Der Preis des Schweigens von Beverley Jones

Jennifer Johnson hat einen interessanten und recht gut bezahlten Job in der Pressestelle der Polizei von Cardiff und ist mit einem netten und zuverlässigen Polizisten verlobt.
Doch als Jennifer feststellen muss, dass sie ihr Verlobter betrügt, gerät alles aus den Fugen.
Nach einem heftigen Streit, rennt Jennifer aus dem gemeinsamen Haus und lernt einen äußerst charmanten Mann kennen, mit dem sie die Nacht verbringt.
Als sie und ihr Verlobter sich wieder annähern, versucht Jennifer diesen One Night Stand zu verdrängen, doch da landet ein kompromittierendes Video in ihrem E-Mail-Postfach.
Wird es Jennifer gelingen herauszufinden, wer sie erpresst und kann sie ihre Verlobung retten?

Beverley Jones hat einen Schreibstil, der angenehm zu lesen ist und sehr anschaulich beschreibt, was passiert.
Leider hat es die Autorin trotzdem nicht geschafft eine Hauptperson zu kreieren, die mir sympathisch war oder mit der ich mitfühlen konnte.
Jennifer wird als die Miss Perfect schlechthin dargestellt, der alles gelingt und die ein perfektes Leben lebt.
Trotzdem beklagt sie sich quasi die kompletten 384 Seiten lang.
Ihr Job ist toll, ABER eigentlich wollte sie ja was ganz anderes machen. Ihr Verlobter ist ein Schatz, ABER die Beziehung plätschert trotzdem nur so dahin. Der One Night Stand war falsch, ABER die Erpressung hat sie nicht verdient, etc.
Ich erwarte bei einem Krimi/Thriller keine rosarote Liebesgeschichte und ich bin auch leidgeprüfte Hauptfiguren in Krimis gewohnt, aber wenn ich mit der Hauptfigur nicht warm werde, ist das einfach zu viel des Guten!
Die Geschichte an sich war okay, wobei mir manche Entwicklungen doch etwas arg konstruiert erschienen.
Mit typisch englischem Krimiflair kann die Autorin leider auch nicht punkten, denn der Schauplatz der Geschichte ist so geschildert, dass das Buch an jedem beliebigen europäischen Ort hätte spielen können.
Insgesamt ist ‚Der Preis des Schweigens‘ ein Buch mit guten Ansätzen, das ich aufgrund der nervigen Protagonistin trotzdem nicht unbedingt weiterempfehlen würde.

Beverley Jones bei Random House
Der englischsprachige Blog der Autorin

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8 Antworten zu Der Preis des Schweigens von Beverley Jones

  1. Gregor schreibt:

    Da hast Du vollkommen recht, wenn einfach zu viele Abers da sind, sieht das alles gestellt und unrealistisch aus und zerstört das ganze Gefühl für ein Buch, das aufkommen sollte.

    Liebe Grüße
    Gregor

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  2. Herba schreibt:

    Hallo Gregor,
    vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Mir hat die Hauptfigur einfach zu viel genörgelt und wenn ich das Gefühl habe, daß ich so jemanden im richtigen Leben nicht ertragen würde, wird auch das Lesen etwas mühsam – leider

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  3. Andrea schreibt:

    oh schade…am anfang dachte ich, dass klingt echt nett…….

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  4. Herba schreibt:

    Ja, ich auch :-/

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  5. Gregor schreibt:

    Einfach nur schlechte/r Autor.

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  6. Herba schreibt:

    Das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil ich nur das eine Buch von ihr kenne. So würde ich es einfach unter ‚Nicht mein Ding‘ verbuchen

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  7. Gregor schreibt:

    Naja, ein Autor hat nicht nur die Pflicht sich zu bereichern, er/sie soll auch ein Buch herstellen, dass jedem gefällt, darin ist die ganze Aufgabe des Buches bzw. eines Romans.
    Naja, nicht jeder kann halt der Bestseller werden.
    Wenn es einfach nicht zu Ende durchdacht ist, dann ist es eben schlechtes Buch bzw. auch Autor.
    Naja, manche schreiben auch nur für sich selber und dann kommt vielleicht so etwas dabei heraus.

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  8. Herba schreibt:

    Natürlich hast Du damit Recht, aber ich kenne eigentlich kein Buch, das jedem gefällt. Dem einen liegt der Schreibstil nicht, der andere mag gar keine Krimis und der dritte liest nur Zeitung…
    Ich kann immer nur davon berichten, wie mein Eindruck ist und erhebe keinerlei Anspruch darauf, dass dieser Eindruck dann allgemeine Gültigkeit besitzt. Und so lange ein Buch nicht vor Rechtschreibfehlern strotzt oder in gramatikalisch unrichtigem Deutsch geschrieben ist, würde ich nie sagen, daß man dies oder jenes Buch nicht lesen kann/soll.

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