Richard Armitage im New York Moves Magazine (Power Issue, Dezember 2013)

Heute Nacht ist ein neues Interview mit Richard Armitage in einer amerikanischen Zeitschrift erschienen, das ich sehr interessant fand!

Das Interview wurde zwar im Rahmen der Promotour für den Hobbit geführt, enthält aber weniger Standardfragen zum Film, sondern gibt interessante Einblicke in RAs persönliche Meinung zu bestimmten Dingen.

Zum Lesen des ganzen Artikels und zum Anschauen der dazugehörigen Fotostrecke bitte einfach den Screenshoot der Magazine-Homepage anklicken:

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33 Antworten zu Richard Armitage im New York Moves Magazine (Power Issue, Dezember 2013)

  1. utepirat schreibt:

    Hab ich schon gelesen, sehr interessant, ist glaube ich das erste Mal, dass er seine persönliche meinung über politics in einem Interview äußert. Meistens ist es ja so eine zweischneidige Sache als Person des öffentlichen Lebens seine politische Meinung zu äußern, aber ein King Under the Mountains hat eben gelernt, Orcrist zu schwingen…

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  2. Herba schreibt:

    Ja, das dürfte das erste Mal sein, daß er sich zu Politik geäußert hat, zumindest in diesem Ausmaß.
    Und ich freue mich darüber, dass er selbstbewußt genug ist, um seine Meinung zu sagen

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  3. guylty schreibt:

    Ein Mann, der politische Meinung vertritt, ist sexy :-D. Und mutig, denn Kontroversen sind unvermeidlich, vor allem wenn es um Waffenkontrolle in den USA geht. Mir gefiel das Interview gut, obwohl in den einschlägigen Foren derzeit heftig an Form und Ausdrucksweise gekrittelt wird. Ich denke, man darf nicht vergessen, dass es sich bei der Publikation um ein Lokalmagazin handelt, und nicht um eine Meinungskolumne in einem überregionalen Blatt von und für politische Meinungsmacher. Armitage wird erwachsen.
    Und ich freue mich, dass wir hier auf Deutsch darüber reden können…

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  4. Herba schreibt:

    Ja, bei sexy und mutig gebe ich Dir Recht.
    Ich finde es schade, dass manche RA so wenig zutrauen und meinen, solche Aussagen kämen nur zustande, wenn ihn jemand manipuliert :-/,
    Ich glaube auch, daß er sich gerade ein wenig neu erfindet oder zumindest anders aus sich herausgeht.
    Und dass manche meinen, dass Prominente sich nicht politisch äußern sollten und das doppelt als Nicht-Europäer zu amerikanischen Themen, finde ich äh….interessant.
    Auf Englisch kommentiere ich das gar nicht, dafür ist mein Englisch nicht gut genug – darum auch der eigene Blogbeitrag und kein Reblog 🙂

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  5. guylty schreibt:

    Dass die Journalistin manipuliert hat, kann ich mir schlecht vorstellen. Klar, man kann rein theoretisch immer Aussagen aus dem Kontext nehmen und Dinge weglassen. Doch insbesondere hinsichtlich der Tatsache, dass sich RA offenbar vorbehalten hatte, das Interview freizugeben, halte ich es für unwahrscheinlich, dass sie ihm etwas in den Mund gelegt hat. Weiß nicht, ob er sich neu erfindet, aber dass er auf jeden Fall etwas lockerer und gleichzeitig mutiger geworden ist, ist zu begrüßen.
    Warum sollten sich Prominente nicht zu politischen Themen äußern – sie leben schließlich unter denselben Gesetzen wie wir Normalsterblichen. Und das auch als Ausländer. (Ein Problem, das ich als Ex-Pat selber auch habe, und das mich auf die Palme bringt!) Darüber auf den amerikanischen Blogs zu diskutieren, vermeide ich derzeit angesichts der leicht fragilen Atmosphäre im Fandom auch. Politische Meinungsäußerung ist immer kontrovers – liegt in der Natur der Sache. Leider wird zu oft das Thema mit der sich äußernden Person verwechselt. Da macht das Diskutieren wenig Spaß.
    Trotzdem – ich mag den ernsthaften, sich intelligent zu außerhalb seines Berufes äußernden RA. Alles andere wäre mir ehrlich gesagt zu eindimensional.

