das Buch schon kennt und gerne mal mit jemandem drüber reden würde…
Gillian Flynn läßt Nick und Amy immer abwechselnd ein Kapitel erzählen, was ja an sich ein gutes erzählerisches Stilmittel ist und mir auch geholfen hätte, wenn wenigstens einer der beiden irgendwie halbwegs sympathisch gewesen wäre.
So bin ich beim Lesen einfach nur zwischen ‚Arsch‘ und ‚Zicke‘ hin und her gesprungen.
Die Geschichte an sich ist nur im zweiten Drittel des Buches halbwegs spannend und das Ende war dann so abstruß, dass es schon wieder fast gut war, mich aber kopfschütteldn zurückgelassen hat.
Insgesamt kann ich ‚Gone Girl‚ für mich persönlich als Buch abhaken, bei dem ich den Hype nicht nachvollziehen kann und froh bin, daß ich mich nicht auch noch durch die englische Variante ‚gequält‘ habe.

Gillian Flynn beim Fischer Verlag
Die englischsprachige Homepage der Autorin

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10 Antworten zu Gone Girl – Das perfekte Opfer von Gillian Flynn

  1. Bücher&More schreibt:

    Ich bewundere deinen Mut, dass du’s bis zum Ende durchgezogen hast…Ich hab aufgegeben..

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  2. Herba schreibt:

    Danke, für alles andere bin ich wohl zu neugierig, aber ich verstehe dich sehr, sehr gut!

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  3. Servetus schreibt:

    Interessant — ich hatte das Buch aus genau demselben Grund auch lange vermieden. Doch fand ich es vom Anfang an spannend. (So verschieden sind die Menschen.) Der Film sollte allerdings ein verschiedenes Ende haben, habe ich irgendwo gelesen. Nachher las ich ein anderes Buch vom Flynn (über eine Journalistin, die nach Hause fährt, um über eine Mordtat zu berichten), das aber bei weitem nicht so gut war.

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  4. Die Poe schreibt:

    Ich mochte das Buch ja gerne, hatte nur zwischendrin immer mal Phasen, in denen es mir einfach zu langatmig und uninteressant war. Aber danke, dass Du durchgehalten hast, um mit mir drüber reden zu können. Allerdings hab ich doch gesagt, du kannst nach dem 2. Drittel aufhören 🙂

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  5. Herba schreibt:

    So bin ich *lachen*
    Ich weiß, aber ich bin einfach zu neugierig und wenn man es so lange durchgehalten hat…

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  6. Herba schreibt:

    Es ist wirklich spannend, wie unterschiedlich wir Menschen Dinge wahrnehmen und empfinden, aber alles andere wäre auch totlangweilig!
    Dass der Film ein anderes Ende bekommen soll, finde ich doof. Weißt Du ob es eine Begründung dafür gibt und wenn ja welche?

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  7. Herba schreibt:

    Thanks a lot for the link. Mmmmh, we’ll have to wait and see what they really changed I guess

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