Great Britain, Januar 2013 – die Dritte

Nach dem Ende von ‚My Fair Lady‚ gab es Standing Ovations für die Schauspieler.
Leider verschwanden allesamt nach zwei Verbeugungen und als das Licht wieder anging hielten M, N und ich uns nicht lange auf, sondern beeilten uns an der Garderobe unsere Jacken zu bekommen, damit die Operation Stagedoor starten konnte.

Es war nämlich unser erklärtes Ziel nicht ohne ein Autogramm von Dominic West für M zurück ins Hotel zu gehen!

Für dieses Autogramm hatte M von Zuhause extra ihr Lieblingsbild von Dominic mit nach England gebracht, das nun zusammen mit einem Stift vor Nässe und Schnee in meiner Tasche steckte.

Zum Glück für uns bogen wir um die richtige Ecke ab und standen nach wenigen Metern vor der Stagedoor, wo sich schon mehrere andere Menschen versammelt hatten.

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Gerade hatte ich noch Zeit das Bild und den Stift für M hervor zu kramen, als auch schon Dominic West in der Tür auftauchte und anfing Autogramme zu schreiben.
Er schien nett zu sein, aber es auch irgendwie eilig zu haben. N und ich blieben in einiger Entfernung stehen während M versuchte, nahe genug für ein Autogramm an ihn heranzukommen.
Bevor M ihm jedoch das Foto und den Stift unter die Nase halten konnte, machte der Mann eine Rückwärtsbewegung und schickte sich an in meine Richtung zu verschwinden. Hätte er seinen Weg fortgesetzt, wäre es für mich peinlich geworden und Mr. West hätte seinen Lord-of-the-Rings-Moment bekommen – YOU SHALL NOT PASS!
Ohne das heiß ersehnte Autogramm für M wird hier auf keinen Fall die Flucht angetreten Mr. West!!!! fryingpan
 
 
 
 
 

Allerdings fiel ihm – zum Glück – ein, dass er einem jungen Mädchen noch ein Foto versprochen hatte und drehte sich wieder um, was M dazu nutzte ihm geistesgegenwärtig schließlich doch noch ein Autogramm abzuluchsen (Well done zustimm)

Leider war dann seine Geduld oder seine freie Zeit erschöpft und weg war er.
Das fand ich für die drei, vier Leute, die noch warteten sehr, sehr schade, vor allem falls unter denen, die ein Autogramm erhaschen konnten, professionelle Autogrammsammler waren!

N, eine freundestrahlende M und ich machten uns nun jedenfalls glücklich und zufrieden auf den Weg zum nächsten Taxistand und ließen den schönen Abend in der Bar unsres Hotels bei einem „Woo Hoo“ und mit einer netten Unterhaltung ausklingen.

Am nächsten Morgen hatte sich der Schnee leider nicht in Luft aufgelöst, also beschlossen wir nach einem ausgiebigen Frühstück unser geplantes Sightseeing Programm über den Haufen zu werfen und stattdessen nur in der Innenstadt von Sheffield bummeln zu gehen.
Der Wintergarten entpuppte sich dabei leider als Enttäuschung, aber wenigstens bekamen wir im Lädchen davor endlich Postkarten, um Grüße an ein paar Lieben daheim zu verschicken.

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Im Crucible Corner saßen wir dann stundenlang, aßen zu Mittag, quatschten, schrieben Postkarten und M versuchte mit mäßigem Erfolg, dem netten Kellner beizubringen, wie man einen Latte Macchiatto macht 😆

Ansonsten verlief der Tag relativ ereignislos und den Abend verbrachten wir wieder in der Bar unsres Hotels, wo der Barkeeper versuchte M mit den in England üblichen Koseworten ‚Love‘, ‚Darling‘ und ‚me gal‘ (sagt das nicht auch immer der tüddelige Butler aus ‚Dinner for one‘?) in den Wahnsinn zu treiben 😆

Nach einer weiteren Nacht und einem weiteren leckeren Frühstück in unsrem komfortablen Hotel war es an der Zeit die Zelte abzubrechen und nach Manchester zurückzukehren.

IMG_1979_bearbFür die Fahrt entschieden wir uns wegen des Wetters dieses Mal für den längeren Weg über die Autobahn, die frei war, von der man aber trotzdem genug von der englischen Winterwelt zu sehen bekam.

Leider war dann in Manchester deswegen auch keine Zeit mehr viel anzuschauen und es reichte nur noch für einen kleinen Spaziergang und einen Einkauf bei Tesco.

Dann war es auch schon an der Zeit an den Flughafen zu fahren, unsren fahrbahren Untersatz abzugeben, einzuchecken und die Zeit bis zum Abflug tot zu schlagen.
Da mein Flieger fast zwei Stunden später abfliegen sollte, durfte ich noch nicht einchecken, die Wartezeit sollte aber laut der Dame am Schlater nur circa 10 Minuten betragen.

Als M und N ihr Gepäck los waren, erzählte mir M, dass sie von einer Freundin daheim erfahren hätte, daß mein Zielflughafen seit dem Morgen Flüge streichen würde, aber das mein Rückflug wohl nicht betroffen sei.

