Das ZDF zeigt ab 27.10. die irische Krimiserie „Jack Taylor“ mit Iain Glen

Jack Taylor (Iain Glen), Polizist bei der Garda Síochána, wird gefeuert, weil er einem wichtigen Politiker eins auf die Nase gibt.
Nun arbeitet er als Privatdetektiv, lebt in einem Zimmer bei einer alten Dame und gibt sich quartalsmäßig dem Suff hin.
Die Fälle, in denen Jack ermittelt sind fast hoffnungslos und egal ob es um das Verschwinden eines jungen Mädchens oder um den vermeintlichen Selbstmord eines jungen Mannes geht, sticht Jack doch immer in ein Wespennest, das ihm dann Ungelegenheiten und Schläge einbringt.
Obwohl der Detektiv als einsamer Wolf unterwegs ist, bekommt er doch Unterstützung von einer jungen Polizistin, seiner Hauswirtin und von Cody, seinem selbsternannten Assistent und Partner…

Ich habe die ersten drei Folgen der Serie schon irgendwann im November oder Dezember letzten Jahres gesehen und Folge Vier und Fünf folgten dann, als die holländische DVD endlich den Weg zu mir nach Hause gefunden hatte.
Und trotzdem habe ich es seitdem nicht geschafft einen Blogbeitrag darüber zu schreiben.
Das liegt nicht daran, dass ich die Serie nicht mag – im Gegenteil, ich mag sie sogar sehr.
Ich denke es liegt daran, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich etwas zustande bringe, das der Serie gerecht wird, aber da das ZDF ‚Jack Taylor‘ ab Sonntag nun endlich überträgt, versuche ich es einfach mal.

Wer meinen Blog ab und an mal liest wird gemerkt haben, dass ich Krimis sehr gerne mag.
Ich glaube das liegt daran, dass ich mit den Krimiserien des ZDFs groß geworden bin. Wenn mein Vater zu Hause war und Zeit hatte, waren diese nämlich Pflichtfernsehprogramm für ihn und so kriegte ich eben von frühester Jugend die Fälle von ‚Derrick‘, ‚Ein Fall für Zwei‘, ‚Der Alte‘ und ‚Soko 5113‘ mit und lernte zumindest ein paar der Ermittler schätzen.
‚Jack Taylor‘ passt in diese Reihe der ‚altmodischen‘ Ermittler sehr gut hinein, denn im Vordergrund stehen die Personen und deren Beziehungen zueinander und nicht irgendwelche CSI-mäßigen Untersuchungen und technischer Schnickschnack (das ist nicht abwertend gemeint, auch solche eher technischen Ermittlerserien schaue ich ab und an ganz gerne).

Da ich gerade noch Iain Glens markante Stimme von der RingCon im Ohr hatte und es noch keine deutsche Synchro gab, kam natürlich nur die Originalfassung zum Anschauen in Frage, die jedoch für mich gar nicht so einfach zu verstehen war, weil viele irische Schauspieler mitspielen und der irische Slang schon etwas gewöhnungsbedürftig für meine ungeübten Ohren war.
Also saß ich komplett konzentriert ohne irgendwelche Ablenkungen vorm Fernseher und schaute dabei zu, wie Iain Glen das charmante Raubein gab, mehr als einmal böse verhauen wurde (was bei mir den Vergleich zu ‚Ein Fall für Zwei‘ aufkommen ließ – auch da wird ein blonder Ermittler in jeder Folge mindestens einmal verhauen, sieht aber nicht mal halb so gut aus wie IG 😉 ) und ganz allgemein mit seinem Leben kämpfte.

Iain Glen spielt das so intensiv, dass ich wirklich mehr als gefesselt war (das erste Mal nach dem Tod meines Vaters) und durch seine Stimme, die immer wieder aus dem Off als Erzähler erklang, wurde das noch verstärkt.
Dass der Mann in seinem blauen Polizeimantel so verdammt gut aussieht, hat natürlich beim Anschauen auch nicht geschadet, das gebe ich zu icon_redface

Den Machern ist es aber für meine Begriffe allgemein und abgesehen von Iain Glen gut gelungen eine wundervoll dichte Atmosphäre zu schaffen.
Die Landschaftsaufnahmen sind wunderschön und die Hintergrundmusik fand ich zu jedem Zeitpunkt stimmig.

