Great Britain, April 2013 – die Dritte

Nachdem das Theaterstück ‚Longing‚ zu Ende war, verließen wir unsere Plätze, um unser Glück auf die Probe zu stellen, weil wir natürlich gerne Iain Glen getroffen hätten.

Normalerweise geht man dazu nach der Vorstellung auf schnellstem Weg zur Stagedoor, aber wer meinen Blog verfolgt und die anderen Bericht zu meinem London-Besuch gelesen hat weiß: Das Hampstead Theatre besitzt keine Stagedoor und zu allem Überfluss gibt es dann auch noch zwei Ein- und Ausgänge.

Das lies uns schlimmes ahnen, aber das Glück hatte uns nicht ganz verlassen.
Als wir an diesem Abend am Theater ankamen, stand gerade einer der Schauspieler (John Sessions) vor der Tür, um eine Zigarette zu rauchen und als eine meiner Begleiterinnen im Theater im Gang zu den Toiletten verschwand, bekam sie mit, wie er durch eine speziell gesicherte Tür im Inneren des Theaters (im selben Gang wie die Toiletten) verschwand.
Da wir festgestellt hatten, daß das gesamte Theater sichtbar nur die beiden Ein- und Ausgänge besaß, lag die Vermutung nahe, dass die Schauspieler auf jeden Fall aus diesem Gang kommen mußten und dorthin eilten wir dann auch nach Ende des Stückes.

Auf dem Weg dorthin bemerkte ich, daß sowohl der Autor des Stücks William Boyd als auch Joan Collins (am Arm ihres Ehemannes) im Theater anwesend waren.
Allerdings kümmerten wir uns nicht weiter darum, denn wir wollten ja jemand anderes treffen.
Trotzdem kam kurzzeitig die Frage auf, wieso ich in der Lage bin Joan Collins von hinten zu identifizieren 😆 die Antwort auf diese Frage mußte ich leider schuldig bleiben, denn ich habe keine Ahnung, wieso ich das kann.
Vielleicht habe ich ja, wo andere ein Gen zu wenig haben, eins zu viel…..oder so 😉

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Der erste, der durch die Tür kam war John Sessions, den ich dann auch gleich darum bat, mir mein Programmheft zu signieren.
Er war total lieb, scherzte mit mir („Who is this old man on that bench?“) und verabschiedete sich nachdem ich seine Performance gelobt und mich für das Autogramm bedankt hatte mit einem herzlichen: „Awww, God bless you. Have a wonderful evening!“
 
 
 

Dann kamen nacheinander Eve Ponsonby, Alan Cox und William Postlethwaite durch die Tür, aber weil sie ziemlich zielstrebig an uns vorbei marschierten, wollte ich sie dann nicht weiter belästigen.

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Die nächste, die zum Ausgang kam, war Tamsin Greig. Ihr ging es an dem Abend wohl nicht so gut. Trotzdem erfüllte sie alle Autorgrammwünsche und lehnte nur ein gemeinsames Foto mit einem wartenden Fan ab, wofür sie sich aber 1000 Mal entschuldigte.
Das fand ich total süß und absolut bewunderswert und diese paar Sekunden, die ich sie off stage erlebt habe, werden mir, genau wie ihre Darbietung auf der Bühne, noch lange im Gedächtnis bleiben.
 
 
 

Bis zu diesem Zeitpunkt war alles ganz relaxed für mich gewesen und ich war auch ein ganz klin bißchen stolz, dass ich mein schreckliches Englisch zusammengekratzt hatte und fähig war, wenigstens ein bis zwei Sätze zu sagen.
Das änderte sich schlagartig, als ein paar Angestellte des Theaters durch die Tür zu den Toiletten kamen und ich ganz am Ende des Ganges einen Typ in Jeans, Karohemd, blauer Jacke und Hut entdeckte.
Weil die Tür recht schnell wieder zufiel, war ich mir nicht ganz sicher, vor allem weil ich nicht mit diesen Kleidern gerechnet hatte.

Aber als sich die Tür wenige Bruchteile später wieder öffnete war klar:
Da kommt tatsächlich Iain Glen auf uns zu und von diesem Moment an, lag mein inneres Fangirl irgendwo heftig atmend am Boden (bildlich gesprochen) und mein Sprachzentrum war komplett blockiert love1

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Trotzdem hatte ich mich noch soweit unter Kontrolle, dass ihm, als er bei mir angekommen war, meine mitgebrachte Mappe mit dem Bild zum Signieren unter die Nase halten konnte.

 
 
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Und vermutlich hätte ich es dabei bewenden lassen, aber weil mir die Unterschrift auf dem Foto ein bißchen krackelig erschien, drehte ich mich zu N um, entriss ihr relativ unsanft (nochmal ein ganz großes SORRY dafür icon_redface) meinen silbernen Stift und bat ihn, auch noch ein zweites Bild zu unterschreiben.
 
