Die Diagnose von John Gapper

Dr. Ben Cowpers ganz alltäglicher Nachtdienst als Psychater in einem Krankenhaus wird von der Einlieferung eines prominenten Patienten unterbrochen.
Harry Shapiro war einer der führenden Bänker an der Wall Street und stiftete Millionen für das New Yorker Krankenhaus in dem Ben arbeitet.
Nun hat Shapiro seinen Job verloren und seine Frau bringt ihn wegen Selbstmordgefahr in genau diese Klinik.
Leider möchte Shapiro nach einer Nacht wieder gehen und wider besseren Wissens und auf Druck seiner Vorgesetzten entläßt Ben den Bänker.
Kurze Zeit später ermordet Shapiro einen Kollegen, den er für seinen verlorenen Arbeitsplatz verantwortlich macht und Ben bekommt die Schuld dafür, weil er Shapiro entlassen hat.
Um seinen guten Ruf wieder herzustellen, forscht Ben auf eigene Faust nach und gerät dabei in tödliche Gefahr…

Jaja, die Wall Street ist ein Haifischbecken. Auf diese Weisheit aufbauend hat John Gapper einen Haufen unsympathischer Figuren erschaffen, mit denen sich seine Hauptfigur Ben Cowper herumschlagen muss, um seine Reputation und seinen Job zu retten.
Ben ist dagegen recht sympathisch, wenn auch stellenweise etwas naiv und stolpert in eine Mordermittlung, der er eigentlich nicht so recht gewachsen ist.
Der Autor hat einen gut zu lesenden Schreibstil und flicht nur wenige psychologische Fachbegriffe ein, die dann aber immer direkt erklärt werden, so dass man auch als Laie gut folgen kann.
Leider hat Gapper für meinen Geschmack zu weniger aus der gut ausgedachten Ausgangslage und den vielen kruden Charakteren gemacht, denn die Geschichte plätschert einfach so dahin.
Selbst wenn Ben angegriffen wird, kam bei mir nie so recht Spannung auf.
Was mir gut gefallen hat, war die Erklärungen des Autors was die einzelnen Personen antreibt beziehungsweise wieso sie so geworden sind, wie sie sind.
Und auch das Ende mit der Aufdeckung der Hintergründe hat mir gut gefallen, weil es zwar schon ab einem gewissen Punkt zumindest teilweise vorhersehbar aber doch überraschend war.
Wer auf relativ unaufgeregte ‚Thriller‘ mit wenig Gewalt und einem eher psychologischen Hintergrund steht, wird ‚Die Diagnose‚ sicher gerne lesen.

John Gapper bei Piper
Die englischsprachige Homepage von John Gapper

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