The first time I saw your face von Hazel Osmond

Mack, der sich nach seinem Rausschmiss bei einer großen Zeitung als freischaffender Journalist mehr schlecht als recht über Wasser hält und wieder bei seiner alkoholkranken Mutter in Bath wohnt, wird von seinem ehemaligen Vorgesetzten erpresst.
Wenn er nicht das Vertrauen von Jennifer, deren Cousine Cressida ein aufstrebender Hollywoodstar ist, erschleicht und herausfindet, mit wem Cressida gerade eine Affäre hat, wird eine unangenehme Geschichte über Macks Mutter in der englischen Klatschpresse erscheinen.
Wider besseren Wissens macht sich Mack, als Matt, Autor von Wanderbüchern, getarnt auf den Weg nach Northumberland, wo er feststellen muss, dass Jennifer unglaublich verletzlich ist, seitdem sie bei einem Autounfall schwere Narben im Gesicht davongetragen hat.
Doch die Sorge um seine Familie lässt Mack sein schlechtes Gewissen über Bord werfen und so wird er ganz langsam Teil der Dorfgemeinschaft. Als Jennifer und Mack sich langsam näher kommen, bahnt sich eine Katastrophe an.
Wird es Mack gelingen, seine Familie und gleichzeitig Jennifer zu schützen?

Ich kenne die Autorin Hazel Osmond durch ihren Debütroman
,Who’s Afraid of Mr Wolfe?’, der mir sehr gut gefallen hatte und darum wollte ich natürlich auch ihren zweiten Roman lesen.
‚The first time I saw your face‘ ist in gut lesbarem Englisch geschrieben.
Die Geschichte um Mack und Jennifer ist ernst, trotzdem hat Hazel Osmond eine gehörige Portion Humor in ihre Geschichte gepackt, was mir gut gefallen hat.
Und mit den Szenen des Buches, die in der örtlichen Bücherei spielen, hat sie dann mein Leserherz restlos erobert, denn wer sich mit dem Innenleben einer Bücherei ein klein wenig auskennt weiß, dass der alte Herr, der sich bei Jennifer gezielt historische Liebesromane ausleiht, nur um sich ein paar Tage später über die anrüchigen Szenen zu beschweren, mitten aus dem Bibliotheksalltag gegriffen und keine reine Fantasie ist – einfach herrlich!
Die Hauptfiguren des Buches haben viel erlebt und erlitten und sowohl Jennifer als auch Mack haben es geschafft, mich zu berühren.
Mack hat eine ziemlich schlitzohrige Art, kann allerdings seine liebenswerte und verantwortungsvolle Seite nie ganz verstecken, obwohl er natürlich Jennifer gegenüber ziemlichen Mist baut!
Jennifer versucht mühsam ihr Leben neu zu ordnen und einen neuen Platz in der Dorfgemeinschaft und in ihrer Familie zu finden und man hatte teilweise das Gefühl, dass sie dabei gegen Windmühlen kämpft, wobei es alle Menschen in ihrer Umgebung gut mit ihr meinen, aber auch nicht so genau wissen, wie sie mit ihr umgehen sollen, was wiederum Jennifer schwer zu schaffen macht.
Die Stellen des Buches, die sich mit diesem ‚Kampf‘ auseinandersetzten, fand ich besonders gut beschrieben.
Äußerst amüsant fand ich auch die Unterhaltungen zwischen Jennifer und Cressida, die mit allen Mitteln versuchen eventuellen Zuhörern nichts Privates zu offenbaren.
Auch die Nebenfiguren sind großartig beschrieben, einige sind kauzig, andere liebenswert und wieder anderen möchte man beim Lesen am liebsten den Hals umdrehen.
Keiner wirkt irgendwie zu flach oder nur unzureichend gezeichnet.
Insgesamt ist ‚The first time I saw your face‘ für mich ein wunderschöner Roman, der mich zum Lachen gebracht und mir an der ein oder anderen Stelle feuchte Augen beschert hat. Ich werde Hazel Osmond sicher weiter im Auge behalten.

Hazel Osmonds englische Homepage
Hazel Osmond bei Twitter

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4 Antworten zu The first time I saw your face von Hazel Osmond

  1. fleischfee schreibt:

    Ich finde es übrigens großartig, dass Du so oft englische Bücher liest. Ich hab zwei angefangen und es ist mir einfach nicht flüssig genug, so dass ich jedes Mal wieder stoppe. Ich würde sie echt gern mal durchlesen.

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  2. Herba schreibt:

    Danke. Ich wünschte, ich würde mehr im Original lesen, aber leider muss ich mich dafür mehr konzentrieren und gerade in so Zeiten wie jetzt, wo ich sehr oft müde bin, geht das gar nicht.
    Welche Bücher hast Du denn angefangen, wenn ich fragen darf?

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  3. Servetus schreibt:

    Isn’t she one of the authors who discovered herself because of Richard Armitage?

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  4. Herba schreibt:

    Not sure. I only know that her male protagonist from ‚Who’s afraid of Mr Wolfe?‘ was inspired by RA

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