 
 

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Iain sah großartig aus und war absolut knuffig heartshape01 als er sowohl meine, als auch Ns Bilder signierte und selbst P, die eigentlich nicht vor hatte, sich ein Autogramm zu holen, lies sich dann noch ihr Programm signieren.
Leider kam keine große Unterhaltung zustande, weil ich wie gesagt leider – wie von mir befürchtet – etwas neben mir stand.
Trotzdem war es einfach großartig, ich bin glücklich, dass wir diesen Tripp gemacht haben und ich hoffe, dass ich es wieder schaffe nach England zu fahren, wenn Iain mal wieder Theater spielt.

 
Als Iain, nachdem er alle Autogrammwünsche erfüllt hatte, in Richtung Theatercafe verschwand, schwebten wir dann zurücks ins Hotel, versammelten uns in einem unserer Zimmer und schwärmten noch eine ganze Weile munterlustig vor uns hin, bis es schließlich Zeit wurde, doch noch ein bißchen Schlaf zu bekommen, denn ganz früh am nächsten Morgen mußten wir aufbrechen und mit dem Heathrow Express Richtung Flughafen fahren, wo unser Flieger Richtung Heimat wartete.

Die letzte Stunde auf englischem Boden war dann noch recht spannend, weil die Engländer uns auf die Folter spannten und erst knapp 15 Minuten vor Abflug das Gate zum Einchecken bekannt gab.
N und ich waren beide noch so geflasht, dass wir nicht nervös wurden, nur P machte das Ganze etwas zu schaffen, aber mit etwas Verspätung schafften wir es dann doch noch zurück nach Deutschland.

Daheim bei N angekommen wurde als aller erstes kontrolliert, ob unsre Autogramme die Reise gut überstanden hatten 😆 und noch ein bißchen weiter geschwärmt, bevor es Zeit wurde, zum Bahnhof aufzubrechen und sich dort nach drei tollen Tagen voneinander zu verabschieden.

Die Heimreise mit der Bahn war wie immer (statt des geplannten ICEs wurde ein Ersatzzug eingesetzt, so das auch diese Platzreservierung vollkommen für die Füße war) und reichlich müde und geschafft kam ich abends wieder daheim an – im Gepäck jede Menge neuer Eindrücke und Erinnerungen, die mich auch knapp zwei Wochen später noch in debiles Grinsen verfallen lassen icon_mrgreen

Ein kurzer Vorbericht findet sich hier, den Bericht zum ersten Tag gibt es hier, meine Eindrücke zu Macbeth findet ihr hier und den Bericht zum zweiten Tag findet ihr hier.

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12 Antworten zu Great Britain, April 2013 – die Dritte

  1. Andrea schreibt:

    Hey, bald seid ihr per Du…..und dann findeste auch Deine Sprache wieder! Schön, dass ihr so tolle Tage hattet!

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  2. Cat Crawfield schreibt:

    Gut, dass es nicht nur mir immer die Sprache verschlägt… ich kann dann nicht mal mehr deutsch sprechen, sondern bin jedes mal fast vorm Umfallen ^^
    Wir müssen mal wieder sowas verrücktes wie bei „Rubinrot“ machen und unsere inneren Fangirlies mal so richtig abgehen lassen xD (vielleicht nicht gerade bei den Kindern von Rubinrot, aber irgendwas lässt sich schon finden XD)

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  3. Herba schreibt:

    Wieso sollten wir? 😛
    Danke :*

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  4. Nell schreibt:

    Danke für Deinen tollen Bericht! Ihr habt ja jetzt Übung – das steigert sich jetzt von Mal zu Mal !!! Freue mich für Euch!

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  5. Herba schreibt:

    ALso kurz vorm Umfallen war ich nicht, ich hatte nur extrem kalte Hände…und ich könnte Dir auch nicht ums Verr****** erzählen, was er gesagt hat 😆

    Ja, würde mich freuen, wenn sich mal wieder was ergibt!

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  6. Herba schreibt:

    Bitte gerne 🙂 und danke schön fürs Mitfreuen!!!
    Das sollte es auch – schließlich war IG der Grund für den ganzen Trip 😉

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  7. Servetus schreibt:

    Wow! Love that you got to meet up with Iain Glenn. Grinning from ear to ear for you!

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  8. Herba schreibt:

    Thanks a lot Servetus!
    It was our second meeting and as great at the first one 🙂

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  9. Cat Crawfield schreibt:

    The second? GROUPIIIIIE!;)

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  10. Herba schreibt:

    Hab ihn doch bei der RingCon schon getroffen *breitgrins*

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  11. nettebuecherkiste schreibt:

    Mensch, ist ja klasse, dass das geklappt hat! Jetzt bin ich ganz neidisch 🙂

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  12. Herba schreibt:

    Danke :* Ja, das finde ich auch 🙂

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