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  6. utepirat schreibt:

    Ich würd´s auch nicht wagen mich auf Englisch zu äußern, aus den genannten Gründen wie Sprache, mangelndes Wissen, was amerikanische Politik angeht, mein mangelndes Verständnis für die, ich nenne es mal, „Waffenvernarrtheit“ etc. Mir kommt sein statement nach wie vor ziemlich europäisch vor, „und das ist auch gut so“… Ganz besonders hat mir gefallen, dass „Religion und Politik nicht zusammenghören“ (hab ich zumindest so verstanden).

    Also bleibe ich vorerst beim *ooofen* und unverfänglichen Themen wie „Dairies and Cheese“ 🙂

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  7. Servetus schreibt:

    Bin auch froh, es hier auf Deutsch diskutieren zu können! Zu Deutsch: manche Leute können einfach nicht ertragen, daß der Crush sich irgendwie anders zeigt als sie am liebsten hätten, dafür machen sie dann Andere verantwortlich. Das passiert, weil sie sich schon konsequent über Jahre hinweg getäuscht haben — als er 2010 sagte, zum Beispiel, er sei Pazifist, als er sagte auch 2010 zum zweiten oder dritten Mal er sei kulturell sehr offen wenn auch regierungsmißtrauisch, und als er Jahr nach Jahr Sorge um Armut und Obdachlosigkeit zum Ausdruck gebracht hat. 2010 hat er auch eine Werbung für ein Eintwicklungsprojekt in Afrika gemacht. Das wäre alles allein nicht zwingend, doch ist er aufgewachsen in einem Land mit Waffenverbot und öffentliche Krankenkasse und wohnt seitdem er 17 war in London und arbeitet im z.T. sehr liberalen Theatermilieu. Auch ohne, daß er überhaupt was gesagt hätte, wären seine Aussagen gestern durchaus vorhersehbar (und wurden schon von vielen vermutet). Ich hätte auch getippt: englisches Zentrum-links mit kleinem übriggebliebenen Schlag von konservativen Eltern. Etwas uninformiert über die Aufschrei gegen die Koalition-Regierung, doch im Vergleich zu den USA hat er recht, mindestens im UK verhandelt man politisch noch. Überraschend wäre es gewesen, wenn er sich als zukunftige Möchtegern-GOP-Wähler vorgestellt hätte.

    Dieses, das darf er als Ausländer nicht sagen! was ich noch nicht im Netz gesehen habe, aber was ich schon ein Paar mal in meiner Mails heute lese, find ich von Mit-fans recht enttäuschend. Als Ausländer hat sein Recht auf eine Meinung nicht abgegeben. Doch hörte ich Ähnliches auch regelmäßig im täglichen Leben, also ist es nicht weiter überraschend.

    Wegen Themen im Fandom und im persönlichen Leben war das Interview für mich zu diesem Zeitpunkt sehr inspirierend. Auch ich dachte, wenn ich träfe, könnte ich ein richtig vielschweifendes Gespräch mit ihm halten, es müßte nicht unbedingt immer nur über seine Arbeit gehen. Daß er sich so ungefähr in meinem eigenen politischen Gebiet aufhält (ich bin links von ihm, glaube ich noch) war ein Bonus.

    Es ist, glaube ich, gut die Sache nicht allzu tief auf amerikanischen Blogs zu diskutieren. Das Risiko ist bei mir wenig, da ich sowieso in meinem Blog Politik nur manchmal von der Seite anrühre. Das Gefühl von Bedrohung war relative groß gestern abend, besonders bei Twitter.

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  8. Allalbavincero schreibt:

    Ich find’s herrlich erfrischend. Und auf eine gute Art mutig und selbstbewusst. Guylty hat Recht: das ist sexy. 😀
    Die Themen sind natürlich gerade in den USA ein bisschen wie ein Pulverfass, aber andererseits
    hat wohl jedes Land so seine politischen und wirtschaftlichen „Pulverfässer“, bei denen die Leute in hitzige Diskussionen ausbrechen. Und dann trotz dieser potentiellen Kontroversen so ein Interview zu geben, das zeichnet mir ein Bild von jemanden, der genau weiß, wo er hinwill. 🙂

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  9. Allalbavincero schreibt:

    Und bei „psychotic mass murderer“ musste ich spontan an Hannibal Lecter denken und wie wohl RA ihn darstellen würde. 😉

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  10. Allalbavincero schreibt:

    Ich stimme dir zu, ich finde seine Aussagen auch nicht wirklich überraschend und hätte bei einigen Dingen vermutlich ähnlich geantwortet, gerade was Waffengesetze und Krankenversicherung angeht. (Von einigen anderen Dingen habe ich einfach zu wenig Ahnung.) Ich kann mir aber vorstellen, dass das in den USA viel kontroverser diskutiert wird als in Europa, wo eine medizinische Grundversorgung und ein Waffenverbot völlig selbstverständlich sind.

