Grüne Tomaten

Die Hausfrau Evelyn steht am Anfang der Wechseljahre, lebt in einer unglücklichen Ehe, besitzt so gut wie kein Selbstvertrauen und ist rundum unzufrieden mit ihrem Leben.
Als sie im Altenheim, in dem sie die Tante ihres Mannes besuchen will, die Heiminsassin Ninny Threadgoode kennenlernt und diese ihr die Lebensgeschichte von Idgie Threadgoode, ein heranwachsendes Mädchen in den Südstaaten der 20iger und 30iger Jahren erzählt, verändert sich Evelyns Leben für immer und sie fasst neuen Mut und die Kraft ihr Leben positiv zu verändern.

Ich weiß nicht genau, wie alt ich war, als ich ‚Grüne Tomaten‘ zum ersten Mal gesehen habe, aber ich denke, ich war definitiv noch ein Teenie.
Seitdem habe ich die Literaturverfilmung nach der Buchvorlage von Fannie Flagg bestimmt noch 5 oder 6 Mal gesehen und diese reizende Geschichte über Freundschaft, Rassenhass und ein kleines Kaff in den Südstaaten von Amerika verliert für mich trotzdem nicht an Reiz.
Das liegt zum einen an der Geschichte selbst, die zugleich komisch, tragisch, ernst und nachdenklich ist und zum anderen an den tollen Schauspielern, die ihre jeweiligen Rollen mit so viel Herzlichkeit spielen, das man die Figuren einfach mögen muss (wobei es natürlich doch den ein oder anderen gibt, den man ganz und gar nicht mag!).
Kathy Bates als zutiefst frustrierte Ehefrau, die alles Mögliche tut, um ein bisschen mehr Selbstbewusstsein aufzubauen und ihre Ehe aufzupeppen, ist tragisch, komisch und liebenswert zugleich.
Jessica Tandy als gebrechliche alte Dame, die die Geschichte von Ruth, Idgie und dem Whistle Stop Café so wunderschön erzählt, wünscht sich, glaube ich, jeder als Oma (na ja, ich zumindest) und Mary Stuart Masterson als Idgie und Mary Louise Parker als Ruth sind einfach ein schönes Pärchen, über die ich immer wieder lache, mit denen ich aber auch immer wieder weine.
Komplettiert werden die Damen durch Schauspieler wie Chris O‘Donnell, Cicely Tyson und Stan Shaw.
Was mich an diesem Film auch immer wieder beschäftigt ist die Auseinandersetzung mit Themen wie Rassenhass, Diskriminierung und Unterdrückung der Frau ohne dabei den Zeigefinder zu erheben.
Für mich ist ‚Grüne Tomaten‘ ein Klassiker, den man mit Frauen jeglichen Alters immer wieder anschauen kann und bei dem sich Anschauen auf jeden Fall lohnt.
Und eins sollte man nie vergessen: Das Geheimnis liegt in der Soße! 😉

Der englische Trailer

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17 Antworten zu Grüne Tomaten

  1. Servetus schreibt:

    I love the scene in the grocery story parking lot where Kathy Bates runs her car into those annoying young women 🙂

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  2. Herba schreibt:

    Yes, great scene. I love it when Evelyn tells her husband that they have to change something. His face is priceless 😆

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  3. nettebuecherkiste schreibt:

    Oh, das ist seit vielen, vielen Jahren einer meine Lieblingsfilme. Und einer der seltenen Fälle, in denen ich den Film lieber mochte als das Buch. Muss ich auch mal wieder gucken 🙂

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  4. Servetus schreibt:

    Buch lieber als Film: genauso bei mir 🙂

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  5. nettebuecherkiste schreibt:

    Fannie Flagg hat ja glaub ich auch das Drehbuch geschrieben. Der Film ist so toll 🙂

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  6. nell schreibt:

    Na, dann hänge ich mich mal dran als bekennender „Grüne-Tomaten-Fan“! Wieso gibt es solche Filme ohne Kitsch und Schwulst nicht öfter? Kathy Bates ist toll!

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  7. diepoe schreibt:

    Ahhhhhhhhhhh, Grüne Tomaten, den hab ich gefühlt 100x gesehen 🙂 So schön! Ich glaube mit diesem Post hast du einigen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, MIR auf jeden Fall!

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  8. Herba schreibt:

    Das Buch kenne ich gar nicht. Lohnt sich das lesen, auch wenn Dir der Film besser gefällt?

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  9. Herba schreibt:

    Jaaaaaaaaaa

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  10. Herba schreibt:

    DAS hab ich mich auch gefragt. Leider scheinen die Filmemacher sowas nicht mehr zu können 😦

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  11. Herba schreibt:

    Das freut mich, da hat sich das Schreiben dann wirklich gelohnt! 🙂
    Ein wirklich großartiger Film!

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  12. Servetus schreibt:

    wenn ich mich richtig daran erinnere, hat das Buch keine durchgängig erzählte Geschichte — der Leser muß die Geschichte zusammenstellen durch viele verschiedene Episode, Einträge, usw. Der Film bringt die ganze Geschichte zusammen und macht die Handlung viel leichter zu verstehen. Allerdings habe ich das Buch erst nach dem Filmschau gelesen … und das vor vielen vielen Jahren …

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  13. nettebuecherkiste schreibt:

    Im Buch ist einiges anders als im Film und die Filmvariante fand ich schöner. Ich finde, die Filmgeschichte wird ein bisschen verdorben, wenn man das Buch liest, und das wär schade. In meiner Ausgabe sind allerdings Rezepte drin, natürlich auch für gebratene grüne Tomaten 🙂

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  14. Herba schreibt:

    Danke für die Erklärung Servetus. Ich glaube, dann spare ich mir das Buch, das klingt nicht wirklich, als könnte es mir gefallen – trotz der tollen Story

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  15. Herba schreibt:

    Die Rezepte wären natürlich lohnenswert….mhhhhh. Vielleicht leih ich mir das Buch und kopiere mir nur die Rezepte 😉

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  16. nettebuecherkiste schreibt:

    Wenn du möchtest, kann ich sie dir ja kopieren und schicken 🙂 Bräuchte halt deine Adresse, per E-Mail oder so.

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  17. Herba schreibt:

    Das ist lieb von Dir, aber ich bin in der Bibliothek meines Vertrauens fündig geworden

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