Bibel der Toten von Tom Knox

Die junge, kanadische Archäologin Julia findet bei Ausgrabungen in den französischen Cevennen Schädel, die ein Loch in der Stirn aufweisen. Aufgeregt berichtet sie dem Leiter der Ausgrabungen davon, doch der tut den Fund als bedeutungslos ab.
Doch als er wenige Tage später brutal ermordet wird, begibt sich Julia auf Spurensuche, um herauszufinden, was es mit den Schädeln auf sich hat.
Zur gleichen Zeit ist unterdessen der Journalist Jake mit der Kambodschanerin Chemda in Laos unterwegs, um in der berühmten Ebene der Tonkrüge einem alten Geheimnis auf den Grund zu gehen. Mitglieder des alten kommunistischen Regimes der roten Khmer wollen jedoch verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt und lassen deswegen Jake und Chemda verfolgen.
Und auch in Frankreich muss Julia feststellen, dass ihre Nachforschungen gefährlich werden.
Wie hängen die Vorkommnisse in Europa und Asien zusammen?
Wird es Julia, Jake und Chemda gelingen, das alte Geheimnis zu lüften?

Der Thriller von Tom Knox hat mich nach Lesen der Inhaltsangabe direkt angesprochen und eine ‚blutige‘ Lesephase eingeläutet.

Obwohl mir der Schreibstil des Autors liegt, war der Einstieg in das Buch etwas schwierig für mich, denn ich bin nicht unbedingt ein Fan von Frankreich als Schauplatz eines Buches und die Geschichte zog sich in den ersten paar Kapiteln doch sehr.
Dann kommt jedoch Fahrt in die Geschichte, die immer zwischen verschiedenen Schauplätzen und Hauptpersonen hin und her springt.
Dabei habe ich mehr über Jake erfahren und vermutlich fand ich ihn darum auch sympathischer als Julia, die mir zwar irgendwann auch sympathisch war, die ich als Person aber einfach nicht so spannend fand.

Tom Knox scheint für seinen Thriller sehr viel recherchiert zu haben und vermengt gekonnt Fiktion mit historischen Fakten und stellt quasi ganz nebenbei noch die Frage, wieso die Menschheit Kriege führt und es nicht schafft, gewaltlos zu leben.
Der Handlungsstrang in Kambodscha und die Tatsache, dass die roten Khmer in den 70iger Jahren mehr als 2 Millionen Menschen getötet haben, hat mich sehr aufgewühlt und mich dazu animiert ein bisschen über diese Zeit nachzulesen, um mehr zu erfahren.
Bücher, die unterhalten aber auch ein Stück weit bilden, mag ich sehr, da ich nicht wirklich gerne Sachbücher lese.

Was sich sehr langsam entwickelte und zu einem spannenden Thriller wird, endet fast philosophisch und auch die Auflösung beziehungsweise die Weigerung des Autors eine Antwort auf die ethische Frage, die im Buch gestellt wird, zu geben fand ich auf der einen Seite sehr gut, andererseits hat es mich auch irgendwie etwas unbefriedigt zurück gelassen, denn mir ist als Leser das klare Ende einer Geschichte lieber.

Trotzdem ist die ‚Bibel der Toten‘ für mich ein gelungenes Buch, dass ich Thrillerfans empfehlen kann.
Meinen ‚Blutdurst‘ hat es jedenfalls gut befriedigt 😉

Tom Knox bei Krimicouch.de
Tom Knox englische Homepage

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2 Antworten zu Bibel der Toten von Tom Knox

  1. diepoe schreibt:

    Klingt gut, ich glaub, das setze ich mir mal auf meine Merkliste. Danke!

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  2. Herba schreibt:

    Wußte gar nicht, daß Du sowas liest 🙂
    Nichts zu danken.

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