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  11. Servetus schreibt:

    Ich glaube nicht, nachdem Armitage ein Jahr in den USA gewohnt hat, daß er die verschiedene Meinungen zur Waffenkontrolledebatte verpaßt haben kann. Dieses Jahr war besonders „heiß“ in dieser Hinsicht. Er müßte wissen, wie kontrovers ein komplettes Verbot wäre (auch wenn, wie er sagt, es am konsequentesten ist). NYC ist gerade ein Brennpunkt solcher Debatten, weil Bloomberg (mayor, GOP) sich gegen seine Partei für verschiedene Waffenverbote eingesetzt und eine PAC für die Unterstutzung von sympathisierenden Kandidaten in den USA gegründet hat. Ich kann mir kaum vorstellen, daß jemand ihm gerade diese Meinung in den Mund gelegt hätte, noch, daß er über die Frage so sehr naïv ist, wie manche ihn gerne hätten. (shrugs).

    Allerdings hat jedes Land seine heilige Kühe, das stimmt.

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  12. Allalbavincero schreibt:

    So meinte ich das auch gar nicht, ich bezog mich mit der kontroversen Diskussion auf die von dir erwähnten amerikanischen Blogs, aber wohl nur in meinem Kopf. 😉
    Ich schätze ihn eigentlich so ein, dass er ganz genau wusste, was die verschiedenen Meinungen über die Waffenkontrolle sind, und sich dessen bewusst war, als er das Interview gegeben hat. Wer sich öffentlich zu solch kontroversen Themen äußert, dem unterstelle ich erstmal, dass er über seine Position vorher nachgedacht hat und nicht nur aus einer Laune heraus (oder aus Naivität oder was auch immer) Stellung bezieht. Letzteres kann ich mir bei ihm irgendwie nicht vorstellen.

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  13. Herba schreibt:

    Ich glaube, es ging bei der Theorie gar nicht mal so sehr darum, daß irgendwas weggelassen oder aus dem Kontext genommen wurde, sondern daß ihn die Reporterin überhaupt zum Thema Politik genötigt hat. Aber mittlerweile gibt es Tweets, wo sie sagt, daß er auch dazu sein Okay gegeben hat, also war es eine bewußte Entscheidung seinerseits.

    Ich finde, daß Prominente sich schon ihrer Vorbildfunktion bewußt sein sollten, aber das sollte meiner Meinung nach nicht dazu führen, daß sie sich komplett selbst zensieren und die eigene Meinung nicht mehr äußern dürfen.

    Dass Themen wie Politik oder Religion schnell hitzig werden können, liegt sicher in der Natur der Sache, aber es ist schade, wenn dadurch dann gar keine Diskussion mehr zustande kommt. Aber in Fandoms sollte man sicher lieber darauf verzichten, denn ein dauerhafter RIss durch die Fangemeinde wäre sicher schade, auch wenn ich nichts davon halte, immer so zu tun, als hätten sich alle immer lieb.

    Ich finde auch gerade die Mischung spannend. Er äußert sich überlegt zu Beruf und anderen Themen, kann aber genauso gut albern werden und kichern wie ein kleiner Junge – sehr sympathisch und äußerst sexy 🙂

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  14. Herba schreibt:

    Ich finde es ja sehr interessant, dass auf manchen Gebieten zwischen Europäern und Amerikanern so eine große Diskrepanz herrscht…gerade was Themen wie Waffen, Religion, etc. betrifft, aber DIskussionen darüber auf ENglisch zu führen, schaffe ich leider nicht, wie schon gesagt.

    Als sehr europäisch habe ich seine Aussagen auch empfunden und wie Dir gefiel mir die AUssage, dass ein Vermischen von Politik und Religion schwierig ist – ich glaube, dass sind wir Deutschen so gar nicht gewöhnt.

    Auch *Ooooofen* kann gefährlich werden, aber das ist sicher trotzdem erstmal die richtige Strategie 🙂

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  15. Herba schreibt:

    Es freut mich, dass ich der Diskussion einen weiteren Raum geben konnte!

