Die myrrhischen drei Könige von Seth Grahame-Smith

In der christlichen Überlieferung ist Balthasar einer der heiligen drei Könige, der dem neugeborenen König der Könige aufwartet und kostbare Geschenke bringt.
Aber stimmt das auch?
Oder war Balthasar vielleicht nur ein syrischer Meisterdieb, der aus einem Gefängnis zusammen mit zwei anderen Verbrechern namens Caspar und Melchior floh, sich als Weiser aus dem Morgenland verkleidete und nur durch Zufall über die arme jüdsiche Familie stolperte, denen angeblich Gottes Sohn geboren wurde.
Wer mehr über diese Theorie wissen möchte, sollte ‚Die Myrrhischen drei Könige‘ lesen…

Ich hatte hier ja schonmal erzählt, dass ich zur Zeit eigentlich nicht in der Stimmung für zuckersüße Weihnachtslektüre war.
Daher paßten ‚Die myrrhischen drei Könige‘ ganz gut in meine Stimmung und ich war sehr gespannt, wie der Autor die Geschichte von Jesu Geburt neu erzählen würde.
Im Roman steht allerdings nicht Jesus mit seinen Eltern im Vordergrund, sondern der atheistische Verbrecher Balthasar, der sich nur um sich selbst sorgt und eher zufällig hilft, als Maria, Joseph und Jesus Hilfe brauchen.
Grahame-Smith hat einen flüssigen Schreibstil und erzählt anschaulich und sehr spannend, wie Balthasar aus dem Gefängnis flieht und von einer Armee verfolgt wird.
Interessant fand ich auch herauszufinden, was Balthasar zu dem harten Mann gemacht hat, der er ist, als er Jesus und seinen Eltern begegnet und wie ihn diese Begegnung schließlich verändert.
Interessant fand ich auch die Beschreibung von Joseph und Maria, Pontius Pilatus und Herodes, die ja alle eine wichtige Rolle in Bezug auf Jesus spielen und natürlich auch in dieser Schilderung nicht fehlen dürfen.
Ich fand es großartig, wie der Autor gekonnt den Mythos Jesus mit historischen Fakten verwebt und so einen spannenden Plot geschaffen hat, den man kaum aus der Hand legen kann.
Und wie der Glaube bzw. Nichtglaube der einzelen Figuren zum Thema und näher beleuchtet wird.
Das Lesen dieses Buches hat definitiv Spaß gemacht und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Allerdings sollte man auch nicht zu zart besaitet sein, denn Morde und Folterszenen werden zwei oder drei Mal schon plastisch beschrieben.

Seth Grahame-Smith bei Heyne
Die englischsprachige Homepage des Autors

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