Die letzte Wahrheit von Kimberly McCreight

Kate Baron ist alleinerziehende Mutter einer fünfzehnjährigen Tochter und erfolgreiche Anwältin in New York.
Als sie eines Tages von der Schule ihrer Tochter Amelia aus einer wichtigen Sitzung geholt wird, weil Amelia eine Projektarbeit abgekupfert haben soll und deswegen von der Schule suspendiert wurde, glaubt Kate noch an eine Verwechslung, den Amelia ist eine kluge, fleißige Schülerin, mit der es noch nie Probleme gab.
Doch als Kate eine Stunde später bei der Privatschule ankommt, ist es zu spät, um mit ihrer Tochter zu sprechen und alles aufzuklären, denn Amelia ist tot.
Verzweifelt versucht Kate sich mit der Tatsache abzufinden, dass ihre geliebte Tochter Selbstmord begangen und sie als Mutter versagt hat. Doch da bekommt sie eine SMS, die sagt: ‚Amelia ist nicht gesprungen!‘
Hat der anonyme Versender Recht? Wird es Kate gelingen, die Wahrheit herauszufinden?

Kimberly McCreight hat einen gut lesbar und flüssig geschriebenen Erstlingsroman vorgelegt, der sich auf interessante Weise mit mehreren Themen wie Liebe, Freundschaft, Schule, Lebensplanung, Mutter-Tochter-Beziehung beschäftigt.
Der Roman wird im Wechsel aus der Sicht von Kate und ihrer Tochter Amelia erzählt und das Ganze wird mit anonymen Blogeinträgen, die eigene kleine Kapitel darstellen und mit SMS-Unterhaltungen aufgelockert.
Gerade von SMSn in Büchern bin ich kein großer Fan, aber ich muss sagen, dass es im Fall von ‚Die letzte Wahrheit‘ sehr gut gepasst hat und stimmig in die Geschichte integriert wurde.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, war der Aufbau der Geschichte, denn der Roman beginnt quasi direkt mit dem Tod von Amelia und erzählt dann in Rückblenden aus Amelias Sicht was sie in den Wochen vor ihrem Tod erlebte und aus Kates Sicht, die Geschehnisse nach Amelias Tod.
Amelia ist ein sympathischer Teenager, der sich mehr oder weniger unverschuldet in einer Situation wiederfindet, sie sehr schnell zum Alptraum mutiert und mit der ich Mitleid hatte und auch Sympathie empfand.
Kate, ihre Mutter, tat mir wahnsinnig leid, auch wenn sie an einigen von Amelias Problemen nicht ganz unschuldig war.
Auch viele der Nebenfiguren waren sympathisch beziehungsweise konnte ich teilweise ihre Handlungen ganz gut nachvollziehen, auch wenn man sich schon manchmal fragte: Wieso unternimmst Du nichts?
Die Auflösung um Amelias Tod fand ich gut gelungen, allerdings gibt es ein paar Handlungsstränge, für die ich mir mehr Aufklärung bzw. Hintergrundinfos gewünscht hätte.
Als Leser kann man sich zwar einiges denken oder vorstellen, aber ich hätte es schöner gefunden, wenn die Autorin da mehr ins Detail gegangen wäre.
Insgesamt war ‚Die letzte Wahrheit‘ ein mitreisendes, nachdenklich machendes, aber auch „unterhaltsames“ Buch (falls das bei so einem ernsten Thema möglich ist), das ich durchaus weiterempfehlen kann.

Kimberly McCreight bei Goldmann
Die englischsprachige Homepage der Autorin

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