    Da hast Du sicher recht. Mir ging das mit eins oder zwei seiner Aktionen auch schon so, dass ich im ersten Moment total emotional reagiert habe und mir dachte: ‚Boah, Junge, das mußte nun aber nicht sein.‘ Aber es ging (bis jetzt) noch nie so weit, dass ich ihm das innere Fangirl gekündigt hätte und ich hoffe, daß es auch nie so weit kommt und ich das, was ich evtl als Schwäche empfinden sollte, akzeptieren kann. Was man doch übrigens auch im Real Life tut, oder? Ich meine jeder Mensch hat Fehler und wenn man jemanden noch so gerne hat, gibt es Dinge, die man nicht mag und die man trotzdem akzeptiert, eben weil man jemand gerne mag…

    Überrascht haben mich seine Aussagen auch nicht wirklich, einfach weil es ein sehr europäischer Standpunkt zu sein scheint und für mich auch irgendwie in das Bild von ihm paßt.

    Über die Aussage, dass er als Ausländer nichts zu Politik sagen sollte, bin ich bei Twitter gestolpert und fand das auch ziemlich daneben. Aber auch das liegt vielleicht an der europäischen/deutschen Sicht der Dinge, denn hier dürfen ja z.B. Ausländer auf kommunaler Ebene mitwählen und somit mitbestimmen und das finde ich gut, denn wie schon gesagt wurde: Man muss ja auch als Ausländer nach den Gesetzten leben, die gemacht werden…und eine Meinung sollte man sowieso immer haben dürfen.

    Ich fand es auch wirklich toll, weil ich auch den Eindruck gewonnen habe: Hey, wenn man mit dem Mann beim Essen sitzt, könnte man interessante Gespräche führen – wenn man denn ein Wort rausbringen würde 😉

    Was meinst Du mit ‚Gefühl der Bedrohung‘?

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  16. Herba schreibt:

    Bei RA werden ja auch so Themen wie Katze oder Hund zum Pulverfass, von daher war es schon okay, dass er sich dieses Mal gleich ein richtig heißes Eisen zur Brust genommen hat 😉

    ‚ein Bild von jemandem, der genau weiß wo er hin will‘ ist eine sehr gute Beschreibung – finde ich gut!

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  17. Herba schreibt:

    Dazu wurde von einigen schon angeführt, daß er so eine Rolle schon hatte und zwar als John Bateman…finde ich zwar nur bedingt, aber gut…

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  18. Herba schreibt:

    Ich glaube auch, dass ihm definitiv bewußt war, daß das Magazin auch politische Themen behandelt und solche Fragen durchaus kommen können. Aber manche Leute sehen ihn eben weiterhin als unmündiges Opfer, wenn irgendetwas ihrer Meinung nach schiefläuft, was vielleicht (?) auch besser ist, als ihm gleich wegen solchen Äußerungen die Freundschaft zu kündigen

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  19. Servetus schreibt:

    Bedrohung = Bloß, daß manche Leute so unglücklich war, daß sie sich nur dadurch ein Gefühl der Sicherheit wiederherstellen könnten, wenn sie unter sich eine geschlossene Meinung zusammenbauten und sich gegenseitig gegen andere Meinungen durch gemeine Kommentare an die Vertreter dieser Meinungen verteidigen konnten. Um fair zu sein hat mich das relativ schnell ziemich gekränkt und ich bin dann gegangen — man kann auch auf Twitter nie richtig feststellen, ob Vertreter von divergenten Meinungen ernsthafte Gespräche suchen oder nur schlechte Gefühlen aufrühren wollen. Mehr Leute als ich ansonsten erwarten würde entpuppen sich as Drama Queens gerade auf Twitter.

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  20. Herba schreibt:

    :-(((
    Ich finde Unterhaltungen auf Twitter auch imemr sehr schwierig, gerade wenn ich die Personen nicht aus meinem RL kenne und wenn es dann um ein heikles Thema geht, kann ich mir ungefähr vorstellen wie es zuging, nachdem der Artikel veröffentlicht wurde. Gerade für Dich als Akademiker, der eine gewisse Diskussionskultur gewöhnt ist, ist das sicher schwierig 😦
    Ich bewundere Dich dafür, dass Du dann einen Cut machen kannst und die Diskussion einfach beendest, denn alles andere macht sowieso keinen Sinn.