Nora-Jane Noone und Killian Scott sind als Taylors Helfer großartig gewählt und mir gefällt sowohl die Chemie zwischen Noone und Glen als auch die flotten Sprüche, die sich Scott und Glen an den Kopf werfen.

Insgesamt gefällt mir der Humor der Serie beziehungsweise das Augenzwinkern, mit dem Iain Glen den Jack Taylor spielt.
Dieses Augenzwinkern macht dann die Szenen, in denen Taylor abstürzt oder die Beziehung zu einem Mitmenschen mutwillig zerstört, weil er es auf die Dauer scheinbar nicht ertragen kann, andere Menschen zu nahe an sich heranzulassen, noch intensiver und schmerzhafter.
Es gab Situationen, da wollte ich Jack schütteln oder ohrfeigen und dann wollte ich ihn einfach nur drücken, zum Beispiel in der Szene am Fluss mit seiner Mutter, zu der er so ein schwieriges Verhältnis hat und die meiner Meinung nach mit verantwortlich für seine zwischenmenschlichen Defizite ist.

Trotzdem ist diese Serie natürlich nicht perfekt, aber ich halte sie trotzdem für sehenswert und möchte sie den Krimifans aus Deutschland ans Herz legen.
Macht euch einfach selbst ein Bild!

’Jack Taylor’ beim ZDF
’Jack Taylor’ bei der Produktionsfirma ‘Molton Rock’
’Jack Taylor‘ im deutschen Fernsehen – Termine
’Jack Taylor’ bei Channel 5
Die englischsprachige Homepage der Serie

Ein Interview mit Iain Glen zu Jack Taylor heartshape01

Ein kurzer Bericht zu den Dreharbeiten in Deutschland

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6 Antworten zu Das ZDF zeigt ab 27.10. die irische Krimiserie „Jack Taylor“ mit Iain Glen

  1. utepirat schreibt:

    Ich mag Iain Glen auch sehr gerne, auch wenn er dem armen Lucas North so übel mitgespielt hat. Aber in Game Of Thrones oder schon früher in Wifes And Daughters ist er echt klasse. Ist auch einer der britischen Schauspieler, die ich schon vor TSchatz, MM und RA kannte. Danke für den Tipp, werde ich auf jeden Fall anschauen, schade nur, dass es von „Sebastian Bergman“ nur zwei Folgen gab (Rolf Lassgard ist für mich der ultimative Wlannder). Du siehst, ich liebe auch Krimis, besonders die skandinavischen…

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  2. Herba schreibt:

    Wives and daughters steht noch auf meiner to-watch-Liste…ich habe noch ganz viel von ihm nicht gesehen…
    Nichts zu danken, die Serie liegt mir wirklich am Herzen.

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  3. utepirat schreibt:

    So, jetzt habe ich endlich alle Folgen gesehen, hatte am Anfang nur wegen Deines Tips und wegen Iain Glen (habe ihm jetzt seinen Verrat an Lucas North endgültig vergeben 🙂 )eingeschaltet. Ab der dritten Folge wurde es richtig interessant (schon viel über die berüchtigten „Magdalenen-Heime“ gelesen und gesehen). Schön fand ich, dass Jack mit seiner Mutter doch noch ins Reine gekommen ist, auch wenn ihnen zusammen nur noch kurze Zeit vergönnt war (das hätte ich mir selber auch so sehr gewünscht).

    Nach Folge vier habe ich mir gleich mal „Deirdre, die Königin der Schmerzen“ auf meine kindle-app heruntergeladen, also auch mal wieder was für die Bildung getan (wird natürlich schnellstmöglich gelesen).

    Ich werde jetzt wohl doch mal meinen Bücherei-Ausweis reaktivieren, um auch die ganzen Romane der Serie zu lesen… Ach, das führt jetzt aber zu dem „addict“-post

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  4. Herba schreibt:

    Ach, das freut mich. Die Serie ist wirklich lohnenswert, auch wenn sie vermutlich vielen zu langweilig ist.

    Den Bücherei-Ausweis zu reaktivieren kann nie schaden, auch wenn das ein großer Schritt zum Addict ist 😉

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