Tja, leider hatten wir uns da zu früh gefreut, denn als ich mich gerade wieder zum EInchecken begeben wollte, wurde durchgesagt, dass mein Flug gerade gecancelt worden wäre und die Passagiere doch bitte zum Infoschalter der Airline gehen sollten, um alles weitere zu klären.

Zum Glück habe ich in diesem Moment nicht weiter nachgedacht und bin einfach zu diesem Schalter marschiert und dann war auch schon M an meiner Seite, um Händchen zu halten….und die anderen Fluggäste in der Schlange mit ihrem witzigen Handyklingelton aufzuheitern.

Nach einer noch erträglichen Wartezeit gelang es mir zum Glück mich auf den Flug von M und N umbuchen zu lassen – ich übertreibe nicht,w enn ich sage, dass mir einige Felsbroken vom Herzen gefallen sind.
Ich hatte die Tage in England zwar genossen, wollte dann aber doch nicht so gerne allein in einem Hotel in Manchester hocken.

Der Flieger war dann so leer, daß wir sogar nebeneinander sitzen konnte und M leierte dem Stewart dann sogar noch ein Essen für mich aus den Rippen, das ich schwesterlich mit N geteilt habe 😉

Wieder in Deutschland bot mir die liebe N an bei ihr zu übernachten, aber ich wollte auf jeden Fall erst einmal versuchen noch weiter zu kommen und das erwies sich dann auch als Glücksfall, denn das Wetter wurde nicht besser.
Meine Fluggesellschaft hatte auch schon reagiert und Busse für die Gestrandeten gechartert, in dem es dann zu meinem ursprünglichen Zielflughafen ging, nachdem ich mich in aller Eile von M und N verabschiedet hatte.

Am Flughafen angekommen, entschied ich mich dazu an diesem Abend keine Experimente mehr mit dem öffentlichen Nahverkehr zu versuchen und gönnte mir ein Taxi mit einem sehr netten Taxifahrer, der sich mit mir über Fußball unterhielt 😆 und mich sicher daheim ablieferte.

Es waren tolle Tage für mich, mit zwei großartigen Reisebegleitern – danke M und N!!!!

Den ersten Bericht kann man hier, den zweiten Bericht hier nachlesen und den Bericht zum Theaterbesuch gibt es hier.

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12 Antworten zu Great Britain, Januar 2013 – die Dritte

  1. Servetus schreibt:

    home again, home again, jiggity jig — good for you all on getting the autograph!

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  2. Herba schreibt:

    You should have seen my friends face after getting the autograph. It was so great to see her that happy 🙂

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  3. Moxica schreibt:

    Lustig, lustig! Ich könnte schon wieder Luftsprünge machen, wenn ich nur an mein Autogramm denke und wie ich es bekam. *holladihü, oo-de-lally* Aber sach mal, liebe Herba, wie hat denn Mr. West auf dich gewirkt? Und du hast gar nicht die Garderobe erwähnt.

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  4. Herba schreibt:

    Nach den gefühlten 2 Minuten, die ich ihn an der Stagedoor gesehen habe, kann ich dazu recht wenig sagen *MitDenSchulternZuck*

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  5. Moxica schreibt:

    Oh Mist. Das ist soooo schade. Vor allem M hätte ich es doch so gegönnt, dass sie Mr. West genauso hätte erleben können wie ich. Aber Ironie des Schicksals: ich hatte im Vorfeld gedacht, dass es bei mir genauso werden würde, wie ihr es dann erlebt habt. Wer denkt schon, dass man die Chance bekommt unter 4 Augen mit Mr. West sprechen kann? Das nächste mal fahren wir alle zusammen, okay? 🙂

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  6. diepoe schreibt:

    eben hab ich sehr gelacht bei dem Gedanken wie du dich ihm in den Weg wirfst! 🙂

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  7. Herba schreibt:

    Na ja, geworfen hätte ich mich nicht, aber mal dezent noch einen weiteren Schritt Richtung Theatermauer gemacht und dann wäre er nicht vorbei gekommen 😉 Als er gegangen ist, schaute er mich auch noch kurz fragend an, so nach dem Motto: Autogramm? und ich nehme mal an, ich hätte auch eins bekommen, wenn ich gefragt hätte…

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  8. Herba schreibt:

    Für mich war es so okay wie es war *MitDenSchulternZuck* ich bin ja nur ein DW-Bewunderer und kein richtiger Fan 😉

    Was Dein Treffen mit ihm betrifft:darüber weiß ich nir ein paar Brocken aus zweiter Hand und kann dazu nicht so viel sagen.

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  9. Moxica schreibt:

    @ diepoe: Ja, ich versuchte mir auch eben vorzustellen, wie Herba mit einem galanten Hechtsprung Mr. West am Weggehen hindert. *lach*
    @ Herba: Soll ich dir meine Story morgen per E-Mail mal zukommen lassen? Oder soll ich besser warten, ob mein Foto was geworden ist, bevor ich die Backen dick mache? Und was ist eigentlich ein „Herba“?

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  10. Moxica schreibt:

    Wie definierst du „Fan“?

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  11. Herba schreibt:

    Herba bedeutet Unkraut und minor klein 🙂

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  12. Herba schreibt:

    Gar nicht 😉 aber ich fühle mich nicht holladihü oo-de-lally, wenn ich an ihn denke und darum würde ich mich eben ’nur‘ als Bewunderer und nicht als Fan bezeichnen.

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