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  21. Servetus schreibt:

    ja, ich kann nichts nuanciertes mit nur 140 char sagen, es tut mir leid, damit muß ich leben. Andererseits als Akademiker ist es einem gewohnt, unlösbare Fragen für längere Zeit offen lassen zu müssen …

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  22. guylty schreibt:

    [Ich schreib jetzt mal am Ende weiter, weil ich nicht zig einzelne Kommentare einschieben will – dann zersplittert das Gespräch völlig]
    Grundsätzlich muss ich mal sagen, dass alle Diskussionsteilnehmer, egal wo, aus einer Mücke einen Elefanten machen. Jetzt mal ganz ehrlich und bei allem Respekt: Armitage ist ein Schauspieler. Kein politischer Meinungsmacher. (Auch wenn er als Prominenter mehr Gehör bekommt als ein Normalsterblicher und seine Meinung von Fans als richtungsweisend empfunden werden könnte.) Der Mann hat eine Meinung, und es ist ihm offenbar ein Anliegen gewesen, diese zu verbreiten. Ich wage mal zu behaupten, dass er das nicht tut, um den Millioooooonen von Fans damit zu zeigen, was sie denken sollen, sondern dass er sich damit vielmehr als ein denkender, intelligenter Mensch positionieren will, der mehr kann als nur Text auswändig zu lernen, hübsch auszusehen oder sich gepflegt-humoristisch auszudrücken. Zwar ist zu vermuten, dass er ahnt, dass seine Meinungen gelesen und kritisch beäugt werden. Und sicher will er wie alle Menschen mit seiner Meinung gut ankommen. Aber ich finde nicht, dass in diesem Fall ein Nicht-Politiker sich deswegen Expertenwissen aneignen muss, um fundierte Aussagen zu machen. Die eigene Meinung ist ihm unbenommen, genauso auch wie das Recht zur Äußerung derselben. So wie wir Normalos auch bei jedem Gespräch das Risiko eingehen, mit unserer Meinung anzuecken, führt Armitage ein Interview und gibt freimütig seine Position bekannt. So hart es auch für den einzelnen Fan sein mag – für jeden Fan, der RAs Meinung nicht akzeptieren kann und abspringt, kommt wahrscheinlich ein neuer Fan hinzu, der sich auf Grund der geäußerten Einstellung zu ihm hingezogen fühlt.
    Die Sichtweise, dass man sich nur dann zu einem Thema äußern darf, wenn man davon selbst betroffen ist, ist mir komplett fremd. Gerade was Politik angeht. Denn jeder ist ein zoon politikon – egal, ob wir wählen dürfen oder nicht. Ich darf in meinem Gastland auch nicht wählen, hänge aber im Gesundheitssystem als Einwohner mit drin und habe kein Mitspracherecht. Natürlich habe ich dazu einen klaren Standpunkt, den ich nicht müde werde zu vertreten. Armitages Aussagen bezüglich Waffenkontrolle finde ich in dem Zusammenhang sogar recht logisch – gerade *weil* er durch seine Tätigkeit in seinem Genre eben durchaus für die gesellschaftliche Einstellung Waffen gegenüber verantwortlich gemacht werden kann. Egal ob Amerikaner oder nicht – als Einwohner des Landes und als Darsteller von Waffen tragenden Figuren *muss* man dazu eine Meinung haben, wenn man nicht als reine Hülle für Fantasiefiguren gelten will.
    Was die Diskussion auf den Plattformen angeht, haben wir alle eines Armitage voraus: Wir bleiben dabei weitestgehend anonym. Man kann herrlich aus der Dunkelheit heraus ins Licht schießen. Und auf Twitter auch besonders schnell. Aber vielleicht ist auch so etwas nur in der Hitze des Gefechts geschehen. Im Grunde sind solche emotionalen Ausbrüche manchmal sogar gut – zur eigenen Positionierung innerlich aber auch innerhalb der Gruppe/des Fandoms. Und in einer Woche redet keiner mehr davon, sondern nur noch über das nächste Drama…

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  23. Herba schreibt:

    Na, davon gibt es bei RA ja einige 🙂

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  24. Herba schreibt:

    Ich kann Dir da nur zustimmen!
    Sicher wird das Drama bald vorbei sein, aber ich glaube schon, daß es während dieser Diskussionen auch Verletzungen gibt, die nicht vergessen werden 😦

    Ich habe gestern dann noch ein paar Kommentare gelesen und da wurde von jemandem die Frage gestellt, ob die, die so positiv auf das Interview reagieren, auch so reagiert hätten, wenn er eine Meinung geäußert hätte, die nicht mit ihrer eigenen konform geht.
    Das finde ich gerade sehr spannend und ich glaube ich kann für mich sagen: Ja, wenn er nicht irgendwas Menschenverachtendes (im Stil eines Mel Gibson) geäußert hätte, hoffe ich, daß ich das genauso positiv aufgenommen hätte.
    Aber ich gebe zu, dass ich es nicht wirklich weiß…

