White House Down

John Cale (Channing Tatum) war als junger Mann ein ziemlicher Taugenichts.
Das änderte sich als er zur Armee ging und drei Touren in Afghanistan absolvierte.
Nun arbeitet er mittlerweile als U.S. Capitol Police Officer für den Sprecher des Repräsentantenhauses (Richard Jenkins), bewirbt sich als Personenschützer des Präsidenten beim Secret Service und versucht eine gute Beziehung zu seiner elfjährigen Tochter Emily (Joey King) aufzubauen.
Emily ist absolut besessen von amerikanischer Politik und um ihr eine Freude zu machen, nimmt John sie mit ins Weiße Haus, wo er sein Vorstellungsgespräch absolviert.
Leider wird er abgelehnt. Bei einer Touristenführung durchs Weiße Haus, an der John mit Emily teilnimmt, dringt eine Gruppe von Männern ein, besetzt das Gebäude und nimmt Geiseln.
John, der auf der Suche nach Emily, die eigentlich nur kurz auf die Toilette wollte, über den Präsident (Jamie Foxx) stolpert, kann nun beweisen, dass er doch ein guter Personenschützer für den wichtigsten Mann der USA wäre.
Wird es ihm gelingen den Präsident zu retten und Emily zu finden?

‚White House Down‘ ist dieses Jahr nach ‚Olympus has fallen‘ (im Folgenden Ohf genannt) mein zweiter Film, der sich um die Geiselnahme des Weißen Hauses und ihrer Insassen dreht.
Anders als bei Ohf ist der Held kein knallharter Personenschützer, sondern ein Mann, der seinen Platz im Leben erst suchen musste und natürlich trotzdem weiß, wie man mit einer Waffe umgeht und dem Gegner – salopp gesagt – mal richtig aufs Maul haut.
Channing Tatum macht seine Sache, wie ich finde, sehr gut, egal ob er sich gerade mit irgendwelchen Terroristen oder mit seiner pubertierenden Tochter herumschlägt.
Dabei verströmt er einen ganz eigenen bübischen Charme, den ich sehr mag.
Und er sieht in seinem Anzug noch viel besser aus als Gerard Butler, wobei auch Tatum nicht lange im selben durch die Gegend läuft, sondern sehr schnell einzelne Teile seiner Garderobe im Gefecht verliert.
Jamie Foxx ist als Präsident in der Ausnahmesituation eher unbedarft und tollpatschig, aber natürlich darf auch er ein oder zwei Mal über sich hinauswachsen und auch er hat mir in der Rolle sehr gut gefallen.
Jason Clarke als Terroristenanführer macht einen soliden Job, auch wenn ich Kevin Rankin als leicht durchgeknallten Mitterrorist unterhaltsamer fand.
Maggie Gyllenhaal hat sicher schon anspruchsvollere Rollen gespielt, aber als Secret Service Agentin macht sie nichts destotrotz eine gute Figur.
Der ganze Cast war meiner Meinung nach passend zusammengestellt und harmonierte sehr gut.
Die Special effects waren so, wie ich sie mir von einem Emmerich-Film erwarte: laut, eindrucksvoll und nett anzuschauen.
Auch der Humor, der immer mal wieder einfließt, hat mir gefallen. Da konnte man gut über ein paar Längen, die der Film durchaus hat hinwegsehen.
Besonders amüsant fand ich übrigens, dass Emmerich das Weiße Haus abfackelte statt es, wie in Ohf, zu zerschießen.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann den Film Freunden des Action-Popcornkinos guten Gewissens weiterempfehlen.

Der deutsche Trailer

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5 Antworten zu White House Down

  1. Servetus schreibt:

    Ich bin ganz Deiner Meinung gewesen. Unterhaltsam.

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  2. Herba schreibt:

    Ich fand die Bilder von Washington am Anfang sehr beeindruckend. Diese Stadt würde ich zu gerne mal sehen

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  3. Servetus schreibt:

    Es ist sehenswert, allerdings würde ich empfehlen, nur in Herbst oder Frühling dahinzufahren. Der Sommer ist unerträglich schwül (Diplomatiker im 19. Jahrhundert bekamen einen Gehaltszuschlag wg. Malaria-gefahr) und der Winter ist unvorhersehbar (nicht nur wg. der Politiker). Die Stadt ist auch sehr klassenbewußt — alle, die man dort trifft sind entweder „wer“ (Politiker, Lobbyisten, etc.) oder obdachlos … vielleicht etwas pointiert ausgedruckt, aber Deutschland würde solche Armut in seiner Hauptstadt (glaube ich) nie erlauben.

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  4. Herba schreibt:

    Danke für den Tipp und den ‚Insider‘-Einblick

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  5. Pingback: London has fallen | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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