Anne Eyre von Summer Day

Die achtzehnjährige Anne Eyre hatte eine schwierige Kindheit.
Sie wurde von ihren Eltern als Baby bei ihrer Tante zurückgelassen, die sie nie mochte und schließlich zu Pflegeeltern gab, wo Anne die Hölle auf Erden erlebte.
Schließlich konnte sie eine teure Privatschule besuchen, weil ein geheimnisvoller Spender die Schulgebühren für sie bezahlte.
Nun hat sie die Schule erfolgreich abgeschlossen und wartet darauf mit Hilfe eines Stipendiums in Cmabridge studieren zu können.
Um über den Sommer Geld zu verdienen, geht sie nach Thonrton Hall, um dort einem kleinen französischen Mädchen Englisch beizubringen.
Dort begegnet sie dem reichen und anziehenden Hausherren Nathanial Rochester, der Anne in seinen Bann zieht und den ein Gehheimnis zu umgeben scheint…

Anne Eyre‚ stand schon länger auf meiner Wunschliste und ich war auf die moderne Version des Klassikers ‚Jane Eyre‚ mehr als gespannt.
Summer Day schreibt in für mich gut lesbarem Englisch, allerdings ist mir ihr Schreibstil insgesamt manchmal etwas zu kurz gefaßt.
Sie ist bei ihrer modernen Umsetzung sehr, sehr nahe am Original geblieben und hat an der allgemeinen Geschichte sehr wenig verändert, was einerseits ja sehr gut ist.
Andererseits komme ich hier auch gleich zu meinem größten Kritikpunkt zum Buch:
Manche Erzählstränge der Geschichte, die im Original plausibel sind, funktionieren für mich so in der heutigen Zeit nicht.
Dass sich Rochester zum Beispiel im Original nicht scheiden lassen kann, ist verständlich, aber wieso kann Nate das heute nicht?
Die Autorin hat das mit der Familie seiner Frau begründet, sie sie einfach fallen lassen würden, aber Nate wird als steinreich beschrieben, da frage ich mich schon, wieso er sich nicht scheiden läßt und sich trotzdem um seine (Ex)Frau kümmert.
Auch die Forderung nach Heirat von Rivers finde ich in der modernen Variante komplett überzogen, auch wenn das natürlich im Hinblick auf seinen strengen Glauben noch mehr Sinn macht, als die Scheidungsgeschichte.
Ich vermute mal, dass die Autorin sowohl den Puristen als auch den etwas experimentierfreudigeren Eyre-Fans gerecht werden wollte, indem sie zwar ein modernes Seting benutzt, aber so wenig verändert wie möglich und dabei sind dann solche ‚Logiklöcher‘ entstanden.
Trotz dieser Kritik fand ich es sehr spannend diese wundervolle Geschichte in die heutigen Zeit verpflanzt zu lesen und ich werde mich sicher irgendwann auch mal an andere Remakes der Autorin wagen, um zu sehen, was sie zum Beispiel aus Elizabeth und Darcy (in ‚Pride & Princesses‚) gemacht hat.

Summer Days Blog

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