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  25. Allalbavincero schreibt:

    Hm. Auf der einen Seite stimmt das natürlich, aber auf der anderen Seite wird der „echte“ John Bateman ja eigentlich nur in der letzten Folge (oder den letzten beiden? Ich weiß es nicht mehr.) gezeigt, vorher spielt da immer Lucas North mit rein. Man könnte natürlich argumentieren, dass auch Lucas North nur eine Rolle von John Bateman war, aber die hat er ja nicht gespielt, um seine Mordlust auszuleben. Das, was John Bateman als Massenmörder getan hat, wird für mich zu objektiv dargestellt, um ihn als „psychotischen“ Massenmörder wahrzunehmen (wobei ich da tatsächlich einen Unterschied mache zwischen „normalem“ und „psychotischem“ Massenmörder, was eigentlich völliger Blödsinn ist, aber die Wahrnehmung der Rolle ist da bei mir einfach eine unterschiedliche). Und als „wiedererweckter“ John Bateman ist er zwar kriminell und völlig durchgeknallt, mir aber nicht abgebrüht genug für einen Massenmörder.
    Äh. Ergibt das auch außerhalb meines Kopfes einen Sinn?

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  26. Allalbavincero schreibt:

    Du hast Recht, auch wenn ich diese ganzen Reaktionen von wegen „OMG, er mag keine Katzen!!!1elf“ nicht nachvollziehen kann. Wenn ich feststellen würde, dass einer meiner Freunde z. B. total auf Rosenkohl steht, während man mich damit jagen kann, kündige ich ihm doch auch nicht die Freundschaft oder mache andere rosenkohl-affine Freunde nieder, weil ich denken könnte, die wären mir gegenüber jetzt irgendwie im Vorteil.
    Der Vergleich hinkt zugegebenermaßen ein bisschen…

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  27. Herba schreibt:

    Irgendwie schon 🙂

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  28. Herba schreibt:

    Ich konnte die Reaktion auf das Hunde-Outing auch nicht ganz nachvollziehen, aber ich bin ja auch ein Hunde- und nicht unbedingt ein Katzenmensch.
    Ich glaube, dass einfach alles, was nicht in die eigene Vorstellung von RA paßt, von einigen negativ gesehen wird, weil er damit ihre Phantasie ein Stück weit zerstört. Dass die Phantasie Richard Armitage sowieso nur sehr bedingt etwas mit der Realität zu tun hat, spielt dann auch keine Rolle…

    Ich wäre ja dafür, daß man ihn als nächstes mal fragt: Rosen- oder Blumenkohl…..und wehe er antwortet dann das Falsche 😉

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  29. utepirat schreibt:

    Bei dem Thema Katze oder Hund hätte ich RA ja fast meine Freundschaft aufgekündigt 🙂 Aber mal ehrlich, wie krank ist das denn?
    Haben sich manche so sehr ihre eigene Vorstellung von dem Mann entwickelt, dass alles, was nicht in dieses Schema passt, stört? Haben sie ihn so dermaßen für sich vereinahmt, dass sie ihn beschützen müssen und sich Gedanken machen, was er sagen darf und was nicht, weil ich sie ja quasi von der ersten Stunde an dabei waren und meinen, Exklusivrechte zu besitzen? Merken sie nicht, dass der poor guy damit quasi entmündigt wird?
    Schön, sich über so „existentielle“ Themen auch mal auf deutsch austauschen zu können, wobei ich immer noch nicht weiß, ob ich über die Sache mit den Hunden und Katzen jemals hinwegkommen werde (sorry, ist jetzt ziemlich auf die Spitze getrieben 🙂 )

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  30. Servetus schreibt:

    Kurz geantwortet: Ja.

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  31. Herba schreibt:

    Ich weiß gar nicht, ob das unbedingt damit zusammenhängt, ob man Fan der ersten Stunde ist oder nicht, aber ja, ich glaube manche sehen oder fühlen das so

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  32. Servetus schreibt:

    in diesem Fall war es eine Mischung — die Gruppe auf Twitter zB war teils / teils gemischt. Es ist aber eindeutig so, daß neuere Fans fühlen sich durch das Benehmen von Fans von längerer Dauer bemächtigt, sowas zu machen …

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  33. Herba schreibt:

    Wow, das hätte ich nicht gedacht, aber ich beobachte das internationale Fandom auch nicht so genau…

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