Eiskalter Tod von Andrew Lane (Young Sherlock Holmes 3)

Sherlock Holmes bekommt daheim ein Telegramm von seinem Bruder Mycroft, indem Mycroft ihn um ein Treffen in seinem Londoner Club bittet.
Als Sherlock mit seinem Lehrer Amyus Crowe im Diogenes Club ankommt, finden sie Mycroft in einer mehr als brenzligen Situation vor.
Er befindet sich im Raum mit einer Leiche, die erstochen wurde und hält ein Messer in der Hand.
Als die Polizei im Club eintrifft wird Mycroft sofort wegen Mordes verhaftet und nur gegen Kaution freigelassen.
Schnell wird den Holmes-Brüdern klar, dass Mycroft das Opfer einer gefährlichen Verschwörung geworden ist und gemeinsam reisen sie bis nach Russland, um Mycrofts Unschuld zu beweisen.
Ob ihnen das gelingen wird?

Der dritte Band der Young-Sherlock-Reihe ist gewohnt flüssig und gut lesbar geschrieben und konzentriert sich dieses Mal neben Sherlock ganz stark auf seinen Bruder Mycroft. Amyus Crowe, Matty und Virginia kommen leider kaum vor und auch Sherlocks Onkel, Tante und deren merkwürdige Haushälterin sind nicht wirklich Thema, was ich schon etwas bedauert habe.
Sherlock ist nach wie vor weit von seinen Fähigkeiten, die er als Erwachsener besitzt entfernt, was ich auf der einen Seite gut finde.
Auf der anderen Seite ist es für mich nach drei Bänden mittlerweile etwas ermüdend, dass Sherlock so gar keine Fortschritte macht und über sechzig Prozent der Geschichte immer kurz davor zu stehen scheint, auf brutale Weise ermordet zu werden.
Auch sind manche Entwicklungen im Kriminalfall, den Sherlock untersucht, für einen erwachsenen Leser nicht wirklich überraschend. Das mag für Jugendliche, die ja die eigentliche Zielgruppe der Reihe bilden, anders sein.
Andrew Lane zeichnet sowohl von England als auch von Russland ein lebendiges Bild, das zuweilen auch etwas gruselig oder düster wird, den historischen Gegebenheiten aber relativ nahe kommen dürfte.
Für mich war ‚Eiskalter Tod‘ wie schon seine Vorgänger ein alles in allem gelungenes Jugendbuch.
Allerdings finde ich, dass der Autor in weiteren Bänden aufpassen muss, dass er die Geschichte nicht zu sehr nach Schema F aufbaut und außerdem dringend etwas an Sherlocks Weiterentwicklung arbeiten sollte.

Young Sherlock Holmes:
Der Tod liegt in der Luft
Das Leben ist tödlich
Eiskalter Tod

Andrew Lane beim Fischer Verlag
Die englische Homepage zur Young Sherlock Buchreihe

Ein Videointerview mit dem Autor

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Eine Antwort zu Eiskalter Tod von Andrew Lane (Young Sherlock Holmes 3)

  1. Beatrix Alfs schreibt:

    Die Recherchen zu vielen Dingen in Moskau hat der Autor sehr gut betrieben. Schön auch, wie der noch nicht erfundene Fahrstuhl „Kabine“ genannt wurde. Ein spannendes, gutes Buch für junge Leute!

    Liken

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