Quirke (Originalversion)

Quirke (Gabriel Byrne) ist der Chefpathologe der städtischen Leichenhalle in Dublin.
Er ist außerdem Witwer, versteht sich nicht sonderlich gut mit seinem Adoptivvater und -bruder und hat ein ernsthaftes Alkoholproblem, als er anfängt in Todesfällen zu ermitteln, die ihm verdächtig vorkommen.
Dabei ermittelt er in verdächtigen Todesfällen bei Kindern, einem verdächtigen Selbstmord und dem plötzlichen Verschwinden einer jungen Frau…

Quirke (seinen Vornamen erfährt man in der Serie nicht, oder ich habe ihn nicht mitbekommen) ist ein Einzelgänger und vom Leben stark gebeutelt, wie man nach und nach erfährt und wird großartig von Gabriel Byrne gespielt.
Byrne bringt alles mit, was man meiner Meinung nach für die Rolle braucht: einen überzeugenden irischen Akzent, die Fähigkeit gut und gleichzeitig leicht derangiert auszusehen und gute schauspielerische Fähigkeiten.
Er ist charmant, wenn es gefordert wird, kann aber genauso gut den eigenbrötlerischen Pathologen geben, der sich am liebsten an seinem gut gefüllten Glas festhält und auch Wut und Depression nimmt man ihm ab.
Sehr gut fand ich auch Nick Dunning als Quirkes Adoptivbruder, der extrem steif und snobistisch und einfach unsympathisch ist und der sich letztendlich doch um seinen Bruder und den Rest der Familie sorgt.
Aisling Franciosi, die Quirkes Nichte spielt, ging mir stellenweise ziemlich auf den Keks, aber das ist vermutlich einfach der Rolle geschuldet, denn die junge Dame hat einiges an Familiengeheimnissen zu verdauen und muss erst ihren Platz im Leben finden.
Michael Gambon als Quirkes Vater fand ich nicht gut gecastet, weil die beiden nicht wirklich so aussehen, als könnten sie Vater und Sohn sein.
Die Fälle, mit denen sich Quirke befaßt, sind ziemlich unblutig, aber doch spannend und aufwühlend.
Gepaart mit der Rahmenhandlung um Quirkes Probleme ist eine interessante irische Krimiserie entstanden, die den ganz eigenen Charme der 50iger Jahre versprüht, sich kritisch mit der damaligen Gesellschaft auseinandersetzt und gute Krimiunterhaltung garantiert.

Endstanden ist die Serie übrigens nach Vorlage von Benjamin Blacks Romanen: ‚Christine Falls‚, ‚The Silver Swan‚ und ‚Elegy for April‚.

‚Quirke‘ bei RTE
‚Quirke‘ bei der BBC
‚Quirke‘ bei der ARD
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

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3 Antworten zu Quirke (Originalversion)

  1. Servetus schreibt:

    I love Gabriel Byrne’s work and I really liked these novels when they came out … Thanks for the alert that it’s a tv series!

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  2. Herba schreibt:

    Me too. He is one of those actors I can watch forever.
    You’re welcome!

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  3. Pingback: Fernsehtipps für die kommenden Tage | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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