Into the Storm (Originalversion)

Winston Churchill ist einer der wichtigsten englischen Politiker der Neuzeit.

‚Into the Storm‘ beschäftigt sich mit dem großen Staatsmann in der Zeit zwischen 1940 und 1945, als er als englischer Premierminister unbeugsam gegen die Deutschen Krieg führte.
Fast episodenhaft erlebt man Churchill (Brendan Gleeson), den strengen Politiker, der stellenweise 16 Stunden am Tag arbeitete, aber auch den Mann, der oft als Tyrann beschrieben wird. Nicht nur gegenüber seiner Frau Clementine (Janet McTeer), sondern auch gegenüber seines Dieners (Adrian Scarborough) und gegenüber anderen Politikern. Seine teilweise brillianten Reden, die der Film auszugsweise wiedergibt, stärkten die Moral der Briten im Krieg, trotzdem wählten ihn ’seine‘ Briten nach Kriegsende 1945 ab.

Brendan Gleeson verkörpert Winston Churchill großartig! Er sieht ihm nicht nur recht ähnlich, sondern kommt dem Original auch in Sprache, Tonlage und Haltung sehr, sehr nahe.
Es gelingt ihm großartig seine große Screentime zu nutzen und er trägt den Film absolut über die gesamte Dauer. Die Reden von Churchill trägt Gleeson genauso glaubhaft vor, wie die Treffen mit politischen Weggefährten.
Besonders haben mich hier die Szenen mit Churchill und Georg VI. (Iain Glen), dem englischen König berührt.

Georg VI. war gar nicht glücklich über die Ernennung von Churchill zum Premierminister und braucht einige Zeit, sich mit dem stellenweise ungehobelten Politiker anzufreunden. Doch das gelingt schließlich und als Churchill 1945 nicht wiedergewählt wird, möchte der König ihn mit einem Orden ehren.
Iain Glen hat mir in dieser kleinen aber feinen Rolle sehr, sehr gut gefallen. Er spielt den leicht unsicheren König mit Charme, Herz und einem Lächeln und zudem sieht er in den Anzügen der 40iger Jahre und in den Uniformen, die er in manchen Szenen trägt, toll aus.

Weitere wichtige Rollen spielen Janet McTeer als Mrs Churchill, Adrian Scarborough als Diener Sawyers und James D’Arcy als Privatsekretär Jock Colville. Alle drei Figuren zeigen einerseits die Schwächen von Churchill auf, geben dem Mann aber andererseits eine menschliche Seite.

Kriegsereignisse werden im Film eher sparsam eingebaut und wirklich nur, wenn sie für Churchill und seine Geschichte wichtig sind. Wer auf unterhaltsame Weise mehr über Winston CHurchill erfahren möchte, liegt bei ‚Into the Storm‘ nicht verkehrt. Das Wissen über den 2. Weltkrieg kann man mit diesem Film nicht wirklich vertiefen und sollte in dieser Richtung nicht zu viel erwarten.
Ich fand es jedenfalls recht spannend, mehr über Winston Churchill zu erfahren und mußte über die ein oder andere Schrulle von ihm (eine Stunde Mittagsschlaf war Pflicht, sonst funktionierte der Politiker nach eigener Aussage nicht) doch schmunzeln.

ARTE zeigt den Film unter seinem deutschen Titel ‚Blut, Schweiß und Tränen‘ am 15. März um 21:45 Uhr

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2 Antworten zu Into the Storm (Originalversion)

  1. nettebuecherkiste schreibt:

    Danke für den Tipp!

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  2. Herba schreibt:

    Immer gerne!

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