Case Histories, Staffel 1 (Originalversion)

Jackson Brodie (Jason Isaacs), Exsoldat und Expolizist arbeitet als Privatdetektiv in Edinburgh und kümmert sich nebenbei um seine kleine Tochter Marlee (Millie Innes), die bei Jacksons geschiedener Frau (Kirsty Mitchell) lebt.
In seiner Kindheit hat Jackson seine Schwester auf tragische Weise verloren und geht daher recht einfühlsam mit seinen Klienten um.
Im ersten Fall lernt Jackson die Schwestern Amelia (Fenella Woolgar) und Julia (Natasha Little) kennen, die gerade das Haus ihres kürzlich verstorbenen Vaters ausräumen.
Dabei fanden sie das Kuscheltier ihrer kleinen Schwester, die 30 Jahre zuvor verschwand und nun soll Brodie herausfinden, was mit dem kleinen Mädchen passiert ist.
Im zweiten Fall sieht Jackson beim Joggen eine Frauenleiche im Fluss, die er nicht bergen kann und die abgetrieben wird, bevor die Polizei am Fundort eintrifft.
Brodie tut alles, um herauszufinden wer die Frau ist und arbeitet außerdem für einen Krimiautor (Adam Godley), der nach einem Überfall in einer Tiefgarage Hilfe braucht.
Im dritten Fall landet Jackson im Krankenhaus, nachdem er eine alte Frau aus einem verunglückten Auto, das auf Bahngleise gestürzt ist, retten wollte.
Dort lernt er Reggie (Gwyneth Keyworth) kennen, die ihn wiederbelebt hat. Für sie versucht er zu ermitteln, was mit ihrer Chefin passiert ist.
Kann Jackson Brodie allen seinen Kunden helfen?

Als die BBC 2011 anfing Werbung für die erste Staffel von ‚Case Histories‘ zu machen, dachte ich mir: Noch ein Privatdetektiv – muss denn das sein?
Trotzdem habe ich in die Serie, die nach der Romanvorlage von Kate Atkinson entstand, reingeschaut, weil ich ja schon ein ziemlicher Krimifan bin und ich habe es nicht bereut.

Jason Isaacs als frauenverstehender Ermittler, der nicht nein sagen kann und sich vor allem gegenüber seiner ehemaligen Polizeikollegin DC Louise Munroe (Amanda Abbington) regelmäßig in die Nesseln setzt, ist wirklich großartig.
Wen er nicht mit seiner harten Seite becircen kann, schmilzt spätestens in den Szenen mit seiner kleinen Tochter dahin.
Jason Isaacs zeigt in dieser Rolle sehr viele verschiedene Emotionen und beweist definitiv, daß er mehr kann als den abgrundtiefen Bösewicht zu spielen!

Millie Innes alias Marlee spielt die kleine Tochter, die ihren Vater abgöttisch liebt, ihn aber auch immer mit sehr viel Nachsicht behandelt, wahnsinnig gut und hat den süßesten schottischen Akzent, den ich je gehört habe.
Amanda Abbington als Polizistin, die sich an Vorschriften zu halten hat und doch immer wieder ihren Kopf für den Ex-Kollegen hinhält, hat mir auch sehr gut gefallen.
Ich liebe es einfach, wenn sie ihm die Leviten liest oder genervt die Augen verdreht.
Für humorige Momente bei aller ernsthaften Ermittlerarbeit sorgt auch Jackson Brodies Sekretärin Deborah (Zawe Ashton), die von Jackson Samaritertum genervt ist und mehr als einmal um ihr Gehalt fürchten muss, Brodie aber trotzdem tapfer den Rücken freihält.

Was ‚Case Histories‘ für mich außer den rundum überzeugenden Schauspielern zu einem absoluten Genuss macht, sind die wunderschönen Landschaftsaufnahmen aus Schottland, die Countrymusik, die immer wieder als Hintergrundmusik eingespielt wird (wer reinhören möchte, kann das über diese Playliste bei YouTube tun) und die Mischung aus Spannung und Humor, mit der ‚Case Histories‘ ausgestattet ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ein deutscher Sender irgendwann einmal ‚Case Histories‘ zeigen würde!
Alle, die Krimis mögen und genug Englisch verstehen, um Originalversionen zu schauen, können auf die DVD zurückgreifen – ich finde es lohnt sich, wenn ihr mich fragt!

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8 Antworten zu Case Histories, Staffel 1 (Originalversion)

  1. M schreibt:

    Eine tolle Serie. Auch die Folgen der 2. Staffel halten was die erste verspricht. Hier geht es nicht um Effekthascherei und Action, wie bei den meisten US-Serien.
    Nur manchmal wünschte ich Jackson ein glücklicheres Privatleben und mir, dass sie nach jeder Joggingszene (wunderschöne Landschaften) auch mal das Duschen zeigen würden. JI kann sich auch in seinem Alter noch verdammt gut sehen lassen 😉

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  2. Herba schreibt:

    Mmmh, das mit dem glücklicheren Privatleben stimmt, allerdings war ich froh, daß das mit der Schauspielerin nichts geworden ist, die fand ich nämlich tota nervig 🙂

    Das mit dem Duschen hab ich mir auch schon gedacht, aber in Staffel 1 gibt es ja wenigstens die eine Oben-ohne-Szene *sabber* und die Nahaufnahmen von seinen tollen Augen sind auch immer wieder sehr nett *verzücktseufz*

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  3. Servetus schreibt:

    I loved the books. Good to hear the TV series is good as well — will put it in the queue 🙂

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  4. Herba schreibt:

    I don’t know the books and can’t say how close to the books the series is, but you should really give it a try 🙂

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  5. utepirat schreibt:

    Danke, Herba, für den Tip.

    Die Serie kam jetzt auf BBC in der Zeit vom 19.05. bis 02.0.2013, habe ich mir gleich mal runtergeladen. Wenn ich sie angesehen habe, gebe ich mal meinen Senf dazu ab 🙂

    Ansonsten wünsche ich Dir einen schönen Start in die Woche.

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  6. Herba schreibt:

    Immer gerne.
    Vorsicht, daß was im Mai auf BBC lief, war die zweite Staffel. Ich würde aber auf jeden Fall mit der 1. Staffel anfangen.

    Danke, den wünsche ich Dir auch!

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  7. nettebuecherkiste schreibt:

    Ui, Natasha Little als Julia, die hab ich seit Vanity Fair nicht mehr gesehen. Werd es mir auf jeden Fall mal angucken müssen, hab ja das Buch gelesen 🙂

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  8. Herba schreibt:

    Und ich saß in London im Theater und hab ich gefragt, woher ich die Frau kenne…letzte Woche als ich mir dann Case Histories 1 nochmal angeschaut habe, fiel es mir dann wieder ein 😆

    Anschauen lohnt sich auf jeden Fall – finde ich zumindest 😀

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