John Rambo

John Rambo (Sylvester Stallone), Vietnam-Veteran und Einzelgänger, lebt seit mehreren Jahren zurückgezogen in Thailand.
Seinen Lebensunterhalt verdient er sich als Schlangenfänger und auf seinem Bott, mit dem er alles Mögliche transportiert.
Als ihn eine Gruppe von amerikanischen Missionaren anheuern will, damit er sie nach Burma bringt, wo sie Flüchtlingen helfen möchten, lehnt er zuerst ab, weil die Krisenregion viel zu gefährlich ist.
Doch die hübsche Missionarin Sarah (Julie Benz) überredet ihn und John setzt die Gruppe schließlich in Burma ab.
Dort wird das Flüchtlingsdorf überfallen, die Einwohner getötet und die Missionare gefangen genommen.
Ihre amerikanische Heimatgemeinde erfährt jedoch, dass sie noch am Leben sind und heuert eine Handvoll Söldner an, die Sarah und den Rest der Gruppe befreien sollen.
Und natürlich ist auch Rambo mit von der Partie.
Wird die Befreiung gelingen?

Ich habe zwar keinen Bruder, bin aber mit mehreren Cousins aufgewachsen und da gehört ein gewisser Konsum an Actionfilmen vermutlich einfach dazu.
Rambo war einer dieser Actionhelden, die in meiner Kindheit loszogen und grimmig dreinblickend die Welt oder zumindest ein paar schutzbedürftige Menschen retteten.
Trotzdem hatte ich 2008, als der vierte Rambo-Film in die Kinos kam, für mich beschlossen mir keinen abgehalfterten Sly Stallone anzuschauen, dessen kaputt operiertes Gesicht auf einer Kinoleinwand nun wirklich nicht einfach zu ertragen ist.

2013 sah die Welt aber nun anders aus und schuld daran ist Graham McTavish, der den Chefsöldner spielt und bei der HobbitCon von den Dreharbeiten erzählt hat.
Und da es mir Graham McTavish irgendwie angetan hat, mußte ich mir natürlich seine Arbeit mit Stallone anschauen.

Die Story ist so abgedroschen, dass es ’schlimmer‘ kaum noch geht, alle fünf Minuten fliegen irgendwelche Körperteile durch die Gegend oder Blut und oder Gehirnmasse spritzt durch die Gegend und Sylvester Stallone kuckt die ganze Zeit, als wäre ihm gerade ein Backstein auf den Kopf gefallen.
Die amerikanische Missionarin ist natürlich blond und hübsch und überredet Rambo mit naivem Augenaufschlag zu einer Bootsfahrt in ein Gebiet, wo ein grauenhafter Krieg herrscht – sind Männer wirklich so leicht um den Finger zu wickeln??? icon_rolleyes

Graham McTavish spielt den harten Hund ganz gekonnt und sorgte bei mir für einige Überraschung, als er verwundet wird und seine zusammengekauften Mitsöldner tatsächlich eine Trage bauen und ihn mitschleppen.
Seit wann gibts in Actionfilmen denn sowas????
Früher gab man einem Verletzten ein Gewehr und eine Handgranate, wechselte bedeutungsschwangere Blicke zum Abschied und rannte was das Zeug hielt, während der Verletzte heldenhaft noch 50 Gegner niedermähte bevor er den Heldentod sterben durfte.
Aber nein, Mr McTavish wurde getragen und hat sogar überlebt.
Kein Wunder, daß er sich so darüber ‚beschwert‘ hat, daß er beim Hobbitdreh durch Neuseeland rennen mußte – der Mann ist das Getragenwerden gewohnt giggle 😉

Leicht gruselig wurde es für mich, als Mr. Rambo anfing ein Stück Metal zu schmieden und mich für knappe 2 Sekunden an eine Szene aus Der Hobbit erinnerte, wo Thorin als Schmied bei den Menschen arbeitet.
Das mein Hirn Thorin mit dem ramponierten Stallone vergleicht, wenn auch nur für zwei Sekunden, war eine zutiefst verstöhrende Erfahrung, die ich ganz schnell verdrängt habe!!!! 😉

Insgesamt kann ich ‚John Rambo‘ wirklich nicht empfehlen (nicht einmal wegen Graham McTavish). Die drei Vorgängerteile sind irgendwie Kult, Teil Vier ist für mich einfach nur Zeitverschwendung!

Der deutsche Trailer

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6 Antworten zu John Rambo

  1. Servetus schreibt:

    Schade, ich suche etwas Gutes, in dem in McTavish sehen kann. Ich mag ihn langsam auch.

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  2. Herba schreibt:

    Also Rambo solltest Du dir definitiv sparen. Er war zwar der Lichtblick des Films für mich, aber der Rest ist so grottenschlecht…

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  3. sunoki schreibt:

    Vielleicht solltest Du nach dem schlechten Film Dir ganz schnell den neuen Hobbittrailer anschauen.
    Damit Du nicht mehr so verstört bist

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  4. Herba schreibt:

    Schon passiert 🙂

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  5. Ute schreibt:

    Wawawas, Dwalin in „John Rambo“? Bitte nicht, aber die tätowierte Glatze in TH find ich klasse. Und wir sind doch so dankbar, dass er bei „Twitter“ angemeldet ist und uns mit Schnipseln versorgt, währen RA so mit der battle of the five armies beschäftigt ist, dass er nicht einmal „fumblingly on my iPad“ eine message senden kann *lol*

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  6. Herba schreibt:

    Doch, als einziger Lichtblick des Films 😉
    Ich mag die Tweets von Graham auch sehr gern – der Mann hat echt Humor!

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